Europe Day 2019 Trento

Europe Day 2019 Trento

Der Text ist vorerst nur auf Italienisch verfügbar.

Foto: © Barbara Passalacqua / Nino Carella

Europe Day 2019 Kärnten

Europe Day 2019 Kärnten

Europahaus Klagenfurt, 3. Mai 2019: Gemeinsam feiern, was uns durch die Vielfalt der Völker in Europa geschenkt ist.

Um den Flyer der Veranstaltung zu sehen, hier klicken>>

Eine Teilnehmerin am Ende der Begegnung: „Ich bin tief bewegt von der heutigen Veranstaltung! Der Geist Gottes war so spürbar, die Beiträge waren durchwegs tiefgründig und intellektuell anspruchsvoll, Einheit über die christlichen Konfessionen, Einheit über die Generationen, Einheit zwischen den Nationen, alle JA starke Zeugnisse, bodenständig und Europabezug durch den Europahaus-Präsidenten, berührende Begegnungen, wunderbare Dekoration, schöner Lobpreis, reiches Buffet, für Leib Seele und Geist ein reiches Angebot!“

Das Team von Miteinander für Europa, Kärtnen

Fotos: ©Angela Rosenzopf-Schurian/Gudrun Kattnig

 

 

Europe Day 2019 Selbitz

Europe Day 2019 Selbitz

Das war ein stimmungsvoller 9. Mai in Selbitz!

Wir haben in einem Abendgebet um 21 Uhr für eine gute Stunde Europa ins Gebet genommen. Ausgehend der Rede von Hermann van Rompuy, die er 2012 gehalten hat, als die EU den Friedensnobelpreis bekommen hat, haben wir in nach einem Anbetungsteil für Vieles gedankt, was Europa ausmacht. Anschließend haben wir die Herausforderungen ins Gebet genommen – und in einem dritten Teil über allen Ländern Europas den Namen Jesu ausgerufen; jedes Land wurde genannt – und für jedes der 47 Länder in Europa haben wir im Altarraum eine Kerze angezündet. Dies zusammengenommen mit Gebet und Liedern war ein ausgesprochen stimmungsvolles Gebet!

Sr. Nicole Grochowina, Communität Christusbruderschaft Selbitz

Foto: Sr. Nicole Grochowina

Europe Day 2019 Schweiz

Europe Day 2019 Schweiz

Wir erlebten am Donnerstagabend, 9.Mai mit 22 Christen und Christinnen aus dem Raum Zürich einen tiefen, eindrücklichen Abend des Gebetes für Europa und alle seine Nationen.

Es waren Freunde da aus der Heilsarmee, aus Schönstatt, der Erneuerung aus dem Geist Gottes, aus dem Nidelbad, dem Stadtkloster Philadelfia, aus dem Landeskirchenforum und der Fokolar-Bewegung. Unsere Geschwister aus Osteuropa sind nun tiefer in unseren Gebeten und Gedanken, haben wir sie doch durch ihre konkreten Gebetsanliegen besser kennengelernt.

Wir freuen uns alle auf die Möglichkeit, vielleicht im nächsten November am Trägerkreistreffen in Ottmaring teilzunehmen und diese 20 Jahre Miteinander für Europa zu feiern und uns neu entflammen zu lassen.

die Züricher Gruppe MfE

 

Europe Day 2019 Esslingen

Europe Day 2019 Esslingen

Bei der Veranstaltung in Esslingen am 3. Mai kamen bereits zum vorgelagerten Gebet ca. 80 Personen, darunter der evangelische und katholische Dekan, 3 Pastoren der Freikirchen und Leitende Referentin des CVJM Esslingen. Das Gebet in seiner schlichten Form hat viele berührt. Im zweiten Teil war es vor allem Jeff Fountain, der mit einer sehr dynamischen Rede die Leute mitgenommen hat und die tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben für Europa zum Ausdruck gebracht hat (s. Text zum Herunterladen).

Das Referat der Vizepräsidentin des EU Parlaments, Evelyne Gebhardt und die anschließende Podiumsdiskussion mit Politikern war ansprechend und führte direkt zu einem weiteren Gestaltungselement: „Meet the speaker“. Die Teilnehmer blieben bei französischem Wein und italienischer Pizza etc. noch sehr lange im engagierten Gespräch mit den Politiker, ein deutliches Zeichen für die Atmosphäre dieses Abends.

Gerhard Pross

Fotos: ©Kai Gruenhaupt

MfE 3Mai2019 Jeff Fountain Gekürzte Fassung (20.7 KB, 3 downloads)
TfE 3Mai2019 Jeff Fountain Talk Esslingen EN (24.0 KB, 2 downloads)
Gebet für Europa in der Schweiz

Gebet für Europa in der Schweiz

Die Gruppe «Miteinander für Zürich» lädt alle ein: Donnerstag, 9. Mai, um 19.00 zum Abschluss des Gebetsweges in Zürich, in der Französischen Kirche. Wir beten  für die Länder des europäischen Kontinents, für Europa (siehe Flyer unten). Möge unser Gebet Türen und Seelen öffnen und Europa bewegen!

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diesen Weg geht, andere dazu anregt und wir uns am 9. Mai zum gemeinsamen Gebet treffen und dabei die Möglichkeit haben, auszutauschen und einander zu ermutigen!

Hier den Flyer herunterladen:  

Flyer Zürich 9 Mai 2019 (79.7 KB, 9 downloads)

Elisabeth Reusser

Prag: Welche Vision für das Europa der Zukunft?

Prag: Welche Vision für das Europa der Zukunft?

In Prag, im Herzen Europas, organisieren Bewegungen und Gemeinschaften verschiedener Kirchen anlässlich des Europatages Gebete für Europa, gefolgt von einem Podiumsgespräch mit Vertretern aus der Politik. Das Thema: „Welche Vision für das Europa der Zukunft?“

V Praze, v srdci Evropy, u příležitosti Dne pro Evropu, pořádají křesťanská hnutí a společenství z různých církví modlitby za Evropu, na které bude navazovat panelová diskuze se zástupci politického života.

Poster herunterladen (in tschechisch)

SPE Praha 8.5.2019 (645.2 KB, 7 downloads)

Siehe auch Facebook>>

Städte Frankreichs begehen den Europatag

Städte Frankreichs begehen den Europatag

Hier die verschiedenen Veranstaltungen

TOULOUSE

Einige Bewegungen, die sich regelmäßig treffen, werden am 11. Mai 2019 eine offene Begegnung organisieren, um die Ziele von Miteinander für Europa gemeinsam zu vertiefen.

LYON

Nach einer Umfrage in den Strassen von Lyon, plant das örtliche Komitee für den 11. Mai 2019 einen Abend zu den drei Themen, die am stärksten benannt wurden: «Frieden, Kultur, Wirtschaft». Anschließend sammelt man sich zum Gebet für Europa und die bevorstehenden Wahlen.

STRAßBURG  

  • 9. Mai 2019, im Studentenhaus: Konferenz über Europa mit François Brunagel, ehemaliger Vorsitzender des Europaparlamentes, und mit Zeugnissen einer Immigrantin aus dem Kamerun sowie einem Studenten aus dem Erasmus-Programm. Das anschließende Podium wird von der Moderatorin des Radiosenders der lokalen Kirchen geleitet;
  • 10. Mai 2019, in einer evangelischen Kirche: ökumenisches Gebet für Europa, mit den Vertretern von vier Kirchen und mit anschließendem Beisammensein zu Käse und Wein aus verschiedenen europäischen Ländern;

Zu diesen Veranstaltungen wird an den Gottesdienstorten der verschiedenen Kirchen der Region sowie in den Universitäten und öffentlichen Einrichtungen gemeinsam eingeladen, indem die Flyer persönlich verteilt werden. 

PARIS

  • Am 2. April 2019 haben sich zirka 60 Personen in der Kapelle der protestantischen Diakonissen der «Maison d’unité» (Haus der Einheit) zu einem ökumenischen Gebet versammelt, das von verschiedenen Gemeinschaften organisiert wurde. Die «7 Ja» waren die Grundlage der Gesprächsgruppen und der Fürbitten.
  • Am 4. Mai 2019 ist auf dem Rathausplatz im Rahmen des «Village Européen» (Europäisches Dorf) ein Stand vorgesehen, der anlässlich des Europafestes vom Europahaus und der Gemeinde von Paris organisiert wird.
  • 14. Mai 2019, 20.30 Uhr: Gebetsabend für Europa in der Kirche von Longjumeau, einem Vorort von Paris, der von der Fokolar-Bewegung und der Gemeinschaft Emmanuel organisiert wird.

LONGJUMEAU 

Dienstag, 14. Mai 20.30 Uhr Gebet für Europa

Einladungen / Poster zu den verschiedenen Events zum herunterladen (französisch) 

Invitation 11 Mai 2019 Toulouse (75.0 KB, 9 downloads)
Affiche Strasbourg Mai 2019 (857.0 KB, 9 downloads)
Invitation 2 Avril 2019 Paris (177.4 KB, 8 downloads)
Affiche Lyon Mai 2019 (209.5 KB, 7 downloads)
Invitation Longjumeau 14 Mai 2019 (639.8 KB, 0 downloads)
Und was passiert in Rom?

Und was passiert in Rom?

Die Gruppe der Bewegungen und Gemeinschaften von Rom hat die Einladung gerne angenommen, sich gemeinsam am sechswöchigen «Gebetsweg für Europa», vom 25. März bis zum 9. Mai, zu beteiligen.  Die Gemeinden von 5 bedeutenden Basiliken, die mit den Schutzpatronen Europas verbunden sind, wurden mit einbezogen. Einmal in der Woche werden dort reihum die Gebete für Europa stattfinden, mit der Beteiligung der im Miteinander für Europa engagierten Bewegungen.

Zudem werden in verschiedenen Initiativen einige unserer 7 JA vertieft:

  • Beitrag von Gigi De Palo über «Familie» und Austausch mit Hochschülern, am 28. April 2019, 15.30 Uhr, im Begegnungszelt auf dem Hypodrom Villa Borghese, im Kontext des «Villaggio per la terra», www.villaggioperlaterra.it;
  • Fortbildungstagung zum Thema «Nuklearer Frieden und Umweltfragen» in Europa, aus christlicher Sicht, am 8. Mai 2019, 09.00-16.00 Uhr im Institut Maria SS. Bambina – Vatikanstadt, www.nuclearforpeace.org.

Am Vorabend des Europatages, 8. Mai 2019:

  • 16.30 Uhr – «Europa Platz» (eingerichtet vom italienischen Büro des Europaparlaments und von der Kommissionsvertretung in Italien): kulturelle Begegnung «im Geiste der Gründerväter einer neuen Wirtschaft für Europa», mit Prof. Leonardo Becchetti (Dozent für Volkswirtschaft an der Universität Tor Vergata), mit anschließender Debatte;
  • 18.30 Uhr in der Basilika der 12 Apostel (Piazza SS. Apostoli), ökumenisches Abendgebet für Europa, unter dem Motto: «…jeder hörte sie in seiner Sprache reden.» (Apg 2,6)

Flyer Vorabend des Europatages, 8. Mai 2019 (italienisch) 

Volantino 8 Maggio 2019 Roma (228.1 KB)
Slowenien bereitet sich vor

Slowenien bereitet sich vor

Beim Treffen im Februar diesen Jahres, bei dem fast alle slowenischen Bewegungen und Gemeinschaften von Miteinander für Europa anwesend waren, haben wir die in Prag entstandene Idee ernst genommen, den 9. Mai 2019 als einen Event zu gestalten, der im slowenischen Volk einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen soll. Wir möchten die Werte von Miteinander für Europa präsentieren.

Zudem werden wir uns am 3. Mai zahlreich nach Klagenfurt/Kärnten in Österreich begeben, um auch mit unseren Nachbarn den Europatag zu feiern.

Am 4. Mai werden wir hingegen in Brezje, dem bekanntesten marianischen Wallfahrtsort Slowenien sein, wo Erzbischof Stanislav Zore die Messe feiern und wir gemeinsam um die Einheit in Europa beten werden. Gleich danach ist eine Begegnung der Bewegungen und Gemeinschaften geplant; es wird eine schöne Gelegenheit sein, die Freundschaft, die uns schon lange eint, zu vertiefen.

Um das Projekt „Europatag“ in ganz Slowenien bekannt zu machen, wollen wir alle möglichen Kommunikationsmedien nutzen. Bei allen Treffen werden wir auch dieses Jahr verschiedene Persönlichkeiten einladen und auch die Presse, zu der bereits gute Beziehungen entstanden sind.

Ein weiterer Aspekt unseres Engagements ist der Gebetsweg vom 25. März bis 9. Mai, der an vielen Orten in Europa unternommen wird und dem wir uns anschließen.  Zudem haben wir beschlossen, auch für die Versöhnung in Slowenien selbst konkrete Schritte zu tun.

Marianna und Pavel Snoj, im Namen des slowenischen Teams von Miteinander für Europa

 

Kärnten, ein Knotenpunkt von Völkern

Kärnten, ein Knotenpunkt von Völkern

Wir sind in Kärnten eine Gruppe von Christen aus verschiedenen Kirchen und Bewegungen und haben im Gebet und Austausch überlegt wie wir unseren „Europatag 2019“ feiern könnten.

Durch den Kontakt zum Europahaus Klagenfurt haben wir einen passenden Ort dafür gefunden. So hat unser Plan „Europatag“ Gestalt angenommen.

Der Hauptvortrag hat das Thema „Europa ohne Christus?“ Mit der Präsentation unserer 7 JA möchten wir Gedanken anregen, wie wir ein zukunftsfähiges Europa gestalten können.

Wir leben hier in Kärnten an einer Schnittstelle Europas, in der drei Völkerfamilien zu Hause sind. Es siedeln hier seit Jahrhunderten Romanen, Slawen und Germanen. Deshalb haben wir Gäste aus Laibach und Triest sowie aus Graz eingeladen, um miteinander Erfahrungen auszutauschen und einander zu begegnen.

Am 3. Mai 2019 haben wir die Möglichkeit, Zusammengehörigkeit, Verbundenheit und 70 Jahre weitgehend Frieden zu feiern. Gemeinsam können wir darüber nachdenken, was uns durch die Vielfalt der Völker in Europa geschenkt ist.

Mit unserem „Europatag“ möchten wir dafür danken und unserer Hoffnung auf eine friedliche Zukunft Ausdruck verleihen.

Manfred und Fini Wieser, Regionalgruppe Miteinander für Europa, Kärtnen 

Hier die Einladung herunterladen:
KLAGENFURT Europa Einheit In Vielfalt - Flyer_2019 (1.4 MB)
„Bauarbeiten“ in Padua

„Bauarbeiten“ in Padua

Unsere Vertreter, die im vergangenen November am Trägerkreis-Treffen von Miteinander für Europa in Prag dabei waren, haben uns in die dort erlebte Erfahrung mit hinein genommen und uns die angedachten Projekte vorgestellt.

Im Hinblick auf den 9. Mai, dem Europafest, haben wir alle uns bereit erklärt, eine Gebetsvigil zu organisieren. Schon bei den ersten Kontakten hat uns überrascht, auf welch großes Interesse wir gestoßen sind: wir wurden gleich auf weitere interessierte Gruppen aufmerksam gemacht und ein ganzer Fächer von Beziehungen begann sich zu entfalten.

Als erstes nahmen wir mit der Ortskirche Kontakt auf, um gemeinsam die Feier des 9. Mai vorzubereiten. Darauf folgte die Begegnung mit einem Priester, Verantwortlicher für das Universitätszentrums und Koordinator eines «Bibel-Festivals», das vom 10. bis 12. Mai 2019 stattfinden wird. Er teilte sofort unser Anliegen, auch deshalb, weil es dem Thema des Festivals entgegenkommt: «Die Stadt und die Staatsbürgerschaft»; Europa war bereits inhaltlich vorgesehen und darum haben wir vorgeschlagen, die Gebetsvigil von Miteinander für Europa ins Programm des Festivals aufzunehmen.

Wir wurden auch angefragt, ob ein Europa-Experte anlässlich eines Events für Jugendliche einen Beitrag geben könnte. So entstand die Idee, für Studentinnen und Studenten der Sekundarschulen von Padua und der Provinz einen Fotowettbewerb auszuschreiben, zum Thema: «Nie ohne den anderen». Der Verantwortliche des Festivals hat uns darüber hinaus gebeten, während der Abendveranstaltung, die Europa gewidmet ist, ein kurzes Video zur Geschichte von Miteinanders für Europa zu zeigen.

Eine weitere Begegnung gab es mit dem Beauftragten der Migranten-Pastoral, der uns eine unbekannte Welt eröffnete: In der Diözese Padua gibt es 110.000 Migranten, von denen mehr als die Hälfte Christen sind. Sie werden von einigen Priestern betreut, die aus den Ländern der Migranten stammen. Wir haben uns mit 12 aus Indien, Sri Lanka, China und Osteuropa stammenden Priestern getroffen. Sie haben die Idee der Gebetsvigil gerne aufgenommen. Nie hätten wir gedacht, in einem so bescheidenen Pfarrhaus mit einer so breiten Vertretung der Weltkirche sprechen zu können!

Des Weiteren lernten wir den Verantwortlichen des örtlichen Ökumenischen Rates der Kirche kennen, ein rumänisch-orthodoxer Priester: Das eingebunden werden in ein biblisches Festival sei ihm eine große Freude, denn «es ist die Bibel, die uns alle eint».

Danach haben wir uns mit dem fast vollzähligen Ökumenischen Rat getroffen: mit den Verantwortlichen der Griechisch-Orthodoxen, der Rumänisch-Orthodoxen, der Methodistischen und der Lutherischen Kirche. Gemeinsam haben wir das Datum der Gebetsvigil auf den 9. Mai festgelegt, als Eröffnung des Festivals, in der wunderschönen romanischen Kirche Santa Sofia in Padua.

Alle kontaktierten Beteiligten sind nun eingebunden in die Vorbereitungskommission der Gebetsvigil, die jetzt international und ökumenisch ist! Dem Gebetsmoment wird ein Beisammensein folgen, zu dem typische Speisen aus den verschiedenen Ländern mitgebracht werden.

Das Team von Miteinander für Europa in Padua

Mit dem Blick nach vorn

Mit dem Blick nach vorn

Im Jahr 2019 finden Ende Mai die Direktwahlen zum Europäischen Parlament statt. Zwei Wochen davor, am 9. Mai, feiern wir den „Europatag“. Wenn wir gemeinsam unseren Beitrag zum Aufbau eines lebendigen und zukunftsträchtigen  Europa geben wollen, gilt es, sich in den verschiedenen Ländern und Städten rechtzeitig auf den Weg zu machen.

Es scheint, dass Miteinander für Europa noch nie so aktuell war wie heute, in einer Zeit, in der Europa zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen hat. Wir sind überzeugt, dass Gott dieses Netzwerk nicht ohne Grund ins Leben gerufen hat.

Europa beschäftigt viele. Es ist in aller Munde. Doch wie wird es uns gelingen, uns als Christen in die Gestaltung dieses Europas einzubringen? Wir wissen,  dass wir angesichts der großen Herausforderungen nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben. Doch gerade kleine, aber kreative und motivierte Minderheiten können Entscheidendes bewirken und zur Veränderung in einem Land und in einem Kontinent beitragen. Deshalb wird es darauf ankommen, dass wir das, was uns geschenkt ist, unser Charisma, noch mehr einbringen und zur Entfaltung kommen lassen: Unsere Berufung zur Einheit, unsere Kultur des Miteinanders ist heute wichtiger denn je.

Der 9. Mai – Europatag

Beim europäischen Trägerkreis 2017 in Wien wurde der Vorschlag von Jeff Fountain (Niederlande) und der italienischen Gruppe, den am 9. Mai gefeierten „Europatag“ mit Leben zu füllen, von vielen mit Interesse aufgenommen. In diesem Jahr ist hier und dort schon manches in Bewegung gekommen.

Im Blick auf 2019 scheint es wichtig, dass wir diesen Termin bereits jetzt in unsere Jahresplanung aufnehmen. Es gilt, uns vor Ort als Bewegungen und Gemeinschaften zusammen zu tun und die Chance dieses Tages auszuloten.

Dabei kann es hilfreich sein, auch andere Initiativen einzubeziehen, die sich für ein Miteinander in Europa einsetzen. Die Europawahlen werden zwei Wochen später stattfinden, sodass man mit öffentlichem Rückenwind und entsprechenden Gestaltungsideen rechnen kann. Der 9. Mai 2019 hat somit ein gesteigertes Bedeutungspotenzial: Er soll ein Tag der Freude, des Feierns, des Engagements und des Gebetes sein! Diverse Impulse dazu> stehen bereits online zur Verfügung.

Europa braucht unser Gebet.

Wir sehen unseren Beitrag für Europa auch im Gebet. Nach unseren Initiativen am Vorabend des 60. Jahrestages der «Römischen Verträge» am 24. März 2017 wurde deutlich, welche verändernde Kraft es entfaltet hat. Vertrauen wir darauf, dass sich im Himmel und auf der Erde vieles bewegen wird, wenn wir gemeinsam für unseren Kontinent beten.

Gerhard Proß, Diego Goller, P. Heinrich Walter

Siehe auch: Bringen Sie ihre Stadt in Bewegung>

Foto: ©Ursel Haaf – www.urselhaaf.de

Junge Menschen lieben das Konkrete

Junge Menschen lieben das Konkrete

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag seht ihr etwa von Seiten der Kirchen und der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Sicher hat Europa eine Zukunft! Und darin spielen die Gemeinschaften und die Kirchen einzeln und gemeinsam eine wichtige Rolle, indem sie die Zivilgesellschaft stärken. Diese wird die künftigen führenden Politiker hervorbringen und in der Zwischenzeit stärkt und fördert sie das bürgerliche Engagement. „Der grösste Schaden wird von jenen Millionen von Menschen verursacht, die einfach ‚überleben‘ wollen.“  Deshalb sind die Gemeinschaften von Bedeutung, denn sie leben und entwickeln ihre je eigenen Gaben (wie etwa Ordnung, Freiheit, Gehorsam, Verantwortung, Gleichheit, Hierarchie, Achtung, Berichtigung, Privateigentum, Kollektiveigentum, Wahrheit usw.) und machen darauf aufmerksam.

Am 9. Mai feiern wir den „Europatag“. Was löst dieses Datum in euch aus? Wie würdet ihr euch wünschen, dass die Europäer diesen Tag feiern?

Die Wahl des Datums wie auch die Initiative selbst ist gut und notwendig. Die Frage stellt sich über das „Wie“. Man müsste einen Europatag konzipieren in dem – neben den interdisziplinären Konferenzen der verschiedenen wissenschaftlichen Bereiche – auch die ganze Gesellschaft einbezogen werden könnte. Keine offiziellen Festivitäten, sondern beispielsweise „Massenkundgebungen“, ähnlich dem Projekt mit den Kulturhauptstädten. Die Erfahrung zeigt, dass es immer die Politik ist, die offizielle Feierlichkeiten organisiert. Aber diese Nutzung zu eigenen Zwecken hält  die Menschen von solchen offiziellen Anlässen fern.

Wenn du Präsident/in der Europäischen Kommission wärst (d.h. wenn du eine verantwortliche Funktion mit Entscheidungsbefugnissen innehättest), welche Prioritäten, um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern, stünden in der Agenda?

Keine Uniformität anstreben, sondern vielmehr auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der Identität und der Solidarität die Integration fördern, stärken und beschleunigen. Es liegt auf der Hand, dass dieses schwache föderative System nicht funktioniert. Ein Beispiel sind die USA, wo man vergeblich eine gemeinsame Sprache spricht und man freiere Foren durch zentralistische verdrängt hat. Internationale Projekte wie etwa ERASMUS weiterführen und auf Forscher und Dozenten an Universitäten erweitern, aber mit der Zeit auch auf Erzieher und Lehrer der unteren Stufen. Unabhängig von der Studienrichtung müsste für alle Studierenden ein obligatorischer Semesteraufenthalt im Ausland eingeführt werden. Interuniversitäre Kurse zwischen benachbarten Ländern müssten regelmässig stattfinden (z.B. in Form von Sommer-Universitäten).

Wie seht ihr Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Europa steht vor zwei wesentliche Herausforderungen. 1. Die Frage der Einheit: Wenn es Europa nicht gelingt die Einheit zu festigen und ihr Ausdruck zu verleihen, wird es an Gewicht einbüssen (siehe 2. Herausforderung). 2. Die Korruption: Jeder auch noch so kleine wirtschaftliche, moralische oder sexuelle Missbrauch kann der internationalen Gemeinschaft grossen Schaden zufügen, unabhängig davon, ob von einer öffentlichen oder privaten Instanz verübt. Dies kann nur und vor allem durch eine beständige und gemeinsame Gewissensprüfung (Reflexion) verhindert werden.

Es scheint, dass junge Menschen sich wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen. Ist das so?

Junge Menschen lieben das Konkrete. Nicht-Greifbares interessiert sie nicht. Man müsste z.B. die Anzahl der Studenten im ERASMUS-Programm erhöhen und mehr in Auslandstudienprogramme investieren, damit sich die Jugend besser kennenlernen kann. Zudem bräuchte es konkrete europäische Ziele, an die sie glauben und wofür sie sich begeistern könnten.

Wie denkt ihr über die populistischen Tendenzen? Könnte es in einem MITEINANDER nicht besser gehen? Aber wie?

Erstens sind sie die Konsequenz der letzten Wirtschaftskrise; zweitens auch der verschiedenen bewaffneten Konflikte und Auseinandersetzungen (beispielsweise durch fremde Einmischungen); drittens sind sie durch den Nationalismus verursacht, der eine Frucht der oben erwähnten Realität ist; eines Nationalismus der nicht durch die Europäische Union repräsentiert ist, aber von den Populisten benutzt wird. Zudem haben die Wähler keinen Bezug zu den europäischen Politikern, sondern sehen und kennen nur die Politiker des eigenen Landes. Diese sind direkt verantwortlich dafür, wie die ursprünglichen Berichte von Bruxelles dem eigenen Land vermittelt werden; die Bevölkerung glaubt dann ihnen.

Auf jeden Fall müssen wir lernen miteinander vorwärts zu gehen. Wie? Siehe dazu die obigen Antworten. Der erste Schritt könnte der Wunsch sein, persönlich zu handeln und dann auch gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, aus der Erkenntnis der Effizienz und der Rolle des Miteinanders heraus.

Zsófia Bárány, PhD, und Szabolcs Somorjai, PhD, Ungarn, Universitätsassistenten im Bereich Gesellschaft, Wirtschaft in der Neuzeit, Politik und Kirchengeschichte.

 

 

 

 

 

 

Bei uns selbst beginnen

Bei uns selbst beginnen

Wie siehst du Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Als einen Kontinent, über den viel geredet wir und der sich als den Nabel der Welt hält. Ist das nicht sehr egoistisch? Es gibt nicht nur die Probleme Europas!

Der 9. Mai ist Europatag: Wie würdest du dir wünschen, dass die Europäer diesen Tag feiern?

Indem wir das hervorheben, was wir als Europa gemeinsam haben.

Es scheint, dass sich junge Menschen wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen. Ist das so?

Ich denke, dass dies bei jeder Person verschieden ist. Auch ich könnte mich mehr dafür interessieren. Mir scheint aber, dass sich die meisten Jugendlichen doch interessieren, etwa jene, die studieren oder in die Arbeitswelt einsteigen, denn sie erhoffen sich eine gute Zukunft für ihre Kinder. Europa ist unser Haus und sie hoffen, dass es auch in Zukunft Bestand hat. Aber manchmal schwindet das Interesse an der Politik, weil an den Schalthebeln der Macht Menschen sitzen, die sich nicht gut benehmen.

Wie denkst du über die populistischen Tendenzen? Könnte es in einem ‚Miteinander‘ nicht besser gehen? Aber wie?

Populismus gefällt mir ganz und gar nicht. All‘ diese Versprechungen vor den Wahlen – und dann… Wie können wir noch glauben? Und wem? Es gefällt mir nicht, dass diese Leute an der Macht sind, aber ich wüsste nicht, wie man dies ändern könnte und der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Wir müssen aber auch das Positive sehen. Die Menschen wollen eine Veränderung. Es kann in Zukunft eine Besserung geben. Wie immer, müssen wir aber bei uns selbst beginnen. Nicht in der Kritik verharren, sondern unser Bestes geben, unserem Nächsten, unserer Familie, unseren Freunden.

Maria Kilbergrova, Tschechische Republik

Die Freude Europäer zu sein

Die Freude Europäer zu sein

Es scheint, dass sich junge Menschen wenig Gedanken über die Zukunft Europas machen.  Ist das so?

Meiner Meinung nach stimmt das nicht. Es gibt viele, die sich interessieren, aber man sieht sie nicht immer. Sichtbar sind vor allem jene, die die europäische Einheit nicht wollen. Dies müsste eine Herausforderung sein für alle Pro-Europäer, die für ein vereintes Europa eintreten.

Wie siehst du Europa im Kontext der aktuellen Weltpolitik?

Europa muss ein großes Beispiel an Demokratie geben, an Einheit und an  Zusammenarbeit. Es muss zeigen, dass die Demokratie eine bessere Lebensgrundlage ist.

Am 9. Mai feiern wir den „Europatag“. Was empfindest du bei diesem Datum? Wie würdest du dir wünschen, dass die Europäer diesen Tag begehen?

Für mich ist es ein wichtiges Datum. Es wäre ein Tag, an dem alle die Tatsache feiern könnten, dass wir in Frieden leben können, zumindest in weiten Teilen Europas. Vermutlich werden nicht ihn nicht alle öffentlich feiern, aber jeder sollte auf seine Weise der Freude Ausdruck verleihen, dass er ein Bürger Europas ist.

Wenn du Präsident der Europäischen Kommission wärst, also Entscheidungsbefugnis hättest, welche Prioritäten würden in deiner Agenda stehen um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern? 

In erster Linie würde ich allen sagen, dass wir vor dem Gesetz gleich sind und als Bürger der Europäischen Union die gleichen Rechte haben. In den Ländern, die der EU erst seit kurzem angehören, sehen die Menschen nur die Unterschiede. Der Westen ist entwickelt, der Osten ist noch rückständig. In meiner Agenda würde stehen: Den Bürgern der EU sagen, dass wir alle gleich wichtig und unentbehrlich sind.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag siehst du etwa von Seiten der Kirchen, der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Europa hat eine große Zukunft! Europa ist für die Welt wichtig und sollte ein Beispiel sein. Es sollte zeigen, dass wir eins sind (was das Schwierigste ist) und dass es im Stande ist, alle anzunehmen. Der Beitrag der Kirchen und der Bewegungen müsste der sein, zu zeigen, dass wir keine Heuchler sind, die etwas sagen, aber etwas anderes tun. Wir müssen uns den anderen öffnen und sie annehmen. Dies gilt nicht nur für  Migranten, die nicht aus EU-Länder kommen, sondern auch innerhalb der EU selbst: Es darf keine Unterschiede zwischen Ost und West geben.

Wie denkst du über populistische Tendenzen? Könnte es in einem Miteinander nicht besser gehen? Aber wie?

Dies ist zurzeit wohl eine der schwierigsten Fragen. In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie in fast allen Ländern der EU (und nicht nur dort) politische Parteien gewählt wurden, die sich mit populistischer Propaganda durchgesetzt haben. Dies ist auch in der Slowakei geschehen. Und es war nicht nur eine politische Partei. In den letzten Februartagen 2018  wurde in der Slowakei ein Journalist und seine Verlobte ermordet. Der 27 Jahre junger Mann schrieb über die Verbindung der Regierung (verschiedene populistische Parteien) mit der Mafia. Viele Slowaken haben darauf beschlossen, gemeinsam zu demonstrieren und mit ihrem Protest zu zeigen, dass sie genug von diesen Populisten haben. Aber miteinander. Friedlich, ohne Gewalt. Mit Angst, aber ohne Wut. Dies könnte ein Beispiel sein, wie man etwas miteinander tun kann. Sich vereinen, nicht nur als Bewohner einer Stadt, eines Landes, sondern als Bewohner der Europäischen Gemeinschaft. Als Bürger Europas.

Tomas Angelovic, Slowakei, 27 Jahre; Studium der Politikwissenschaften; Studiengang an der Sophia Universität in Loppiano (Italien)

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Der 9. Mai ist “Europatag”. Was kommt dir in den Sinn, wenn du von diesem Datum hörst? Wie würde es dir gefallen, dass dieser Tag von den Europäern gefeiert wird?

Ich sehen diesen Tag als eine Chance, an dem die Länder in Europa gemeinsam grenzübergreifend Aktionen starten. Dabei kommt es nicht auf ein großartiges Programm an, sondern auf einfache Weise, z. B. spielerisch, einander kennen zu lernen und Gemeinsamkeiten anstatt Unterschiede zu finden. Dafür wäre ein ungezwungener Gesprächsraum vonnöten. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wäre dabei die Erreichung des wertvollsten Zieles.

Wenn du Präsidentin der Europäischen Kommission wärst, welche Prioritäten würdest du für den Zusammenhalt von Europa auf die Agenda setzen?

Keine Abgrenzung der Länder gegenüber der anderen. Dort wo man einfach hinreisen kann, fühlt man sich schneller wohl. Gastfreundschaft im eigenen Land für die anderen wäre ein wichtige Voraussetzung, einander zu verstehen und wertzuschätzen. Ich würde versuchen den anderen die Vorteile und die große Bereicherung eines „offenen“ Europas zu offenbaren. Dafür wären konkrete Beispiele und bereits kleine Erfolge nötig, die man vortragen könnte.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag siehst du z.B. seitens der Kirchen und geistlichen Gemeinschaften?

Offenheit und Transparenz! Wenn die Kirche offen kommuniziert was sie etwa mit Geldern, Aktionen usw. plant, wird das den Bürgern mehr helfen ihr auch zu vertrauen. Wenn die Kirche dafür bekannt ist, die Menschen zu vereinen, kann sie damit auch Grenzen in den Herzen der Leute überwinden. Programme für die Jugend, Zusammenführung von Einheimischen, Migranten, Flüchtlingen möglich machen und diese nicht als Flüchtlingsprogramm propagieren, sondern die Vielfältigkeit der Länder und den verschiedenen Menschen positiv hervorbringen. Europa hat eine Zukunft, wenn die Menschen anfangen zu verstehen, dass wir in unserer Unterschiedlichkeit eine Bereicherung füreinander sein können, wenn Fähigkeiten etc. nur richtig einsetzt werden.

Wie siehst du Europa im Kontext der heutigen Weltpolitik?

In Europa wurde schon viel erreicht. Dass man in verschiedene Länder innerhalb Europas reisen kann und Partnerschaften geschlossen wurden, die z.B. den Schüleraustausch und das Freiwillige Soziale Jahr ermöglicht haben, ist ein Geschenk. Diese Erfahrungen, sollten mehr publik gemacht werden, damit die Bürger der Länder diesen Schatz bewusster wahrnehmen können. Europa sollte seine positiven Seiten mehr ausstrahlen. Wir haben in der Regel gute finanzielle Absicherungen und Sozialhilfen. Sollten wir nicht dankbar sein für alles, was wir schon haben?

Es scheint, dass sich Jugendliche wenig um die Zukunft Europas kümmern. Stimmt das deiner Meinung nach?

Meine Erfahrung ist, dass wir als Jugendliche oft etwas überfordert sind mit all dem, was um uns herum auf der ganzen Welt passiert. Politik interessiert nur noch einen Teil der Jugendlichen, die schätzungsweise durch ihr Umfeld schon einiges auf den Weg mitbekommen haben. Es gibt viele Probleme in der Welt, bei denen vor allem die Jugend nichts ausrichten kann (zumindest denkt sie so). Daher gilt ihr Interesse oft mehr den Dingen, in denen sofort Ergebnisse gesehen und erzielt werden können. Politik wird oft zu sehr verkompliziert und benutzt ein Fachsprache, die den meisten unzugänglich ist. Für die Jugend müsste mehr Anreiz gegeben werden, sich für Politik zu interessieren mit der Perspektive, auch etwas bewirken zu können.

Wie denkst du über populistische Tendenzen? Würde es in einem Miteinander nicht besser gehen? Aber wie…?

Da wir heutzutage vom Kapitalismus (ich rede jetzt von Deutschland) beherrscht werden, sind populistische Tendenzen fast nicht mehr wegzudenken. Es gilt immer nur noch mehr Gewinn zu erzielen und dabei auf Schwächere keine Rücksicht zu nehmen. Menschen die nur auf Profit zielen, sehen keinen Gewinn darin, Schwächere zu unterstützen, denn das erfordert Zeit, Arbeit und Einsatz. Die Mittelschicht verschwindet immer mehr und die Diskrepanz zwischen arm und reich wird größer. Ein Miteinander wäre möglich, wenn man versteht, das man durch unterschiedliche Fähigkeiten auch Gewinn erzielen kann. Vielleicht fällt dieser dann geringer aus, aber dafür gewinnt man an menschlichen Beziehungen, Gesundheit, Werten usw.. Zuerst muss verstanden werden, dass man durch das nur an sich denken automatisch nicht mehr glücklich wird; dass Menschen, die weniger haben aber aufeinander zählen und bauen können, einen weitaus größeren Schatz gefunden haben.

Katharina Pinzer, Jahrgang 1994, Erzieherin, Arbeitserfahrung mit Migranten, lebt derzeit in Nürnberg 

 

Eine europäische Kultur ist vonnöten

Eine europäische Kultur ist vonnöten

Wenn du Präsident der Europäischen Kommission wärst, welche Prioritäten stünden auf deiner Agenda, um die Gemeinschaft unter den europäischen Völker zu erhalten und zu fördern?

Die dringlichste Reform, die es auf europäischer Ebene anzugehen gilt, ist nicht die politische oder wirtschaftliche, sondern die kulturelle. Es bräuchte ein umfassendes Wissen darüber, wie die europäischen Institutionen funktionieren; auch sollten Programme nachhaltig finanziert werden, die sich mit unserem Wunsch des Zusammenseins und mit der geschichtlichen Tragweite des Experiments der europäischen Integration befassen. Es wäre wichtig, in den künstlerischen und kulturellen Bereich (Musik, Kunst, Film) zu investieren und dabei vor allem das junge Publikum im Auge zu haben. Man müsste also ein Bewusstsein und ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Union schaffen.

Hat Europa eine Zukunft? Welchen Beitrag dazu siehst du etwa von Seiten der Kirchen oder der christlichen Bewegungen und Gemeinschaften?

Die christlichen Gemeinschaften könnten die Angelpunkte sein, auf die sich das künftige europäische Projekt abstützen kann. Die im Christentum implizite Botschaft der Gemeinschaft, seine Aspekte der gesellschaftlichen Solidarität und der zivilen Verantwortung, die das geistliche Wachstum in der christlichen Religion begleiten, sind an der Basis unseres Zusammenseins und unserer Verbundenheit in der Vielfalt. Die Geburt Europas verdanken wir großen Staatsmännern, die diesen Geist der Geschwisterlichkeit teilten. Diese Dimension gilt es neu zu entdecken.

von Federico Castiglioni (Rom, 17/11/88). Nach dem Studium der Politikwissenschaften ist er derzeit Doktorand für europäische und internationale Studien an der Universität Roma Tre. Zu Themen wie Aktualität Europa oder der Rolle der Europäischen Union in der globalen Welt, hat er verschiedene populärwissenschaftliche und wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Er ist Beauftragter für die Außenbeziehungen der Jungen Europäischen Föderalisten (GEF Italien).  

 

 

 

 

9. Mai: Europatag

9. Mai: Europatag

An guten Absichten und neuen Verpflichtungen fehlt es nicht

Dieser Tag erinnert an den Beginn der europäischen Integration, denn an am 9. Mai 1950 stellte Robert Schumann den wirtschaftlichen Kooperationsplan vor, der als „Schumann-Erklärung“ bekannt wurde. Es ist auch der Tag, der an das eigentliche Ende des 2. Weltkriegs erinnert, einen Tag nachdem die Nazis die Kapitulation unterzeichnet hatten. Andererseits gedenkt man am 9. Mai aber auch des Siegs der Sowjetunion im Jahre 1945 und der Konsequenz, dass danach viele Länder Zentral- und Osteuropas Satelliten-Staaten Moskaus wurden. Es ist die Geschichte eines Teils der Welt, es ist die Geschichte eines Teils der Menschheit. Ist es ein Festtag? Für die einen ja, für die anderen weniger. Auf jeden Fall aber ein geschichtsträchtiger Tag, ein europäischer Tag.

In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union öffnen an diesem Tag die Institutionen ihre Türen, um den Menschen dieses grosse „Unternehmen“ näher zu bringen, das seit dem Jahr 2000 das Motto trägt: „In Vielfalt geeint.“ „Das Motto – so liest man auf der EU Webseite – bringt zum Ausdruck, dass sich die Europäer in der EU zusammengeschlossen haben, um sich gemeinsam für Frieden und Wohlstand einzusetzen, und dass gleichzeitig die vielen verschiedenen europäischen Kulturen, Traditionen und Sprachen den gesamten Kontinent bereichern.“

Heute ist dieses Motto eher eine Herausforderung als eine überzeugende Erfahrung; auch wenn die gemeinsame Erklärung, die die Staats- und Regierungschefs anlässlich des 60. Jahrestags der „Römischen Verträge“ unterzeichnet haben, Hoffnung macht: An guten Absichten und neuen Verpflichtungen fehlt es nicht.

Wir Christen der verschiedenen Kirchen, die wir uns durch die Charismen unserer Bewegungen und Gemeinschaften für ein geschwisterliches und geeintes Europa einsetzen, fühlen uns an diesem europäischen Tag angesprochen. Vor allem, weil wir auf unserem Weg des Miteinanders für Europa erfahren haben, dass man „in Vielfalt geeint“ sein kann, aber dass dies einem Bewusstsein erwächst: Wir haben ein gemeinsames Fundament, denn wir sind alle Gottes Kinder und somit untereinander Brüder und Schwestern. Alle Bemühungen, die freundschaftlichen und geschwisterlichen Beziehungen zwischen unseren kleinen und grossen Gemeinschaften zu vertiefen, sind wertvoll. Dadurch werden unsere Verschiedenheiten zu gemeinsamen Gaben und Reichtümer. Und was im Kleinen funktioniert, kann auch wachsen und zum Wohle aller werden.

Ilona Toth