.Europatag.

.Fest von Miteinander für Europa.

.9 MAI 2019.

Die drei Worte Miteinander für Europa bringen unsere Berufung zum Ausdruck. Hinter dem Wort „Miteinander“ steht das ganze Evangelium: Den Nächsten respektieren, annehmen und lieben, um zu einer versöhnten Beziehung zu gelangen, die auf dem Bündnis der gegenseitigen Liebe beruht. Das „für“ bedeutet, dass unser Bündnis ein Ziel hat: „Europa“. So haben es die Initiatoren unseres ökumenischen Netzwerkes vor zwanzig Jahren auf den Punkt gebracht: „Indem wir das Christliche in unser Europa hineintragen, möchten wir einer politischen Sache dienen.“

Beim Treffen des Trägerkreises von Miteinander für Europa in Prag im November 2018 wurde dies wieder anschaulich.

Aus ganz verschiedenen Teilen des Kontinents sind wir zusammen gekommen, um den Dialog und das gegenseitige annehmen zu leben,

aber auch um den tschechischen Experten zuzuhören, die uns die Tschechische Republik unter dem politischen, geschichtlichen und kirchlichen Aspekt näher brachten.

Zudem wirkte die Teilnahme an der Gedächtnisfeier der «Samtenen Revolution» als echter Katalysator, sodass sich am Ende der Begegnung jeder noch mehr Europäer fühlen konnte. Tschechen, Deutsche, Franzosen, Russen, Italiener, Slowenen, Österreicher ja, aber auch Europäer. Dies ist das Zeugnis, das sich Europa von uns erhofft: Einheit in versöhnter Vielfalt ist möglich.

Die zwanzigjährige Geschichte von Miteinander für Europa bezeugt diese Erfahrung. Es ist ein Lebensstil: Je mehr wir uns als Slowaken, als Rumänen, als Schweizer usw. mit unseren Reichtümern den anderen schenken, desto mehr sind wir Europäer und umgekehrt. Es ist ein vielversprechender Weg, auf dem Einheit und Vielfalt miteinander unterwegs sind.

Der 9. Mai, der Europatag, Tag der Europäischen Union, sollte auch von diesen Werten geprägt sein. Vom grossen, mehrstimmigen europäischen Chor müsste es ertönen: „Die Zukunft Europas liegt in einer Kultur des Miteinanders“. Die bevorstehenden Europawahlen regen uns zu einer aktiven Rolle an.

Der sechswöchige Gebetsweg, vom 25. März bis 9. Mai, ist eine gute Gelegenheit, diese Berufung noch bewusster zu vertiefen. Die nachfolgenden Gedanken und Beiträge von verschiedenen Personen wollen uns dazu ermutigen, die unserer Kultur naheliegendsten Ausdrucksweisen, Traditionen und Wege zu finden, damit die Stimme jener Menschen vernommen wird, die MITEINANDER FÜR Europa einstehen möchten.

Miteinander für Europa ist ein ökumenisches Netzwerk, in dem Kirchen, Bewegungen und Gemeinschaften schon
in sich selbst die nationalen und ethnischen Grenzen überschreiten. Es ist ein Modell für ein künftiges europäisches Volk.

Hier ist der Entfaltungsraum für das europäische Volk: Erfahrungen aus verschiedenen Teilen Europas, Zeugnisse des Miteinanders von Bewegungen und Gemeinschaften aus verschiedenen Kirchen, kulturelle Beiträge usw., die sich in den kommenden Wochen zu einem Mosaik zusammensetzen werden, um von einem neuen Europa zu sprechen.
Das Gebet bewirkt etwas, das es sonst selten gibt: Es verbindet uns Geschöpfe in unserer Ausrichtung auf den Schöpfer, dem himmlischen Vater. Das gemeinsame Gebet macht uns zu Kindern, zu Brüdern und Schwestern, in Gemeinschaft miteinander und mit Gott.

.Hier geht’s zu den Beiträgen “Europatag 2018”.