{"id":330591,"date":"2017-01-27T17:01:26","date_gmt":"2017-01-27T16:01:26","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/neue-horizonte-nach-lund-schweden\/"},"modified":"2017-01-27T17:01:26","modified_gmt":"2017-01-27T16:01:26","slug":"neue-horizonte-nach-lund-schweden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/neue-horizonte-nach-lund-schweden\/","title":{"rendered":"Neue Horizonte nach Lund (Schweden)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Ein gemeinsamer Gedenktag\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eEs ist f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Freude heute hier zu sein und von den Werken des Heiligen Geistes Zeugnis zu geben, der zwischen den J\u00fcngern Christi Einheit s\u00e4t. Der Heilige Geist, wie es Martin Luther ausgedr\u00fcckt hat, &#8222;beruft die ganze Christenheit auf\u00a0Erden, sammelt, erleuchtet, heiliget und erh\u00e4lt in Jesus\u00a0Christus im rechten, einigen Glauben\u201d. Heute, in Lund und in Malm\u00f6, erfahren wir das moderne Wunder des Heiligen Geistes, so wie es die J\u00fcnger in meiner Heimatstadt Jerusalem vor zweitausend Jahren erfahren haben. Heute, w\u00e4hrend wir uns versammeln um unserer Hoffnung auf Einheit Ausdruck zu geben, erinnern wir uns an das hohepriesterliche Gebet Christi: \u201dAlle sollen eins sein (&#8230;) damit die Welt glaubt\u201d (Joh. 17,21).<\/p>\n<p>Danken wir dem einen und dreifaltigen Gott, dass wir uns auf dem Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft befinden.<strong> Der geschichtliche Tag\u00a0heute<\/strong> vermittelt der ganzen Welt die Botschaft, dass eine mit Entschiedenheit gelebte Religiosit\u00e4t zu einer friedliche Vers\u00f6hnung f\u00fchren kann, anstatt noch mehr Konflikte in unserer bereits geplagten Welt\u00a0 herbeizuf\u00fchren. Wenn gl\u00e4ubige Menschen sich f\u00fcr Einheit und Vers\u00f6hnung einsetzen, kann die Religion einen Wohlstand f\u00fcr die ganze Menschheit bewirken (\u2026. )\u201c.<\/p>\n<p><em>Aus der Rede von Munib Younan, Pr\u00e4sident des Lutherischen Weltbundes, 31.10.2016<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h5><strong>500 Jahre Reformation &#8211; ein gemeinsamer Gedenktag<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Kurt Kardinal Koch, Pr\u00e4sident des P\u00e4pstlichen Rates zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen, erkl\u00e4rt in einem Artikel des <em>Osservatore Romano<\/em> (17.1.2017) die Bedeutung des lutherisch-katholischen Gedenkens der 500 Jahre Reformation<\/strong><\/p>\n<p>Koch erinnert in dem Artikel an das gemeinsame \u00f6kumenische Gebet von Papst Franziskus und dem Pr\u00e4sident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Munib Younan, beim \u00f6kumenischen Reformationsgedenken am 31.10.2016 im schwedischen Lund.<\/p>\n<p>Dieser historische Moment wurde jedoch nicht nur positiv bewertet. Koch erkl\u00e4rt deshalb, dass es\u00a0 weder um ein &#8222;Abdriften des Katholizismus in den Protestantismus&#8220; gehe, wie katholische Kritiker f\u00fcrchteten, noch um einen &#8222;Verrat der Reformation&#8220;, wie protestantische Kritiker unterstellten. Im Zeitalter der \u00d6kumene seien solche polemischen T\u00f6ne fr\u00fcherer Zeiten \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Beide Seiten sollten das gemeinsame Gedenken zum Dialog nutzen, fordert Kardinal Koch auf. \u201eDas Reformationsgedenken 2017 erinnert an 1517, die Zeit, in der es noch keine Spaltung zwischen dem Reformator Martin Luther und der katholischen Kirche gab\u201c, so der Kardinal.\u00a0 Martin Luther wollte keine neue Kirche gr\u00fcnden, sondern die Christenheit im Sinn des Evangeliums reformieren.\u00a0 Das wurde u.a. durch politische Vorkommnisse verhindert. <strong>Heute \u2013 so Koch \u2013 m\u00fcssten die Christen nach 500 Jahren Trennung \u00a0lernen, in Einheit zu leben. Das Gedenkjahr sei eine Einladung dazu, sich die urspr\u00fcngliche Sorge Martin Luthers wieder zu eigen zu machen.<\/strong> \u00a0Es solle von Bu\u00dfe f\u00fcr die Verletzungen der Vergangenheit, aber auch \u00a0von Dankbarkeit f\u00fcr 50 Jahre Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern und Hoffnung f\u00fcr die Zukunft gepr\u00e4gt sein.<\/p>\n<p><em>(Zusammenfassung von Beatriz Lauenroth)<\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gemeinsamer Gedenktag\u00a0 \u201eEs ist f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Freude heute hier zu sein und von den Werken des Heiligen Geistes Zeugnis zu geben, der zwischen den J\u00fcngern Christi Einheit s\u00e4t. 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