{"id":330696,"date":"2017-10-31T17:40:28","date_gmt":"2017-10-31T16:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/europa-eine-friedensverheissung\/"},"modified":"2017-10-31T17:40:28","modified_gmt":"2017-10-31T16:40:28","slug":"europa-eine-friedensverheissung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/europa-eine-friedensverheissung\/","title":{"rendered":"Europa, eine Friedensverhei\u00dfung"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Ein Kongress im Vatikan um Europa zu \u00fcberdenken.\u00a0<em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em> war dabei.<\/strong><\/h3>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Heute sind die Christen aufgerufen, Europa wieder eine Seele zu geben, sein Gewissen wieder wachzurufen, nicht um R\u00e4ume zu besetzen \u2013 dies w\u00e4re Proselytismus \u2013, sondern um Prozesse in Gang zu bringen, die neue Dynamiken in der Gesellschaft erzeugen.\u201d D<\/em>iese Worte gab Papst Franziskus den 350 Teilnehmern des Kongresses <em>(Re)Thinking Europe. Ein christlicher Beitrag zur Zukunft des europ\u00e4ischen Projekts <\/em>der Kommission der Bischofskonferenzen der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft (COMECE) in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat (Vatikan, 27.-29. Oktober 2017) mit. Die Begegnung hatte zum Ziel, den christlichen Beitrag zum europ\u00e4ischen Projekt deutlich zu machen, mit der Hoffnung, dass der hier begonnene Dialog f\u00fcr Europa und seine Institutionen in diesen schwierigen Zeiten hilfreich sei.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der COMECE, Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von M\u00fcnchen und Freising, zeichnete ein Bild von Situation, Perspektiven, Herausforderungen und Hoffnungen des Kontinents. Es ging um Themen wie Umwelt, Arbeit, Fl\u00fcchtlingskrise, \u201e<em>es geht um einen klaren Blick auf unsere Gegenwart und vor allem auf die Zukunft<\/em>\u201c, wie er bei der Er\u00f6ffnung am 27. Oktober sagte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Erzbischof Jorge Ortiga von Braga, Delegierter der Portugiesischen Bischofskonferenz an der COMECE, \u201e<em>braucht die Europ\u00e4ische Union eine Seele, etwas Neues. Es geht nicht nur um Territorium oder Wirtschaft, sondern darum, sich der Verantwortung bewusst zu werden, eine gemeinsame Gesellschaft aufzubauen, Ausdruck eines einzigen Leibes, aber in der Verschiedenheit, unter Achtung jeder Kultur, jeden Landes, in dem, was ihm zu eigen ist.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Andr\u00e1s Fejerdy, Professor an der Katholischen Universit\u00e4t von Budapest, stellte fest, dass \u201ed<em>ie Berliner Mauer vor nunmehr 25 Jahren gefallen ist, aber die Mauer in unseren K\u00f6pfen noch nicht. Vielleicht kennen wir im Ostteil Europas Geschichte, Kultur und Gedankengut des westlichen Europa. Aber uns begegnen dort viel Unverst\u00e4ndnis, weil das Wissen fehlt. Beim Workshop, an dem ich teilgenommen habe, waren Vertreter aus Ost- und S\u00fcdeuropa. Es war interessant zu sehen, dass wir die gleichen Hoffnungen und \u00c4ngste im Blick auf die Zukunft Europas teilen.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Katrien Verhegge, Generaldirektorin von <em>Kind en Gezin (Kind und Familie)<\/em>, Belgien: <em>\u201eIn diesen Kontext bringen wir unsere Botschaft von Einheit und Verschiedenheit. F\u00fcr mich bedeutet das, zum Wesentlichen zur\u00fcckzukehren: zur Liebe und zur Goldenen Regel. Dar\u00fcber k\u00f6nnen wir uns einig sein: Tu dem anderen nicht, was du f\u00fcr dich nicht m\u00f6chtest. Wenn wir anfingen, von diesem Punkt her Europa neu zu denken, w\u00e4ren wir schon einen Schritt weiter.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Pedro Vaz Patto, Pr\u00e4sident der Kommission Justitia et Pax in Portugal, sieht derzeit <em>\u201eeine Vertrauenskrise gegen\u00fcber Europa. Wir haben versucht, als Christen unseren Beitrag zu Europa zu geben, das immer auf der Suche nach einer Seele ist. Das Motto der EU ist \u201aEinheit in Verschiedenheit\u2018<\/em>. <em>Wir Christen glauben an einen Gott, der eins und dreifaltig ist. Dieser Glaube hilft uns die Einheit in der Verschiedenheit zu leben, vor allem mit unserem Zeugnis, und das zwischen christlichen Bewegungen, Kirchen, Menschen.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Unter den Teilnehmer an der Begegnung ist auch Ilona Toth, Beauftragte der Fokolar-Bewegung f\u00fcr Miteinander f\u00fcr Europa, ein Projekt von derzeit \u00fcber 300 Gemeinschaften und Bewegungen verschiedener Kirchen auf dem ganzen Kontinent. Unter Wahrung ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit bringen die verschiedenen Gruppierungen ihren spezifischen Beitrag in die Zusammenarbeit f\u00fcr gemeinsame Ziele ein. Sie sagte: <em>\u201eDas Projekt ist in diesem Zusammenhang mit Interesse aufgenommen worden. Wir wurden nach Br\u00fcssel eingeladen, um eine Zusammenarbeit zu beginnen. Den europ\u00e4ischen V\u00f6lkern muss ihre Verantwortung f\u00fcr ihre Zukunft bewusst gemacht werden.\u201d<\/em><\/p>\n<div class=\"et_pb_slider et_pb_slider_fullwidth_off et_pb_gallery_post_type\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_slides\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Ilona-col-Papa.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02799_28102017.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/01864_28102017.jpg);\"><\/div><div class=\"et_pb_slide\" style=\"background: url(https:\/\/www.together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/02454_28102017.jpg);\"><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Von Bedeutung die Anwesenheit von Verantwortlichen verschiedener Kirchen, darunter der Pr\u00e4sident der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, und Vertreter der Konferenz Europ\u00e4ischer Kirchen (KEK): der Generalsekret\u00e4r, P. Heikki Huttunen, und die Vizepr\u00e4sidentin, Rev. Karin Burstrand.<\/p>\n<p>Der Einsatz der Christen in Europa, sagte Papst Franziskus zum Abschluss seiner Ansprache, muss <em>\u201eeine Friedensverhei\u00dfung darstellen. \u2026 Dies ist also nicht die Zeit, um Sch\u00fctzengraben auszuheben, sondern um den Mut zu haben, f\u00fcr die volle Verwirklichung des Traums der V\u00e4ter von einem geeinten und eintr\u00e4chtigen Europa als einer Gemeinschaft von V\u00f6lkern zu arbeiten, die sich nach einem gemeinsamen Ziel der Entwicklung und des Friedens sehnen.\u201d <\/em>(Franziskus, Ansprache an die Kommission der Bischofskonferenzen der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, 28. Oktober 2017)<\/p>\n<p><em>Quelle: SIF\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/francesco\/de\/speeches\/2017\/october\/documents\/papa-francesco_20171028_conferenza-comece.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ansprache von Papst Franziskus><\/a>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333; font-style: normal; font-weight: 300;\">Video:<\/span><strong style=\"color: #333333; font-style: normal;\"><a style=\"text-decoration-line: underline;\" href=\"https:\/\/vimeo.com\/240377109\">\u00a0https:\/\/vimeo.com\/240377109<\/a><\/strong> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Kongress im Vatikan um Europa zu \u00fcberdenken.\u00a0Miteinander f\u00fcr Europa war dabei. \u201eHeute sind die Christen aufgerufen, Europa wieder eine Seele zu geben, sein Gewissen wieder wachzurufen, nicht um R\u00e4ume zu besetzen \u2013 dies w\u00e4re Proselytismus \u2013, sondern um Prozesse in Gang zu bringen, die neue Dynamiken in der Gesellschaft erzeugen.\u201d Diese Worte gab Papst [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":327573,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"Christen geben Europa eine neue Seele","_seopress_titles_desc":"Kongress im Vatikan: Wie Christen Europas Seele erneuern. 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