Grundlagen für das Miteinander

Grundlagen für das Miteinander christlicher Bewegungen und Gemeinschaften

(Auszug)

Seit 1999 gehen Verantwortliche christlicher Bewegungen und Gemeinschaften – vom Heiligen Geistes gedrängt und vereint im Namen Jesu – einen gemeinsamen Weg. Die verschiedenen Etappen des bislang zurückgelegten Weges lassen erkennen, dass Gott es war, der die Schritte gelenkt hat. Sie weisen zudem auf die Besonderheiten dieses Miteinanders, die auch für die Zukunft Gültigkeit haben.

1. Im Hören auf das Evangelium sind wir zu dem Bündnis der gegenseitigen Liebe nach dem neuen Gebot Jesu1  geführt worden.  Es ist Grundlage dieses Miteinanders.

2. Die gegenseitige Liebe lässt die Gegenwart Christi gemäß seiner Verheißung erfahren: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“2  Das ist der eigentliche Sinn jeder Begegnung oder gemeinsamen Aktion: Jesus in unserer Mitte.

3. Eine Frucht solcher Liebe ist, dass sie die Charismen der anderen Bewegungen und  Gemeinschaften ins Licht rückt, die Gaben Gottes also, aus denen heraus und für die jede Bewegung oder Gemeinschaft lebt. Diese Liebe ist bereit, die Lasten der anderen zu tragen3 und den anderen höher zu achten als sich selbst.4 Sie lässt uns als Versöhnte leben: im Vergeben und in der Bitte um Vergebung. Das gilt für die persönlichen Beziehungen, aber auch für die Beziehungen zwischen Bewegungen und Gemeinschaften. 

4. Diese Liebe hilft Vorurteile zu überwinden, öffnet Herz und Seele für die Erfahrungen der anderen mit Gott und sie schafft unter Männern und  Frauen von verschiedenen Bewegungen und Gemeinschaften zweckfreie, geschwisterliche Beziehungen.

5. Im ersten Brief an die Korinther5 beschreibt Paulus, wie die Beziehungen zwischen den Charismen sein sollen, damit Christus sichtbar wird. Es zählen weder Größe noch Ausdehnung einer Bewegung oder Gemeinschaft sondern die Tatsache, dass sie Trägerin einer Gabe des Geistes ist und dass sie mit den anderen in Beziehung steht. 

6. Die Bewegungen und Gemeinschaften, die an diesem Miteinander teilhaben, sind vor allem Ausdruck der Laien im Volk Gottes.

1) Joh 13,34. 2) Mt 18,20. 3) Gal 6,2. 4) Phil 2,3. 5) 1 Kor 12,4-27

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