{"id":330720,"date":"2018-02-23T08:56:24","date_gmt":"2018-02-23T07:56:24","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/fuer-europa-sein\/"},"modified":"2018-02-23T08:56:24","modified_gmt":"2018-02-23T07:56:24","slug":"fuer-europa-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/fuer-europa-sein\/","title":{"rendered":"&#8222;F\u00fcr&#8220; Europa sein"},"content":{"rendered":"<h3><strong><em>&#8222;Staunen \u00fcber eine Bewegung des Geistes Gottes in unserer Zeit.&#8220;\u00a0\u00a0<\/em>Walter Kardinal\u00a0 Kasper hat den Weg von\u00a0<em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em>\u00a0von Anfang an begleitet. W\u00e4hrend des Kongresses in M\u00fcnchen, am 30. Juni 2016, unterstrich er\u00a0was ihm wichtig ist und wof\u00fcr er mit uns einsteht.<\/strong><\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>GOTTES GEIST WIRKT AUCH IN UNSERER ZEIT M\u00c4CHTIG<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Freunde, wundersch\u00f6n wieder bei euch zu sein und noch wundersch\u00f6ner zu sehen, was seit Stuttgart 2004 aus euch geworden ist. Der Traum von damals beginnt Wirklichkeit zu werden. Gottes Geist ist auch in unserer Zeit m\u00e4chtig. Wir haben Grund zu danken.<\/p>\n<p><strong><em>Unser Traum <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Angefangen hat es am 31. Oktober 1999 in Augsburg.\u00a0 Evangelische und katholische Christen haben amtlich gemeinsam festgestellt: Gemeinsam bekennen wir, Jesus Christus ist unser Heil. Viele haben gesagt: Diese Erkl\u00e4rung bedeutet nichts; sie ist folgenlos geblieben. Nein, nicht folgenlos ist sie geblieben. Ihr seid die Folge, eure Bewegung [<em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em>] ist die Frucht. Papst Johannes Paul II. hatte Recht. Die Erkl\u00e4rung war ein Meilenstein.<\/p>\n<p>Ein Meilenstein ist eine Etappe auf dem Weg, nicht das Ziel. Die n\u00e4chste Etappe steht vor uns: der Herbst 2016 in Lund, der Oktober 2017 in Wittenberg. Wieder gibt es Zweifler. Wir sagen: 500 Jahre Trennung, das reicht. Das kann nicht so bleiben. Es w\u00e4re Verrat an Jesus Christus und eine Schande vor der Welt, wenn wir es nur bei sch\u00f6nen Worten belie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wir haben einen Traum. Denn wir wissen: Die \u00d6kumene ist ein Durchgang des Heiligen Geistes durch die Kirche. Auf ihn ist Verlass. Er hat die \u00f6kumenische Bewegung angestiftet; er wird sie auch zu Ende f\u00fchren. Einheit in vers\u00f6hnter Verschiedenheit ist m\u00f6glich. Sagt den z\u00f6gerlichen Experten der Trennung: Wir sind Experten der Einheit. Wir haben erfahren: Es ist schon heute mehr m\u00f6glich als ihr denkt! Alle m\u00fcssen sich bewegen; alle m\u00fcssen umdenken und umkehren!<\/p>\n<p><strong><em>Miteinander in Europa <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Einheit der Kirche ist umso wichtiger als heute die Einheit Europas in Gefahr ist. \u201eGemeinsam f\u00fcr Europa\u201c ist heute wichtiger denn je. Als ich jung war, nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, da war Europa f\u00fcr uns Junge ein Friedensprojekt. Aus Feinden sollten Freunde werden, und wir sind es geworden. 70 Jahre Frieden ist uns geschenkt worden, l\u00e4nger als jemals zuvor in der Geschichte Europas. Frieden und Wohlstand, wie ihn unsere Vorfahren nicht einmal h\u00e4tten tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Das ist kein Traum, das ist eine Wirklichkeit. Das ist unsere Zukunft.<\/p>\n<p>Dazu braucht Europa eine florierende Wirtschaft. Niemand bestreitet das. Wirtschaft ist eine unerl\u00e4ssliche Grundlage des Lebens und des \u00dcberlebens. Doch Wirtschaft ist eine Grundlage, aber sie ist nicht der Sinn des Lebens. Deshalb braucht Europa mehr als Wirtschaft. Europa ist nicht nur Wirtschaftsgemeinschaft. Europa ist eine Wertegemeinschaft. Sie hat viele christliche Grundlagen, ohne die Europa nicht Europa sein kann. Das haben viele vergessen. Daf\u00fcr neu einzutreten ist unsere Aufgabe.<\/p>\n<p>Es kann nicht sein, das die l\u00e4ngst tot geglaubten Gespenster eines nationalistischen Egoismus wieder aus ihren Gr\u00e4bern steigen und Angst und Schrecken verbreiten. Jeder von uns liebt sein Vaterland, seine Sprache und seine Kultur. Wir wollen keine Gleichmacherei. Die Vielfalt Europas ist der Reichtum Europas. Aber Vaterlandsliebe hat nichts zu tun mit Nationalismus, der Mauern und Z\u00e4une baut oder meint, wir k\u00f6nnten uns auf eine nationale Insel der Seligen zur\u00fcckziehen. Vaterlandsliebe ist offen, l\u00e4sst sich bereichern und will andere bereichern. Wer dagegen Zugbr\u00fccken hochzieht, der wird bald selbst verhungern.<\/p>\n<p>Papst Franziskus hat j\u00fcngst gesagt: Europa als \u201eWork in progress\u201c. Europa war nie einfach fertig, es war schon immer \u201ein progress\u201c. Es war schon immer seine St\u00e4rke, andere Kulturen zu integrieren: die Kelten, die Germanen, die Normannen, die Slawen, und den Muslimen begegnen wir heute auch nicht das erste Mal.<\/p>\n<p>Nach dem Fall der Berliner Mauer haben wir geschw\u00e4rmt, auf grenzenlose Kommunikation, auf universale Demokratie, universale Menschenrechte gehofft. Nun aber kommen die Probleme der eins werdenden Welt zu uns. Sie kommen nicht als abstrakte Zahlen, es kommen Menschen mit konkreten Gesichtern. Sie sind Kinder Gottes. Sie stellen uns vor neue Aufgaben: Wir sollen ihnen die Attraktivit\u00e4t des Christentums vorleben. Praktisch zeigen: Christ-sein ist eine gute Sache. Das k\u00f6nnen wir als Evangelische und Katholische nur gemeinsam, wenn wir die Gr\u00e4ben zwischen uns Christen \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Geht das? Ja, es geht. Als Christen glauben wir an die Auferstehung und das Wirken des Geistes Gottes. Wir glauben, dass das Leben st\u00e4rker ist als der Tod und die Liebe st\u00e4rker als der Hass. Jesus Christus ist mitten unter uns; er geht uns voran. Als Christen sind wir Zeugen der Hoffnung f\u00fcr ein neues Miteinander der Christen und f\u00fcr ein neues Miteinander in Europa. Nicht Angst, Hoffnung ist angesagt. Nicht Bedenkentr\u00e4ger, Br\u00fcckenbauer und Hoffnungstr\u00e4ger sollen wir sein.<\/p>\n<p><em>Walter Kardinal Kasper, emeritierter Kurienkardinal und ehemaliger Pr\u00e4sident des P\u00e4pstlichen Rates zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Herunterladen:\u00a0 \u00a0<a href=\"https:\/\/together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Lesehilfe-und-Impulse-von-Sr.-Nicole-Grochowina-Munich2016_DE.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MfE M\u00fcnchen 2016 &#8211; Gespr\u00e4chsimpulse zum Beitrag von Kard. W. Kasper am 30. Juni 2016, Sr. Nicole Grochowina, Selbitz<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Staunen \u00fcber eine Bewegung des Geistes Gottes in unserer Zeit.&#8220;\u00a0\u00a0Walter Kardinal\u00a0 Kasper hat den Weg von\u00a0Miteinander f\u00fcr Europa\u00a0von Anfang an begleitet. 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