Fest Europas, Fest der Völker

Fest Europas, Fest der Völker

Am 9. Mai hat der Europatag auch die Menschen von Miteinander für Europa mobilisiert:  Teile eines Mosaiks, das ein vielversprechendes Gesicht Europas zeichnet. Die Gruppen, die die Veranstaltungen organisierten – Bewegungen, Gemeinschaften und Vereinigungen verschiedener Kirchen – waren ein Ausdruck davon.

Was kann Menschen aus Prag, Zürich und Rom mit Menschen von Mailand, Toulouse, Esslingen und Ljubljana und mit jenen aus Padua, Brüssel, Selbitz und Palermo verbinden? Was verbindet Menschen von Lyon, Viterbo und Straßburg mit jenen von Trient, Paris, Triest und Klagenfurt? So unterschiedliche Sprachen, Geschichten, Ethnien und Kulturen?! Nur ein einziger Wunsch. Die „Glückseligkeit“ der Völker zu erfahren: «Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist» (vgl. Ps 33,12). Menschen, die einerseits ihre eigene Charakteristik haben, eine starke Identität, ihre eigene Geschichte und Kultur, sich aber gleichzeitig auch als Teil jenes Volkes sehen, das «der Herr sich zum Erbteil erwählt hat». Die Feier des Europatages hat die Gestalt dieses «Volkes des Herrn» skizziert.

Dazu gehören Menschen, die vor allem spüren, dass sie gemeinsam beten sollen und den Verantwortlichen der verschiedenen Kirchen damit auch die Möglichkeit geben, einander und den Gläubigen zu begegnen. Dazu gehören jene, die in ihren Städten bei konkreten Aktionen zusammenarbeiten möchten. Andere wiederum setzen vor allem auf Dialog und organisieren über Grenzen hinaus Versöhnungsbegegnungen zwischen ethnischen Gruppen, die oft aus historischen Gründen in Spannungen leben. Zu diesem Volk gehören Personen, die besonders sensibel für soziale Fragen sind und dies – auch die Politik einbeziehend – mit ihrem Einsatz in Krankenhäusern, unter Migranten, in Familien oder im Umgang mit Jugendlichen bezeugen. Manche fühlen sich in besonderer Weise von den kulturellen Herausforderungen angesprochen und organisieren Podien zum Dialog zwischen Ost- und Westeuropa oder versuchen, die Öffentlichkeit für gerechtere Wirtschaft und nukleare Abrüstung zu sensibilisieren. Es gibt auch jene, die Sichtbarkeit wichtig finden und Märsche organisieren, während andere Experten einladen, um zum Nachdenken anzuregen. Wie viele andere Beispiele könnten man noch anführen… Ist sie nicht schön und dynamisch, diese reiche Vielfalt eines «Volkes», in dem jeder aus dem je eigenen Charisma schöpft und die Früchte zum Wohle vieler teilt?

Auch die Presse nimmt diese Stimmen wahr.  Die Tageszeitung La Repubblica, Ausgabe von Rom, provoziert: «Wird Europa seiner Berufung treu bleiben, die darin besteht, Traditionen, Visionen und Religionen miteinander zu verbinden? Ja, wenn dies auf der Grundlage seiner christlichen Wurzeln geschieht, die zur Begegnung von Menschen, Gruppen, Ethnien und Völkern führen und das Positive jeder Kultur fördern. Das ist sein Beitrag für die gesamte Menschheit, eine Einheit in versöhnter Vielfalt zu erreichen, die sich gegenseitig bereichert». Vita Trentina, diözesane Wochenzeitschrift von Trient, schreibt: «Miteinander für Europa betont, dass die Zukunft Europas in einer Kultur des Miteinanders liegt». Die Cronaca di Palermo listet die starken, vor 1.600 Anwesenden erzählten Zeugnisse auf, wie Mitglieder verschiedener Kirchen das tägliche Leben ihrer Städte gemeinsam verändern. L‘Avvenire, katholische Tageszeitung, schreibt auf der Seite zu Mailand: «Aufnahmebereitschaft und Einheit in Vielfalt. Das ist Europa nach Ansicht der Christen.» In der Wochenzeitung der Diözese Padua liest man: «Padua nimmt die Dringlichkeit der europäischen Situation wahr und den Wunsch, das gesellschaftliche Geschehen mit dem christlich-religiösen Geist zu verbinden».

Das sind nur einige Blitzlichter der heutige Geschichte Europas. Die sechs Veranstaltungen in Österreich, die vier Abende in Wien mit politischen Vertretern, waren Ausdruck von einem «lebendigen Europa, das  seiner Berufung entsprechen will». In Deutschland, in mehreren Städten Frankreichs, in der «Europa-Kapelle» in Brüssel, in Prag, Klagenfurt und in Ljubljana wurde bezeugt, dass «alles aus dem Miteinander entsteht, wächst und erblüht!»

Danke, «Europatag», dass du Energien mobilisiert, die Potenziale unseres Kontinents deutlich gemacht und die Hoffnung im Blick auf die Zukunft neu belebt hast.

Ada Maria Guazzo, Ilona Toth

Um zu den Initiativen in den einzelnen Städten und Regionen zu gelangen, hier klicken>>

Europe Day 2019 Wien

Europe Day 2019 Wien

Sechs bedeutende Dialog-Begegnungen in Wien: Vier Abende, gefolgt von einer Abschlussveranstaltung am 11. April im HAUS DER EUROPÄISCHEN UNION und einem Ökumenischen Gebet für Europa am 5. Mai in der Evangelisch-Lutherischen Stadtpfarrkirche.

Die vier Abende im Einzelnen:

Erasmus – Europa bilden
CAFÉ CASPAR, Di 19. März 2019 / 18.30 bis 21.00 Uhr
Gastgeberin: Sabine Krammel, Fokolar – Bewegung
Impulse: Erasmus-StudentInnen, Evangelische Hochschulgemeinde
Referentin: Dr.in Andrea Schmölzer, Abt. EU Koordination BM BWF.
Moderator: Sekt.Chef Hon.-Prof Dr. Raoul Kneucker
Podiumsdiskussion mit geladenen EU ParlamentarierInnen

Video ansehen: Erasmus – Europa bilden>>

Heimat und Migration
RUMÄNISCH-ORTHODOXE KIRCHE
Do. 21. März 2019 / 19:00 Uhr
Gastgeber: Bischofsvikar Dr. Nicolae Dura; Grußwort des Rumänischen Botschafters
Impulse: Menschen mit Flucht – und Migrationserfahrung
Referentin: Prof. Dr. Regina Polak
Moderator: Altbischof Mag. Herwig Sturm
Podiumsdiskussion mit geladenen EU ParlamentarierInnen

Video ansehen: Heimat und Migranten>>

„Wort und Brot“ – die soziale Dimension
IMPULSCAFE CVJM Wien
Do. 28. März 2019 / 19:00 bis 21:00 Uhr
Gastgeber und Moderator: Sascha Becker, CVJM Wien
Impulse: Mitarbeiter des Impulscafé
Referent: Mag. Martin Schenk,Diakonie Österreich, Armutskonferenz
Podiumsdiskussion mit geladenen EU ParlamentarierInnen

Video ansehen: Wort und Brot – die soziale Dimension>>

Judentum in Europa heute – der neue und alte Antisemitismus”
JÜDISCHES INSTITUT FÜR ERWACHSENENBILDUNG
Mi. 27. März 2019 / 19:00 bis 21:00 Uhr
Gastgeberin und Moderatorin: Marie-Louise Weissenböck, Christen an der Seite Israels
Referent: Dr. Stephan Grigat.
Podiumsdiskussion mit geladenen EU ParlamentarierInnen

Video ansehen: Judentum in Europa heute – der neue und alte Antisemitismus>>

Siehe auch>>

Foto und Video der 4 Veranstaltungen: (©MfE Wien, Chiarina Marent)

 

 

Europe Day 2019 Straßburg

Europe Day 2019 Straßburg

In Straßburg Konferenz mit Gesprächsrunde und Ökumenisches Gebet für Europa 

Am 9. Mai im Studentenhaus – Konferenz und Diskussionsrunde

Am Donnerstag fand im Straßburger Studentenhaus – einem symbolträchtigen Ort, wie der Referent sehr bewegt bemerkte und daran erinnerte, dass Robert Schumann diese Orte regelmäßig besucht hat –ein Abendprogramm statt.

Zusammen mit der ACI (Unabhängige Katholische Aktion), mit «Terre Solidaire» (Komitee gegen Hunger und für Entwicklung), mit DECERE (Christen für Europe, moderiert von den Dominikanern), mit Pax Christi und mit der Fokolar-Bewegung haben wir diese abendliche Debatte organisiert. Rund 100 Personen hörten mit großem Interesse die Rede von François Brunagel zu, dem ehemaligen Protokollchef des Europäischen Parlaments, der mit klaren Worten über die Herausforderungen Europas sprach. Er zeigte auf, weshalb die Gründung Europas kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Wunder bezeichnet werden kann. Er sagte, dass jetzt eine neue Inspiration nötig sei, um Europa voranzubringen und seine wichtigsten Merkmale zu fördern: Frieden, Wohlstand, Achtung der Menschenrechte.

Dann folgten zwei Zeugnisse: das erste von einem jungen Mann, der vom Erasmus-Programm profitiert hat; das zweite von einer jungen Frau aus Kamerun, Asylantin, mit positiven und negativen Erfahrungen, die die Vorteile und Grenzen Europas aufzeigten. Im anschließenden Podiumsgespräch klärten sich viele Punkte und es wurde verständlicher, was Europa erreichen kann und was nicht in seiner Kompetenz liegt, da es sich um nationale Aufgaben der einzelnen Länder handelt. Das Gespräch wurde von der Direktorin des Rundfunks der elsässischen Kirchen moderiert und hätte noch viel länger weitergehen können.

Am 10. Mai im «Temple Neuf» – Ökumenisches Gebet für Europa

Am darauffolgenden Tag fanden sich im «Temple Neuf» (Neuer Tempel), der evangelischen Kirche im Zentrum Straßburgs, etwa 200 Personen zu einem Gebets ein um ihr Engagement für Europa zu bekräftigen.

Dieses ökumenische Gebet findet jeden Freitag statt. Der aktuelle Anlass wurde durch Fürbitten für Europa und zwei Kommentare über die Seligpreisung der Feindesliebe bereichert. Die Feindesliebe war in der Tat ausschlaggebend bei der Gründung der Europäischen Union nach dem Zweiten Weltkrieg, die 70 Jahre Frieden ermöglicht hat und die nach wie vor unverzichtbar ist, wenn wir ein «christliches Europa» wollen.

Ein starker Moment war das Gebet des Volkes. Die Anwesenden haben einen goldenen Stern erhalten, und in Gruppen von zwei bis drei Personen haben sie einen Wunsch geschrieben, eine Bitte an Europa. Die Sterne wurden auf den Altar gelegt, der von einem blauen Tuch bedeckt war, das die europäische Flagge darstellte und an einen Sternenhimmel erinnerte. Der Segen wurde in ihrer jeweiligen Sprache von sieben Personen aus Polen, Zypern, Frankreich, Deutschland, Italien, England und dem Elsass gesprochen.

Es folgte ein Empfang mit Käse und Weinen aus den Ländern der Europäischen Union, geschmückt mit Fähnchen der jeweiligen Länder. Vertreter von Bewegungen und kirchlichen Vereinigungen waren erfreut, sich besser kennengelernt und gemeinsam mehr Sichtbarkeit gewonnen zu haben. Es wurde ein dynamischer Prozess in Gang gesetzt, der sicherlich eine Fortsetzung haben wird.

Das Team von Miteinander für Europa in Straßburg

©Foto: Studentenhaus_Michel Batt; Temple Neuf_Olivier Benoît

Europe Day 2019 Toulouse

Europe Day 2019 Toulouse

Am 11. Mai 2019 fanden sich in Toulouse 60 Teilnehmer im Geiste von Miteinander für Europa ein, anwesend auch Gérard Testard vom europäischen Leitungskomitee und zwei Mitglieder des nationalen Komitees. Neben den Vertretern der Bewegungen kamen auch andere am Thema «Europa» Interessierte.

Gérard Testard hielt ein aufschlussreiches Referat, in dem er die Bedeutung Europas hervorhob und den Einfluss europäischer Entscheidungen auf unser tägliches Leben. Er unterstrich den Beitrag, den Christen zur Zukunft des Kontinents geben können, mit Werten wie Einheit, Gemeinwohl, Solidarität, Kooperation. Er sprach auch über die Aufgabe Europas in der Welt. Der anschließende Austausch gab zusätzliche Klarheit.

Am Ende haben wir das Bündnis der gegenseitigen Liebe geschlossen und ein Gebet für Europa vorgelesen, das Gérard Testard verfasst hat (siehe weiter unten).

Wir erlebten einen schönen Moment der gemeinsam gelebten Geschwisterlichkeit. Jemand sagte: «Ich wollte nicht zur Europawahl gehen, aber nach dieser Rede habe ich meine Meinung geändert»; «Ich war sehr berührt und angesprochen vom Bündnis der gegenseitigen Liebe als Grundlage, um Christus im Europa von heute zu bezeugen.»

Die Gruppe von Miteinander für Europa in Toulouse

Zum Herunterladen: Gebet von Gérard Testard (französisch)

Prière Pour L'Europe - G Testard (268.0 KB, 13 downloads)
Europe Day 2019 Roma

Europe Day 2019 Roma

Auch Rom hat den Europatag feierlich begangen

Die römische Gruppe von Miteinander für Europa (in der 13 Bewegungen aktiv sind *) hat die Anregung von Prag beim Treffen des Trägerkreises im November letzten Jahres aufgenommen und vom 25. März bis 9. Mai zu verschieden Feiern und Gebete für unseren Kontinent eingeladen. In den dazu aufgesuchten fünf Basiliken sind die jeweiligen Gemeinden mit einbezogen worden.

Es wurde dann beschlossen, die Gedenkveranstaltung des Europafestes in mehreren Etappen durch Initiativen vorzubereiten, die sich auf einige der in Stuttgart 2007 formulierten «7 Ja» beziehen.  Um das «Ja zum Leben und zur Familie» zu präsentieren, hat man sich ins Programm des «Villaggio per la Terra» in der Villa Borghese aufnehmen lassen. Der Beitrag bestand aus einem Impuls von Gianluigi de Palo (nationaler Präsident des Forum für Familienvereinigungen) über «Je stärker die Familie, desto stärker Europa» mit der Moderation von Alessandra Balsamo (Präsidentin des Forum für Familienvereinigungen Lazio) und dem Bericht von Vincent Bassi (Vize-Präsident FAFCE), der reich an persönlichen Erfahrungen war. Um das «Ja zur Schöpfung» zu bekräftigen, unterstützen wir die Konferenz, die am Morgen des 8. Mai vom Verband «La Civiltà dell’Amore» über das Thema «Nuklearer Frieden und ökologische Herausforderungen» im Vatikan stattfand.

Am Nachmittag desselben Tages begann die zentrale Veranstaltung im Saal «Spazio Europa» (Raum Europas), der vom Büro des Europäischen Parlaments in Italien und der Vertretung der Europäischen Kommission verwaltet wird. Dort fand ein kulturelles Treffen mit dem Titel «Im Geist der Gründerväter, eine neue Wirtschaft für Europa», mit der Anwesenheit von Prof. Leonardo Becchetti (Professor für Politische Ökonomie an der Tor Vergata Universität in Rom) statt. Es folgte eine rege Debatte. Die Konferenz wurde als von hohem wissenschaftlichem Inhalt und von großem Interesse für alle 100 Teilnehmer definiert, die die große «didaktische» Leidenschaft des Referenten sehr geschätzt haben: Mehr als eine Lektion über nachhaltige Wirtschaft, ging es um eine tiefe Reflexion, reich an originellen und klärenden Anregungen.

Nach dem kulturellen Treffen zogen wir in die schöne Basilika der XII Apostel zu einem ökumenisches Gebet für Europa. Es stand unter dem Bibelwort «…jeder hörte sie in seiner Sprache reden» (Apg 2,6).

Vor etwa 400 Anwesenden wechselten sich am Altar zur Bibellesung und zu kurzen Betrachtungen der Franziskaner Bruder Agnello, Gabriela Lio (Baptistin, Predigerin), Luca Maria Negro (Präsident des FCEI), Pater Federico Lombardi (Jesuit, ehem. Pressesprecher des Vatikans), Archimandrit Simeon Katsinas (orthodoxes Patriarchat von Konstantinopel), der Weihbischof von Rom, Generalsekretär des römischen Vikariats Gianrico Ruzza, Pater Gheorghe Militaru (Vertretung des Bischofs Siluan, des rumänisch-orthodoxen Patriarchats).

Interessant und von wichtigem Inhalt waren alle Beiträge, wie die Analyse des heutigen Europas seitens Enzo Romeo, Journalist; die Präsentation der «Mütter Europas», begleitet von bedeutenden Zitaten; das Zeugnis der 20 jährigen Rola aus Homs (Syrien), die dank der humanitären Korridore nach Rom kommen konnte. Die Teilnahme von Vertretern verschiedener Kirchen wurde besonders geschätzt, da sie der Veranstaltung eine ökumenischen Dimension gab, die mit Fakten zeigte, dass die gegenseitige Liebe stärker ist als die Unterschiede.

Einen wichtigen und sehr harmonischen Beitrag gab auch der Chor, der sich zu diesem Anlass als solcher gebildet hatte und aus 28 Personen aus 5 Bewegungen bestand.

Die Gruppe Miteinander für Europa, Rom

(©Foto: Elena Coppola / Maurizio Sabbatucci)

 

Europe Day 2019 Paris

Europe Day 2019 Paris

Die verschiedenen Initiativen von Miteinander in Paris

Am 2. April trafen wir uns für einen Moment des ökumenischen Gebets in der schönen Kapelle der Diakonissen von Reuilly in Paris, Gebet das organisiert und geleitet wurde von der Gruppe Miteinander für Europa (MfE ) und der Gemeinschaft vor Ort.

«Allen einen guten Abend und vielen Dank, dass ihr gekommen seid. Es fehlen nur noch wenige Tage bis zu den Europawahlen und wir wollen Gott alle Diskussionen anbefehlen, die Gedanken, die unseren Geist und unser Herz bedrängen. Und wir wollen gemeinsam für Europa beten.»  So haben wir uns gegenseitig begrüsst.

Nach einer Vorstellung der Initiative MfE folgten Lieder, Meditationen, Zeiten der Stille. Den Höhepunkt des Abends erlebten wir – nach einer Meditation über die «7 JA» aus der Botschaft von Stuttgart 2007 –, als jeder ein Gebet schreiben, es allen vorlesen und es dann auf einer Europakarte anheften konnte. Unser Gebet wurde dann noch ausgeweitet auf die ganze Welt, insbesondere auf Afrika, mit Hilfe eines Sängers, der viele Jahre auf diesem Kontinent gelebt hat. Am Ende des Abends war es nicht leicht, wieder auseinander zu gehen, so tief war die Beziehungen der Einheit geworden.

Am 4. Mai waren wir wie im vergangenen Jahr auf dem Rathausplatz von Paris versammelt, um Europa zu feiern. Mit 40 weiteren Organisationen, die für Europa aktiv sind, hatten wir einen Stand im «Village Européen» (Europadorf) aufgebaut. Es war der Anlass für viele Kontakte mit Menschen von Paris und europäischen Passanten. In diesem Jahr haben wir unsere Präsentation auf die «7 JA» ausgerichtet. Verschiedene Personen haben uns bestätigt, wie sehr diese ihren Erwartungen entsprächen.

Am 14. Mai hat die «Gemeinschaft Emmanuel» in einer schönen Kirche in Longjumeau, in der Region Paris, zu einem Gebet für Europa eingeladen. Nach der Präsentation von MfE gab es schöne Loblieder mit vielen Fürbitten für Europa, auf der Grundlage der «7 JA», die als Meditation vorgeschlagen wurden.

Die Eindrücke und Rückmeldungen nach dem Abend haben uns gezeigt, dass dieser Moment des Gebets am Vorabend der europäischen Wahlen wichtig und notwendig war, um alles dem Heiligen Geist anzuvertrauen.

Die Gruppe MfE in Paris

 

 

Europe Day 2019 Trento

Europe Day 2019 Trento

Der Text ist vorerst nur auf Italienisch verfügbar.

Foto: © Barbara Passalacqua / Nino Carella

Europe Day 2019 Kärnten

Europe Day 2019 Kärnten

Europahaus Klagenfurt, 3. Mai 2019: Gemeinsam feiern, was uns durch die Vielfalt der Völker in Europa geschenkt ist.

Um den Flyer der Veranstaltung zu sehen, hier klicken>>

Eine Teilnehmerin am Ende der Begegnung: „Ich bin tief bewegt von der heutigen Veranstaltung! Der Geist Gottes war so spürbar, die Beiträge waren durchwegs tiefgründig und intellektuell anspruchsvoll, Einheit über die christlichen Konfessionen, Einheit über die Generationen, Einheit zwischen den Nationen, alle JA starke Zeugnisse, bodenständig und Europabezug durch den Europahaus-Präsidenten, berührende Begegnungen, wunderbare Dekoration, schöner Lobpreis, reiches Buffet, für Leib Seele und Geist ein reiches Angebot!“

Das Team von Miteinander für Europa, Kärtnen

Fotos: ©Angela Rosenzopf-Schurian/Gudrun Kattnig

MfE 3.5.2019 a Klagenfurt_Videoclip von Gudrun Kattnig

 

 

Europe Day 2019 Selbitz

Europe Day 2019 Selbitz

Das war ein stimmungsvoller 9. Mai in Selbitz!

Wir haben in einem Abendgebet um 21 Uhr für eine gute Stunde Europa ins Gebet genommen. Ausgehend der Rede von Hermann van Rompuy, die er 2012 gehalten hat, als die EU den Friedensnobelpreis bekommen hat, haben wir in nach einem Anbetungsteil für Vieles gedankt, was Europa ausmacht. Anschließend haben wir die Herausforderungen ins Gebet genommen – und in einem dritten Teil über allen Ländern Europas den Namen Jesu ausgerufen; jedes Land wurde genannt – und für jedes der 47 Länder in Europa haben wir im Altarraum eine Kerze angezündet. Dies zusammengenommen mit Gebet und Liedern war ein ausgesprochen stimmungsvolles Gebet!

Sr. Nicole Grochowina, Communität Christusbruderschaft Selbitz

Foto: Sr. Nicole Grochowina

Europe Day 2019 Schweiz

Europe Day 2019 Schweiz

Wir erlebten am Donnerstagabend, 9.Mai mit 22 Christen und Christinnen aus dem Raum Zürich einen tiefen, eindrücklichen Abend des Gebetes für Europa und alle seine Nationen.

Es waren Freunde da aus der Heilsarmee, aus Schönstatt, der Erneuerung aus dem Geist Gottes, aus dem Nidelbad, dem Stadtkloster Philadelfia, aus dem Landeskirchenforum und der Fokolar-Bewegung. Unsere Geschwister aus Osteuropa sind nun tiefer in unseren Gebeten und Gedanken, haben wir sie doch durch ihre konkreten Gebetsanliegen besser kennengelernt.

Wir freuen uns alle auf die Möglichkeit, vielleicht im nächsten November am Trägerkreistreffen in Ottmaring teilzunehmen und diese 20 Jahre Miteinander für Europa zu feiern und uns neu entflammen zu lassen.

die Züricher Gruppe MfE

 

Europe Day 2019 Esslingen

Europe Day 2019 Esslingen

Bei der Veranstaltung in Esslingen am 3. Mai kamen bereits zum vorgelagerten Gebet ca. 80 Personen, darunter der evangelische und katholische Dekan, 3 Pastoren der Freikirchen und Leitende Referentin des CVJM Esslingen. Das Gebet in seiner schlichten Form hat viele berührt. Im zweiten Teil war es vor allem Jeff Fountain, der mit einer sehr dynamischen Rede die Leute mitgenommen hat und die tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben für Europa zum Ausdruck gebracht hat (s. Text zum Herunterladen).

Das Referat der Vizepräsidentin des EU Parlaments, Evelyne Gebhardt und die anschließende Podiumsdiskussion mit Politikern war ansprechend und führte direkt zu einem weiteren Gestaltungselement: „Meet the speaker“. Die Teilnehmer blieben bei französischem Wein und italienischer Pizza etc. noch sehr lange im engagierten Gespräch mit den Politiker, ein deutliches Zeichen für die Atmosphäre dieses Abends.

Gerhard Pross

Fotos: ©Kai Gruenhaupt

MfE 3Mai2019 Jeff Fountain Gekürzte Fassung (20.7 KB, 12 downloads)
TfE 3Mai2019 Jeff Fountain Talk Esslingen EN (24.0 KB, 14 downloads)
Gebet für Europa in der Schweiz

Gebet für Europa in der Schweiz

Die Gruppe «Miteinander für Zürich» lädt alle ein: Donnerstag, 9. Mai, um 19.00 zum Abschluss des Gebetsweges in Zürich, in der Französischen Kirche. Wir beten  für die Länder des europäischen Kontinents, für Europa (siehe Flyer unten). Möge unser Gebet Türen und Seelen öffnen und Europa bewegen!

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diesen Weg geht, andere dazu anregt und wir uns am 9. Mai zum gemeinsamen Gebet treffen und dabei die Möglichkeit haben, auszutauschen und einander zu ermutigen!

Hier den Flyer herunterladen:  

Flyer Zürich 9 Mai 2019 (79.7 KB, 18 downloads)

Elisabeth Reusser

Prag: Welche Vision für das Europa der Zukunft?

Prag: Welche Vision für das Europa der Zukunft?

In Prag, im Herzen Europas, organisieren Bewegungen und Gemeinschaften verschiedener Kirchen anlässlich des Europatages Gebete für Europa, gefolgt von einem Podiumsgespräch mit Vertretern aus der Politik. Das Thema: „Welche Vision für das Europa der Zukunft?“

V Praze, v srdci Evropy, u příležitosti Dne pro Evropu, pořádají křesťanská hnutí a společenství z různých církví modlitby za Evropu, na které bude navazovat panelová diskuze se zástupci politického života.

Poster herunterladen (in tschechisch)

SPE Praha 8.5.2019 (645.2 KB, 19 downloads)

Siehe auch Facebook>>

Städte Frankreichs begehen den Europatag

Städte Frankreichs begehen den Europatag

Hier die verschiedenen Veranstaltungen

TOULOUSE

Einige Bewegungen, die sich regelmäßig treffen, werden am 11. Mai 2019 eine offene Begegnung organisieren, um die Ziele von Miteinander für Europa gemeinsam zu vertiefen.

LYON

Nach einer Umfrage in den Strassen von Lyon, plant das örtliche Komitee für den 11. Mai 2019 einen Abend zu den drei Themen, die am stärksten benannt wurden: «Frieden, Kultur, Wirtschaft». Anschließend sammelt man sich zum Gebet für Europa und die bevorstehenden Wahlen.

STRAßBURG  

  • 9. Mai 2019, im Studentenhaus: Konferenz über Europa mit François Brunagel, ehemaliger Vorsitzender des Europaparlamentes, und mit Zeugnissen einer Immigrantin aus dem Kamerun sowie einem Studenten aus dem Erasmus-Programm. Das anschließende Podium wird von der Moderatorin des Radiosenders der lokalen Kirchen geleitet;
  • 10. Mai 2019, in einer evangelischen Kirche: ökumenisches Gebet für Europa, mit den Vertretern von vier Kirchen und mit anschließendem Beisammensein zu Käse und Wein aus verschiedenen europäischen Ländern;

Zu diesen Veranstaltungen wird an den Gottesdienstorten der verschiedenen Kirchen der Region sowie in den Universitäten und öffentlichen Einrichtungen gemeinsam eingeladen, indem die Flyer persönlich verteilt werden. 

PARIS

  • Am 2. April 2019 haben sich zirka 60 Personen in der Kapelle der protestantischen Diakonissen der «Maison d’unité» (Haus der Einheit) zu einem ökumenischen Gebet versammelt, das von verschiedenen Gemeinschaften organisiert wurde. Die «7 Ja» waren die Grundlage der Gesprächsgruppen und der Fürbitten.
  • Am 4. Mai 2019 ist auf dem Rathausplatz im Rahmen des «Village Européen» (Europäisches Dorf) ein Stand vorgesehen, der anlässlich des Europafestes vom Europahaus und der Gemeinde von Paris organisiert wird.
  • 14. Mai 2019, 20.30 Uhr: Gebetsabend für Europa in der Kirche von Longjumeau, einem Vorort von Paris, der von der Fokolar-Bewegung und der Gemeinschaft Emmanuel organisiert wird.

LONGJUMEAU 

Dienstag, 14. Mai 20.30 Uhr Gebet für Europa

Einladungen / Poster zu den verschiedenen Events zum herunterladen (französisch) 

Invitation 11 Mai 2019 Toulouse (75.0 KB, 21 downloads)
Affiche Strasbourg Mai 2019 (857.0 KB, 20 downloads)
Invitation 2 Avril 2019 Paris (177.4 KB, 22 downloads)
Affiche Lyon Mai 2019 (209.5 KB, 20 downloads)
Invitation Longjumeau 14 Mai 2019 (639.8 KB, 14 downloads)
Und was passiert in Rom?

Und was passiert in Rom?

Die Gruppe der Bewegungen und Gemeinschaften von Rom hat die Einladung gerne angenommen, sich gemeinsam am sechswöchigen «Gebetsweg für Europa», vom 25. März bis zum 9. Mai, zu beteiligen.  Die Gemeinden von 5 bedeutenden Basiliken, die mit den Schutzpatronen Europas verbunden sind, wurden mit einbezogen. Einmal in der Woche werden dort reihum die Gebete für Europa stattfinden, mit der Beteiligung der im Miteinander für Europa engagierten Bewegungen.

Zudem werden in verschiedenen Initiativen einige unserer 7 JA vertieft:

  • Beitrag von Gigi De Palo über «Familie» und Austausch mit Hochschülern, am 28. April 2019, 15.30 Uhr, im Begegnungszelt auf dem Hypodrom Villa Borghese, im Kontext des «Villaggio per la terra», www.villaggioperlaterra.it;
  • Fortbildungstagung zum Thema «Nuklearer Frieden und Umweltfragen» in Europa, aus christlicher Sicht, am 8. Mai 2019, 09.00-16.00 Uhr im Institut Maria SS. Bambina – Vatikanstadt, www.nuclearforpeace.org.

Am Vorabend des Europatages, 8. Mai 2019:

  • 16.30 Uhr – «Europa Platz» (eingerichtet vom italienischen Büro des Europaparlaments und von der Kommissionsvertretung in Italien): kulturelle Begegnung «im Geiste der Gründerväter einer neuen Wirtschaft für Europa», mit Prof. Leonardo Becchetti (Dozent für Volkswirtschaft an der Universität Tor Vergata), mit anschließender Debatte;
  • 18.30 Uhr in der Basilika der 12 Apostel (Piazza SS. Apostoli), ökumenisches Abendgebet für Europa, unter dem Motto: «…jeder hörte sie in seiner Sprache reden.» (Apg 2,6)

Flyer Vorabend des Europatages, 8. Mai 2019 (italienisch) 

Volantino 8 Maggio 2019 Roma (228.1 KB)
Slowenien bereitet sich vor

Slowenien bereitet sich vor

Beim Treffen im Februar diesen Jahres, bei dem fast alle slowenischen Bewegungen und Gemeinschaften von Miteinander für Europa anwesend waren, haben wir die in Prag entstandene Idee ernst genommen, den 9. Mai 2019 als einen Event zu gestalten, der im slowenischen Volk einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen soll. Wir möchten die Werte von Miteinander für Europa präsentieren.

Zudem werden wir uns am 3. Mai zahlreich nach Klagenfurt/Kärnten in Österreich begeben, um auch mit unseren Nachbarn den Europatag zu feiern.

Am 4. Mai werden wir hingegen in Brezje, dem bekanntesten marianischen Wallfahrtsort Slowenien sein, wo Erzbischof Stanislav Zore die Messe feiern und wir gemeinsam um die Einheit in Europa beten werden. Gleich danach ist eine Begegnung der Bewegungen und Gemeinschaften geplant; es wird eine schöne Gelegenheit sein, die Freundschaft, die uns schon lange eint, zu vertiefen.

Um das Projekt „Europatag“ in ganz Slowenien bekannt zu machen, wollen wir alle möglichen Kommunikationsmedien nutzen. Bei allen Treffen werden wir auch dieses Jahr verschiedene Persönlichkeiten einladen und auch die Presse, zu der bereits gute Beziehungen entstanden sind.

Ein weiterer Aspekt unseres Engagements ist der Gebetsweg vom 25. März bis 9. Mai, der an vielen Orten in Europa unternommen wird und dem wir uns anschließen.  Zudem haben wir beschlossen, auch für die Versöhnung in Slowenien selbst konkrete Schritte zu tun.

Marianna und Pavel Snoj, im Namen des slowenischen Teams von Miteinander für Europa

 

Kärnten, ein Knotenpunkt von Völkern

Kärnten, ein Knotenpunkt von Völkern

Wir sind in Kärnten eine Gruppe von Christen aus verschiedenen Kirchen und Bewegungen und haben im Gebet und Austausch überlegt wie wir unseren „Europatag 2019“ feiern könnten.

Durch den Kontakt zum Europahaus Klagenfurt haben wir einen passenden Ort dafür gefunden. So hat unser Plan „Europatag“ Gestalt angenommen.

Der Hauptvortrag hat das Thema „Europa ohne Christus?“ Mit der Präsentation unserer 7 JA möchten wir Gedanken anregen, wie wir ein zukunftsfähiges Europa gestalten können.

Wir leben hier in Kärnten an einer Schnittstelle Europas, in der drei Völkerfamilien zu Hause sind. Es siedeln hier seit Jahrhunderten Romanen, Slawen und Germanen. Deshalb haben wir Gäste aus Laibach und Triest sowie aus Graz eingeladen, um miteinander Erfahrungen auszutauschen und einander zu begegnen.

Am 3. Mai 2019 haben wir die Möglichkeit, Zusammengehörigkeit, Verbundenheit und 70 Jahre weitgehend Frieden zu feiern. Gemeinsam können wir darüber nachdenken, was uns durch die Vielfalt der Völker in Europa geschenkt ist.

Mit unserem „Europatag“ möchten wir dafür danken und unserer Hoffnung auf eine friedliche Zukunft Ausdruck verleihen.

Manfred und Fini Wieser, Regionalgruppe Miteinander für Europa, Kärtnen 

Hier die Einladung herunterladen:
KLAGENFURT Europa Einheit In Vielfalt - Flyer_2019 (1.4 MB)
Mit dem Blick nach vorn

Mit dem Blick nach vorn

Im Jahr 2019 finden Ende Mai die Direktwahlen zum Europäischen Parlament statt. Zwei Wochen davor, am 9. Mai, feiern wir den „Europatag“. Wenn wir gemeinsam unseren Beitrag zum Aufbau eines lebendigen und zukunftsträchtigen  Europa geben wollen, gilt es, sich in den verschiedenen Ländern und Städten rechtzeitig auf den Weg zu machen.

Es scheint, dass Miteinander für Europa noch nie so aktuell war wie heute, in einer Zeit, in der Europa zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen hat. Wir sind überzeugt, dass Gott dieses Netzwerk nicht ohne Grund ins Leben gerufen hat.

Europa beschäftigt viele. Es ist in aller Munde. Doch wie wird es uns gelingen, uns als Christen in die Gestaltung dieses Europas einzubringen? Wir wissen,  dass wir angesichts der großen Herausforderungen nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben. Doch gerade kleine, aber kreative und motivierte Minderheiten können Entscheidendes bewirken und zur Veränderung in einem Land und in einem Kontinent beitragen. Deshalb wird es darauf ankommen, dass wir das, was uns geschenkt ist, unser Charisma, noch mehr einbringen und zur Entfaltung kommen lassen: Unsere Berufung zur Einheit, unsere Kultur des Miteinanders ist heute wichtiger denn je.

Der 9. Mai – Europatag

Beim europäischen Trägerkreis 2017 in Wien wurde der Vorschlag von Jeff Fountain (Niederlande) und der italienischen Gruppe, den am 9. Mai gefeierten „Europatag“ mit Leben zu füllen, von vielen mit Interesse aufgenommen. In diesem Jahr ist hier und dort schon manches in Bewegung gekommen.

Im Blick auf 2019 scheint es wichtig, dass wir diesen Termin bereits jetzt in unsere Jahresplanung aufnehmen. Es gilt, uns vor Ort als Bewegungen und Gemeinschaften zusammen zu tun und die Chance dieses Tages auszuloten.

Dabei kann es hilfreich sein, auch andere Initiativen einzubeziehen, die sich für ein Miteinander in Europa einsetzen. Die Europawahlen werden zwei Wochen später stattfinden, sodass man mit öffentlichem Rückenwind und entsprechenden Gestaltungsideen rechnen kann. Der 9. Mai 2019 hat somit ein gesteigertes Bedeutungspotenzial: Er soll ein Tag der Freude, des Feierns, des Engagements und des Gebetes sein! Diverse Impulse dazu> stehen bereits online zur Verfügung.

Europa braucht unser Gebet.

Wir sehen unseren Beitrag für Europa auch im Gebet. Nach unseren Initiativen am Vorabend des 60. Jahrestages der «Römischen Verträge» am 24. März 2017 wurde deutlich, welche verändernde Kraft es entfaltet hat. Vertrauen wir darauf, dass sich im Himmel und auf der Erde vieles bewegen wird, wenn wir gemeinsam für unseren Kontinent beten.

Gerhard Proß, Diego Goller, P. Heinrich Walter

Siehe auch: Bringen Sie ihre Stadt in Bewegung>

Foto: ©Ursel Haaf – www.urselhaaf.de

Junge Menschen lieben das Konkrete

Junge Menschen lieben das Konkrete

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag seht ihr etwa von Seiten der Kirchen und der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Sicher hat Europa eine Zukunft! Und darin spielen die Gemeinschaften und die Kirchen einzeln und gemeinsam eine wichtige Rolle, indem sie die Zivilgesellschaft stärken. Diese wird die künftigen führenden Politiker hervorbringen und in der Zwischenzeit stärkt und fördert sie das bürgerliche Engagement. „Der grösste Schaden wird von jenen Millionen von Menschen verursacht, die einfach ‚überleben‘ wollen.“  Deshalb sind die Gemeinschaften von Bedeutung, denn sie leben und entwickeln ihre je eigenen Gaben (wie etwa Ordnung, Freiheit, Gehorsam, Verantwortung, Gleichheit, Hierarchie, Achtung, Berichtigung, Privateigentum, Kollektiveigentum, Wahrheit usw.) und machen darauf aufmerksam.

Am 9. Mai feiern wir den „Europatag“. Was löst dieses Datum in euch aus? Wie würdet ihr euch wünschen, dass die Europäer diesen Tag feiern?

Die Wahl des Datums wie auch die Initiative selbst ist gut und notwendig. Die Frage stellt sich über das „Wie“. Man müsste einen Europatag konzipieren in dem – neben den interdisziplinären Konferenzen der verschiedenen wissenschaftlichen Bereiche – auch die ganze Gesellschaft einbezogen werden könnte. Keine offiziellen Festivitäten, sondern beispielsweise „Massenkundgebungen“, ähnlich dem Projekt mit den Kulturhauptstädten. Die Erfahrung zeigt, dass es immer die Politik ist, die offizielle Feierlichkeiten organisiert. Aber diese Nutzung zu eigenen Zwecken hält  die Menschen von solchen offiziellen Anlässen fern.

Wenn du Präsident/in der Europäischen Kommission wärst (d.h. wenn du eine verantwortliche Funktion mit Entscheidungsbefugnissen innehättest), welche Prioritäten, um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern, stünden in der Agenda?

Keine Uniformität anstreben, sondern vielmehr auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der Identität und der Solidarität die Integration fördern, stärken und beschleunigen. Es liegt auf der Hand, dass dieses schwache föderative System nicht funktioniert. Ein Beispiel sind die USA, wo man vergeblich eine gemeinsame Sprache spricht und man freiere Foren durch zentralistische verdrängt hat. Internationale Projekte wie etwa ERASMUS weiterführen und auf Forscher und Dozenten an Universitäten erweitern, aber mit der Zeit auch auf Erzieher und Lehrer der unteren Stufen. Unabhängig von der Studienrichtung müsste für alle Studierenden ein obligatorischer Semesteraufenthalt im Ausland eingeführt werden. Interuniversitäre Kurse zwischen benachbarten Ländern müssten regelmässig stattfinden (z.B. in Form von Sommer-Universitäten).

Wie seht ihr Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Europa steht vor zwei wesentliche Herausforderungen. 1. Die Frage der Einheit: Wenn es Europa nicht gelingt die Einheit zu festigen und ihr Ausdruck zu verleihen, wird es an Gewicht einbüssen (siehe 2. Herausforderung). 2. Die Korruption: Jeder auch noch so kleine wirtschaftliche, moralische oder sexuelle Missbrauch kann der internationalen Gemeinschaft grossen Schaden zufügen, unabhängig davon, ob von einer öffentlichen oder privaten Instanz verübt. Dies kann nur und vor allem durch eine beständige und gemeinsame Gewissensprüfung (Reflexion) verhindert werden.

Es scheint, dass junge Menschen sich wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen. Ist das so?

Junge Menschen lieben das Konkrete. Nicht-Greifbares interessiert sie nicht. Man müsste z.B. die Anzahl der Studenten im ERASMUS-Programm erhöhen und mehr in Auslandstudienprogramme investieren, damit sich die Jugend besser kennenlernen kann. Zudem bräuchte es konkrete europäische Ziele, an die sie glauben und wofür sie sich begeistern könnten.

Wie denkt ihr über die populistischen Tendenzen? Könnte es in einem MITEINANDER nicht besser gehen? Aber wie?

Erstens sind sie die Konsequenz der letzten Wirtschaftskrise; zweitens auch der verschiedenen bewaffneten Konflikte und Auseinandersetzungen (beispielsweise durch fremde Einmischungen); drittens sind sie durch den Nationalismus verursacht, der eine Frucht der oben erwähnten Realität ist; eines Nationalismus der nicht durch die Europäische Union repräsentiert ist, aber von den Populisten benutzt wird. Zudem haben die Wähler keinen Bezug zu den europäischen Politikern, sondern sehen und kennen nur die Politiker des eigenen Landes. Diese sind direkt verantwortlich dafür, wie die ursprünglichen Berichte von Bruxelles dem eigenen Land vermittelt werden; die Bevölkerung glaubt dann ihnen.

Auf jeden Fall müssen wir lernen miteinander vorwärts zu gehen. Wie? Siehe dazu die obigen Antworten. Der erste Schritt könnte der Wunsch sein, persönlich zu handeln und dann auch gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, aus der Erkenntnis der Effizienz und der Rolle des Miteinanders heraus.

Zsófia Bárány, PhD, und Szabolcs Somorjai, PhD, Ungarn, Universitätsassistenten im Bereich Gesellschaft, Wirtschaft in der Neuzeit, Politik und Kirchengeschichte.

 

 

 

 

 

 

Bei uns selbst beginnen

Bei uns selbst beginnen

Wie siehst du Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Als einen Kontinent, über den viel geredet wir und der sich als den Nabel der Welt hält. Ist das nicht sehr egoistisch? Es gibt nicht nur die Probleme Europas!

Der 9. Mai ist Europatag: Wie würdest du dir wünschen, dass die Europäer diesen Tag feiern?

Indem wir das hervorheben, was wir als Europa gemeinsam haben.

Es scheint, dass sich junge Menschen wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen. Ist das so?

Ich denke, dass dies bei jeder Person verschieden ist. Auch ich könnte mich mehr dafür interessieren. Mir scheint aber, dass sich die meisten Jugendlichen doch interessieren, etwa jene, die studieren oder in die Arbeitswelt einsteigen, denn sie erhoffen sich eine gute Zukunft für ihre Kinder. Europa ist unser Haus und sie hoffen, dass es auch in Zukunft Bestand hat. Aber manchmal schwindet das Interesse an der Politik, weil an den Schalthebeln der Macht Menschen sitzen, die sich nicht gut benehmen.

Wie denkst du über die populistischen Tendenzen? Könnte es in einem ‚Miteinander‘ nicht besser gehen? Aber wie?

Populismus gefällt mir ganz und gar nicht. All‘ diese Versprechungen vor den Wahlen – und dann… Wie können wir noch glauben? Und wem? Es gefällt mir nicht, dass diese Leute an der Macht sind, aber ich wüsste nicht, wie man dies ändern könnte und der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Wir müssen aber auch das Positive sehen. Die Menschen wollen eine Veränderung. Es kann in Zukunft eine Besserung geben. Wie immer, müssen wir aber bei uns selbst beginnen. Nicht in der Kritik verharren, sondern unser Bestes geben, unserem Nächsten, unserer Familie, unseren Freunden.

Maria Kilbergrova, Tschechische Republik

Die Freude Europäer zu sein

Die Freude Europäer zu sein

Es scheint, dass sich junge Menschen wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen.  Ist das so?

Meiner Meinung nach stimmt das nicht. Es gibt viele, die sich interessieren, aber man sieht sie nicht immer. Sichtbar sind vor allem jene, die die europäische Einheit nicht wollen. Dies müsste eine Herausforderung sein für alle Pro-Europäer, die für ein vereintes Europa eintreten.

Wie siehst du Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Europa muss ein großes Beispiel an Demokratie geben, an Einheit und an  Zusammenarbeit. Es muss zeigen, dass die Demokratie eine bessere Lebensgrundlage ist.

Am 9. Mai feiern wir den „Europatag“. Was empfindest du bei diesem Datum? Wie würdest du dir wünschen, dass die Europäer diesen Tag begehen?

Für mich ist es ein wichtiges Datum. Es wäre ein Tag, an dem alle die Tatsache feiern könnten, dass wir in Frieden leben können, zumindest in weiten Teilen Europas. Vermutlich werden nicht ihn nicht alle öffentlich feiern, aber jeder sollte auf seine Weise der Freude Ausdruck verleihen, dass er ein Bürger Europas ist.

Wenn du Präsident der Europäischen Kommission wärst, also Entscheidungsbefugnis hättest, welche Prioritäten würden in deiner Agenda stehen um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern? 

In erster Linie würde ich allen sagen, dass wir vor dem Gesetz gleich sind und als Bürger der Europäischen Union die gleichen Rechte haben. In den Ländern, die der EU erst seit kurzem angehören, sehen die Menschen nur die Unterschiede. Der Westen ist entwickelt, der Osten ist noch rückständig. In meiner Agenda würde stehen: Den Bürgern der EU sagen, dass wir alle gleich wichtig und unentbehrlich sind.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag siehst du etwa von Seiten der Kirchen, der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Europa hat eine große Zukunft! Europa ist für die Welt wichtig und sollte ein Beispiel sein. Es sollte zeigen, dass wir eins sind (was das Schwierigste ist) und dass es im Stande ist, alle anzunehmen. Der Beitrag der Kirchen und der Bewegungen müsste der sein, zu zeigen, dass wir keine Heuchler sind, die etwas sagen, aber etwas anderes tun. Wir müssen uns den anderen öffnen und sie annehmen. Dies gilt nicht nur für  Migranten, die nicht aus EU-Länder kommen, sondern auch innerhalb der EU selbst: Es darf keine Unterschiede zwischen Ost und West geben.

Wie denkst du über populistische Tendenzen? Könnte es in einem Miteinander nicht besser gehen? Aber wie?

Dies ist zurzeit wohl eine der schwierigsten Fragen. In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie in fast allen Ländern der EU (und nicht nur dort) politische Parteien gewählt wurden, die sich mit populistischer Propaganda durchgesetzt haben. Dies ist auch in der Slowakei geschehen. Und es war nicht nur eine politische Partei. In den letzten Februartagen 2018  wurde in der Slowakei ein Journalist und seine Verlobte ermordet. Der 27 Jahre junger Mann schrieb über die Verbindung der Regierung (verschiedene populistische Parteien) mit der Mafia. Viele Slowaken haben darauf beschlossen, gemeinsam zu demonstrieren und mit ihrem Protest zu zeigen, dass sie genug von diesen Populisten haben. Aber miteinander. Friedlich, ohne Gewalt. Mit Angst, aber ohne Wut. Dies könnte ein Beispiel sein, wie man etwas miteinander tun kann. Sich vereinen, nicht nur als Bewohner einer Stadt, eines Landes, sondern als Bewohner der Europäischen Gemeinschaft. Als Bürger Europas.

Tomas Angelovic, Slowakei, 27 Jahre; Studium der Politikwissenschaften; Studiengang an der Sophia Universität in Loppiano (Italien)

Ressourcen teilen

Ressourcen teilen

Der 9. Mai ist “Europatag”. Was kommt dir in den Sinn, wenn du von diesem Datum hörst? Wie würde es dir gefallen, dass dieser Tag von den Europäern gefeiert wird?

Ich sehen diesen Tag als eine Chance, an dem die Länder in Europa gemeinsam grenzübergreifend Aktionen starten. Dabei kommt es nicht auf ein großartiges Programm an, sondern auf einfache Weise, z. B. spielerisch, einander kennen zu lernen und Gemeinsamkeiten anstatt Unterschiede zu finden. Dafür wäre ein ungezwungener Gesprächsraum vonnöten. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wäre dabei die Erreichung des wertvollsten Zieles.

Wenn du Präsidentin der Europäischen Kommission wärst, welche Prioritäten würdest du für den Zusammenhalt von Europa auf die Agenda setzen?

Keine Abgrenzung der Länder gegenüber der anderen. Dort wo man einfach hinreisen kann, fühlt man sich schneller wohl. Gastfreundschaft im eigenen Land für die anderen wäre ein wichtige Voraussetzung, einander zu verstehen und wertzuschätzen. Ich würde versuchen den anderen die Vorteile und die große Bereicherung eines „offenen“ Europas zu offenbaren. Dafür wären konkrete Beispiele und bereits kleine Erfolge nötig, die man vortragen könnte.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag siehst du z.B. seitens der Kirchen und geistlichen Gemeinschaften?

Offenheit und Transparenz! Wenn die Kirche offen kommuniziert was sie etwa mit Geldern, Aktionen usw. plant, wird das den Bürgern mehr helfen ihr auch zu vertrauen. Wenn die Kirche dafür bekannt ist, die Menschen zu vereinen, kann sie damit auch Grenzen in den Herzen der Leute überwinden. Programme für die Jugend, Zusammenführung von Einheimischen, Migranten, Flüchtlingen möglich machen und diese nicht als Flüchtlingsprogramm propagieren, sondern die Vielfältigkeit der Länder und den verschiedenen Menschen positiv hervorbringen. Europa hat eine Zukunft, wenn die Menschen anfangen zu verstehen, dass wir in unserer Unterschiedlichkeit eine Bereicherung füreinander sein können, wenn Fähigkeiten etc. nur richtig einsetzt werden.

Wie siehst du Europa im Kontext der heutigen Weltpolitik?

In Europa wurde schon viel erreicht. Dass man in verschiedene Länder innerhalb Europas reisen kann und Partnerschaften geschlossen wurden, die z.B. den Schüleraustausch und das Freiwillige Soziale Jahr ermöglicht haben, ist ein Geschenk. Diese Erfahrungen, sollten mehr publik gemacht werden, damit die Bürger der Länder diesen Schatz bewusster wahrnehmen können. Europa sollte seine positiven Seiten mehr ausstrahlen. Wir haben in der Regel gute finanzielle Absicherungen und Sozialhilfen. Sollten wir nicht dankbar sein für alles, was wir schon haben?

Es scheint, dass sich Jugendliche wenig um die Zukunft Europas kümmern. Stimmt das deiner Meinung nach?

Meine Erfahrung ist, dass wir als Jugendliche oft etwas überfordert sind mit all dem, was um uns herum auf der ganzen Welt passiert. Politik interessiert nur noch einen Teil der Jugendlichen, die schätzungsweise durch ihr Umfeld schon einiges auf den Weg mitbekommen haben. Es gibt viele Probleme in der Welt, bei denen vor allem die Jugend nichts ausrichten kann (zumindest denkt sie so). Daher gilt ihr Interesse oft mehr den Dingen, in denen sofort Ergebnisse gesehen und erzielt werden können. Politik wird oft zu sehr verkompliziert und benutzt ein Fachsprache, die den meisten unzugänglich ist. Für die Jugend müsste mehr Anreiz gegeben werden, sich für Politik zu interessieren mit der Perspektive, auch etwas bewirken zu können.

Wie denkst du über populistische Tendenzen? Würde es in einem Miteinander nicht besser gehen? Aber wie…?

Da wir heutzutage vom Kapitalismus (ich rede jetzt von Deutschland) beherrscht werden, sind populistische Tendenzen fast nicht mehr wegzudenken. Es gilt immer nur noch mehr Gewinn zu erzielen und dabei auf Schwächere keine Rücksicht zu nehmen. Menschen die nur auf Profit zielen, sehen keinen Gewinn darin, Schwächere zu unterstützen, denn das erfordert Zeit, Arbeit und Einsatz. Die Mittelschicht verschwindet immer mehr und die Diskrepanz zwischen arm und reich wird größer. Ein Miteinander wäre möglich, wenn man versteht, das man durch unterschiedliche Fähigkeiten auch Gewinn erzielen kann. Vielleicht fällt dieser dann geringer aus, aber dafür gewinnt man an menschlichen Beziehungen, Gesundheit, Werten usw.. Zuerst muss verstanden werden, dass man durch das nur an sich denken automatisch nicht mehr glücklich wird; dass Menschen, die weniger haben aber aufeinander zählen und bauen können, einen weitaus größeren Schatz gefunden haben.

Katharina Pinzer, Jahrgang 1994, Erzieherin, Arbeitserfahrung mit Migranten, lebt derzeit in Nürnberg 

 

Eine europäische Kultur ist vonnöten

Eine europäische Kultur ist vonnöten

Wenn du Präsident der Europäischen Kommission wärst, welche Prioritäten stünden auf deiner Agenda, um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern?

Die dringlichste Reform, die es auf europäischer Ebene anzugehen gilt, ist nicht die politische oder wirtschaftliche, sondern die kulturelle. Es bräuchte ein umfassendes Wissen darüber, wie die europäischen Institutionen funktionieren; auch sollten Programme nachhaltig finanziert werden, die sich mit unserem Wunsch des Zusammenseins und mit der geschichtlichen Tragweite des Experiments der europäischen Integration befassen. Es wäre wichtig, in den künstlerischen und kulturellen Bereich (Musik, Kunst, Film) zu investieren und dabei vor allem das junge Publikum im Auge zu haben. Man müsste also ein Bewusstsein und ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Union schaffen.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag dazu siehst du etwa von Seiten der Kirchen oder der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Die christlichen Gemeinschaften könnten die Angelpunkte sein, auf die sich das künftige europäische Projekt abstützen kann. Die im Christentum implizite Botschaft der Gemeinschaft, seine Aspekte der gesellschaftlichen Solidarität und der zivilen Verantwortung, die das geistliche Wachstum in der christlichen Religion begleiten, sind an der Basis unseres Zusammenseins und unserer Verbundenheit in der Vielfalt. Die Geburt Europas verdanken wir großen Staatsmännern, die diesen Geist der Geschwisterlichkeit teilten. Diese Dimension gilt es neu zu entdecken.

von Federico Castiglioni (Rom, 17/11/88). Nach dem Studium der Politikwissenschaften ist er derzeit Doktorand für europäische und internationale Studien an der Universität Roma Tre. Zu Themen wie Aktualität Europa oder der Rolle der Europäischen Union in der globalen Welt, hat er verschiedene populärwissenschaftliche und wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Er ist Beauftragter für die Außenbeziehungen der Jungen Europäischen Föderalisten (GEF Italien).