Hintergrund

Geschichte des Miteinanders christlicher Bewegungen und Gemeinschaften

Was ist charakteristisch am Miteinander der christlichen Bewegungen? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus der Geschichte.

Hier die wichtigsten Etappen.

augsburg_1999{xtypo_dropcap}1999{/xtypo_dropcap}Im Anschluss an die Feierlichkeiten zur Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre in Augsburg begegneten sich Verantwortliche von Bewegungen und Gemeinschaften aus dem evangelischen und katholischen Raum im nahegelegenen Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring.

inc_1999Unter ihnen waren: Friedrich Aschoff (Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche), Chiara Lubich (Fokolar-Bewegung), Helmut Nicklas (CVJM München), Gerhard Proß (CVJM Esslingen und „Treffen von Verantwortlichen“), Andrea Riccardi (Gemeinschaft Sant’Egidio).

Man erkannte, dass alle anwesenden Bewegungen und Gemeinschaften den gleichen Ursprung haben: Alle sind Werk des Heiligen Geistes.
In allen war der Wunsch, miteinander weiterzugehen. Doch "die Partitur wird im Himmel geschrieben": Im gemeinsamen Hören auf den Geist Gottes, so die gemeinsame Überzeugung, werde man verstehen, was zu tun ist.

{xtypo_dropcap}2000{/xtypo_dropcap}Zum "Treffen von Verantwortlichen" (TvV) im März 2000 in Rothenburg wurde Chiara Lubich eingeladen.

Die beiden Referate:

  • “Die Trennung der Christen als Ursache des Atheismus (Prof. Ulrich Wilckens) und
  • “die Liebe untereinander als Weg zur Einheit" (Chiara Lubich)

führten zu einem prophetischen Ereignis: Stellvertretend für die eigenen Kirchen oder Bewegungen wurde Buße getan und Vergebung gewährt. Es geschah auf diese Weise Versöhnung von Kirche zu Kirche, von Bewegung zu Bewegung. TrägertreffenUm Vergebung bitten und den anderen immer wieder aufs Neue vergeben ist eine wesentliche Voraussetzung für das Miteinander.

li. n. re: 1. Reihe: Altbischof Dr. Ulrich Wilckens, Keith Warrington, Chiara Lubich, Gerhard Proß; 2. Reihe: Gottlob Heß, Friedrich Aschoff, Günther Rattey; 3. Reihe: Edith Wenger, Günter Refle, Sr. Anna-Maria aus der Wiesche, Wilhelm Bläsing.

{xtypo_dropcap}2001{/xtypo_dropcap}Um die Erfahrung des Miteinanders nicht nur Verantwortlichen zu ermöglichen sondern auch den Mitgliedern der Bewegungen, kam es am 8. Dezember 2001 in München zur Veranstaltung "Miteinander - wie sonst".

muenchen_2001Das Programm bestand aus zwei Teilen: am Vormittag mit etwa 800 Verantwortlichen in der evangelischen Bischofskirche St. Matthäus und am Nachmittag im Münchener Dom mit über 5000 Mitgliedern und Freunden. Auf Anregung von Chiara Lubich, die Helmut Nicklas und P. Michael Marmann aufgriffen, schlossen die Verantwortlichen ein Bündnis der gegenseitigen Liebe. Es wurde zur Grundlage von allem, was sich später im Miteinander entwickelt hat.
 

{xtypo_dropcap}2002{/xtypo_dropcap}Um miteinander zu verstehen, welche konkreten Auswirkungen das geschlossene Bündnis haben könnte, trafen sich Vertreter von Gemeinschaften aus Deutschland und Italien in Rom: Frances Ruppert (Cursillo), Chiara Lubich (Fokolar-Bewegung), Friedrich Aschoff (GGE), Helmut Nicklas und Thomas Römer (CVJM München), Gerhard Proß (CVJM Esslingen und TvV), P. Heinrich Walter (Schönstatt), Andrea Riccardi (Sant'Egidio) und Salvatore Martinez (Rinnovamento dello Spirito Santo, Italien).

Bei dieser Begegnung entstand die Idee, im Jahr 2004 eine große Begegnung der Mitglieder von Bewegungen der verschiedenen Kirchen aus ganz Europa in Deutschland durchzuführen: "Miteinander für Europa".

Unabhängig davon war beim "Treffen von Verantwortlichen" die Überzeugung gereift, dass es jetzt darauf ankommt, das Volk Gottes zu sammeln. Dazu sollte einmal ein "Treffen von Verantwortlichen" geöffnet und ein großer Kongress veranstaltet werden. Beide Pläne fügte man zusammen.

berlin_2003 {xtypo_dropcap}2003{/xtypo_dropcap}Der Trägerkreis beschließt am 1. Juni 2003 in Berlin, "Miteinander für Europa" am 8. Mai 2004 in Stuttgart durchzuführen.

{xtypo_dropcap}2004{/xtypo_dropcap}Am 6. und 7. Mai 2004 fand in Stuttgart der Kongress statt "Miteinander Reichtum entdecken und teilen". 2000 Mitglieder christlicher Bewegungen und Gemeinschaften haben teilgenommen.

Am Tag danach, am 8. Mai 2004, ereignete sich die erste Veranstaltung "Miteinander für Europa", zu der über 9000 Teilnehmer in die stuttgart_2004Hanns-Martin-Schleyer-Halle gekommen waren. Sie wurde über Satellit in die ganze Welt ausgestrahlt. In Parallelveranstaltungen haben weitere 100.000 Personen das Ereignis von Stuttgart mitverfolgt.

Am 8. Mai 2004 schließen mehr als 170 Bewegungen und Gemeinschaften ein Bündnis der gegenseitigen Liebe gemäß Joh 13,34.

Kongress 2004

Europatag 2004

{xtypo_dropcap}2007{/xtypo_dropcap}Die zweite europäische Großveranstaltung fand am 12. Mai 2007 in Stuttgart statt.

Ein Kongress für Verantwortliche ging dem Ereignis am 10-11.Mai 2007 unter dem Titel “Miteinander auf dem Weg“ voraus.

 

Kongress 2007

Europatag 2007

{xtypo_dropcap}2009{/xtypo_dropcap}Um das Miteinander unter den Bewegungen und Gemeinschaften auszuweiten und ihre Zusammenarbeit zu fördern, fanden im Jahr 2009 nationale Veranstaltungen in den folgenden Ländern statt: Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Nordirland, Österreich, Slowenien, Slowakei und Ungarn.

{xtypo_dropcap}2011{/xtypo_dropcap}Zur Zeit wird eine dritte europäische Veranstaltung vorbereitet, die am 12. Mai 2012 stattfinden wird.

Miteinander für Europa 2012

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