{"id":330606,"date":"2017-03-08T17:16:44","date_gmt":"2017-03-08T16:16:44","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/europa-ohne-geschwisterlichkeit-ist-undenkbar\/"},"modified":"2017-03-08T17:16:44","modified_gmt":"2017-03-08T16:16:44","slug":"europa-ohne-geschwisterlichkeit-ist-undenkbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/europa-ohne-geschwisterlichkeit-ist-undenkbar\/","title":{"rendered":"Europa ohne Geschwisterlichkeit ist undenkbar"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Kapitelsaal San Salvatore in Lauro, Rom, 17. Februar 2017: Miteinander f\u00fcr Europa zu Gast bei der Tagung des Verbandes \u00abStadt f\u00fcr die Geschwisterlichkeit\u00bb.<\/strong><\/h3>\n<p>Nach dem Grusswort der Pr\u00e4sidentin Milvia Monachesi wurden die verschiedenen Potentialit\u00e4ten und Problematiken des europ\u00e4ischen Kontinents unter die Lupe genommen. Zu Wort kamen dabei Donato Falmi, ehemaliger Direktor des Verlags Citt\u00e0 Nuova, Marco Filippeschi, B\u00fcrgermeister von Pisa und Pr\u00e4sident der Liga f\u00fcr die Autonomien, sowie Silvia Costa, Abgeordnete des Europaparlaments und derzeit Koordinatorin der Kulturkommission f\u00fcr S&#038;D, die abschliessend betonte, dass \u00abein Europa ohne Geschwisterlichkeit undenkbar ist\u00bb.<\/p>\n<p>Zum Tagungsthema <strong>\u00abEuropa: Freiheit, Gleichheit und\u2026 die Geschwisterlichkeit? \u2013 Welche Chance heute\u00bb<\/strong> haben Diego Goller (Italien) und Ilona Toth (Ungarn) mit der Erfahrung von <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em> beigetragen. Durch ihre Ausf\u00fchrung wurden Initiativen von Gemeinschaften und Bewegungen verschiedener christlicher Kirchen ins Licht ger\u00fcckt, die mit ihren geistlichen und kulturellen Reicht\u00fcmern einen Beitrag zur Einheit Europas leisten m\u00f6chten.<\/p>\n<p>\u00abMan sagt, dass man Europa eint, indem man die St\u00e4dte eint. In den St\u00e4dten liegen die eigentlichen Probleme, die gel\u00f6st werden m\u00fcssen, die eigentlichen Antworten, die gegeben werden m\u00fcssen. Man sagt oft: <em>\u2018lokal handeln, global denken\u2019<\/em>; vielleicht m\u00fcsste man heute besser sagen: <em>\u2018lokal denken, global handeln\u2019<\/em>, weil die Ideen aus dem Leben geboren werden, aus dem Land, aus der Peripherie und weil die Probleme, die uns in unseren St\u00e4dten Sorgen bereiten, ihren Ursprung auf globaler Ebene haben\u00bb meinte Diego Goller. Und sich auf <strong><a href=\"http:\/\/www.focolare.org\/de\/chiara-lubich\/chi-e-chiara\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chiara Lubich<\/a><\/strong> beziehend, fuhr er fort: \u00abWenn Chiara von <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em> sprach, sagte sie immer: <strong>MITEINANDER<\/strong> steht f\u00fcr Geschwisterlichkeit und <strong>EUROPA<\/strong> f\u00fcr den politischen Aspekt, denn \u201ewir dienen im weitesten Sinne des Wortes einem politischen Projekt.\u201c<\/p>\n<p>\u00abAuf seinem 17 Jahre langen Weg ist die Botschaft von <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em> immer mehr gereift. In Stuttgart wurde sie mit der \u201eBotschaft Miteinander f\u00fcr Europa 2007\u201c durch ein <strong><a href=\"https:\/\/together4europe.org\/de\/about\/i7si\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehrfaches \u201eJA\u201c<\/a> <\/strong>zum Ausdruck gebracht: unsere St\u00e4dte sollen Orte sein, die offen sind f\u00fcr verschiedene Kulturen\u00bb f\u00e4hrt Ilona Toth fort. Sie zitiert auch den franz\u00f6sisch-deutschen Soziologen Michael Hochschild, Professor in Paris, der beim Mitarbeiter-Kongress in <strong><a href=\"https:\/\/together4europe.org\/de\/archive\/munich2016\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen 2016<\/a> <\/strong>auf die Frage, ob die Hoffnung eine Zukunft habe, erkl\u00e4rte: \u00ab<em>Die Antwort liegt in den neuen geistlichen Bewegungen selbst: Ihr Glaube, ihr Engagement und besonders ihre Zuversicht sind auf dem Weg aus der Krise sehr gefragt, weil sie das n\u00f6tige Vertrauen in die Zukunft schaffen. Aber die neuen geistlichen Bewegungen m\u00fcssen sich dazu st\u00e4rker als bisher als kulturelle Gestaltungskr\u00e4fte verstehen und entsprechend verhalten. In gewisser Weise m\u00fcssen sie mehr soziale Bewegung werden.\u00bb <\/em><\/p>\n<p>Auch Alcide de Gaspari, einer der Gr\u00fcnderv\u00e4ter Europas, wurde angef\u00fchrt. Schon 1952 machte er Aussagen, die uns auch heute noch zum demokratischen Dialog einladen: <em>\u00abMan muss w\u00e4hlen: entweder reden, diskutieren, an die Vernunft appellieren, an die menschlichen F\u00e4higkeiten appellieren, oder zur Gewalt greifen, zum Befehl, den Willen einer Person aufzwingen. (\u2026) In der Vergangenheit gab es viele Konflikte und Kriege aufgrund des Unverm\u00f6gens sich zu einigen, miteinander zu diskutieren; aufgrund des Unverm\u00f6gens, zusammenzukommen und \u00fcber den Frieden zu verhandeln. Ist es nicht besser, dass wir uns bem\u00fchen den Frieden zu erlangen, Formeln zu finden und Institutionen einzurichten, die diesen Frieden garantieren?\u00bb<\/em><\/p>\n<p>\u00abDanke f\u00fcr die Einladung, die eine Chance f\u00fcr unsere Synergien bildet. Arbeiten wir gemeinsam daran, dass unsere H\u00e4user, Gemeinschaften und St\u00e4dte zu Werkst\u00e4tten der Gemeinschaft, der Freundschaft und der Geschwisterlichkeit werden, weltoffen und f\u00e4hig zur Integration\u00bb erkl\u00e4rte abschliessend Diego Goller.<\/p>\n<p>Am Ende der Tagung wurde der \u201e<em>Chiara-Lubich-Preis f\u00fcr Geschwisterlichkeit\u201c <\/em>zum achten Mal verliehen: in diesem Jahr wurde er Assisi zugewiesen, der Stadt \u00a0in der &#8211; dank Franziskus &#8211; bereits \u00ab600 Jahre vor der Formulierung der drei Grunds\u00e4tze der Moderne durch die Franz\u00f6sische Revolution (Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit) der Begriff \u201aBr\u00fcderlichkeit\u2018 erklang \u2026\u00bb wie es in der Begr\u00fcndung heisst.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Siehe auch:<\/span> <a href=\"http:\/\/www.cittaperlafraternita.org\/europa-e-fraternita-binomio-impegnativo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.cittaperlafraternita.org\/europa-e-fraternita-binomio-impegnativo<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Videoaufzeichnung (italienisch):<\/span>\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/edJSuqMdDaI\"><strong>https:\/\/youtu.be\/edJSuqMdDaI<\/strong><\/a><\/p>\n<div class=\"et_pb_slider et_pb_slider_fullwidth_off et_pb_gallery_post_type\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_slides\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Convegno-Associazione-Citt\u00e0-per-la-Fraternit\u00e0-Roma-2017-02-17_1-1.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Convegno-Associazione-Citt\u00e0-per-la-Fraternit\u00e0-Roma-2017-02-17_5.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Convegno-Associazione-Citt\u00e0-per-la-Fraternit\u00e0-Roma-2017-02-17_3.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Convegno-Associazione-Citt\u00e0-per-la-Fraternit\u00e0-Roma-2017-02-17_2.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Convegno-Associazione-Citt\u00e0-per-la-Fraternit\u00e0-Roma-2017-02-17_4.jpg);\"><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitelsaal San Salvatore in Lauro, Rom, 17. 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