{"id":330753,"date":"2018-04-04T17:06:29","date_gmt":"2018-04-04T15:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/dialog-unter-verschiedenartigen-menschen\/"},"modified":"2018-04-04T17:06:29","modified_gmt":"2018-04-04T15:06:29","slug":"dialog-unter-verschiedenartigen-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/dialog-unter-verschiedenartigen-menschen\/","title":{"rendered":"Dialog unter verschiedenartigen Menschen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Hier ein Impuls, eine Bereicherung f\u00fcr diejenigen von uns, die am 9. Mai, &#8222;Fest des <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em>&#8222;, einen runden Tisch er\u00f6ffnen m\u00f6chten, um unter verschiedenartigen Menschen &#8211; aus Ost und West, S\u00fcd und Nord, Mitgliedern verschiedener Kirchen, Gl\u00e4ubigen oder nicht, Einheimischen oder Fl\u00fcchtlingen &#8211; einen Dialog zu f\u00fchren&#8230;<\/strong><\/h3>\n<h6><\/h6>\n<h6><strong>Die unterschiedliche Zusammensetzung Europas<\/strong><\/h6>\n<p>Um die Situation Europas gut einordnen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir uns der geopolitischen und kulturellen Wirklichkeit bewusst werden.<\/p>\n<p>Das westliche Europa ist in erster Linie ein sozio-politischer Begriff und identifiziert sich haupts\u00e4chlich mit den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern der sogenannten &#8222;Ersten Welt&#8220;, Ergebnis einer jahrhundertelangen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung, die sich von der osteurop\u00e4ischen deutlich unterscheidet. Der Begriff Westeuropa wird heute allgemein verbunden mit der liberalen Demokratie, dem Kapitalismus und auch mit der EU, obwohl durch die Erweiterung inzwischen auch \u00f6stliche Staaten hinzugekommen sind. Die meisten Staaten dieser Region haben die westliche Kultur gemeinsam, obwohl es scheint, dass sie sich heute in einer Krise befindet. Und man bemerkt Verschiedenheiten und Spannungen auch im Innern des Westens, z. B. zwischen Nord und S\u00fcd. Oder denken wir an die Kirche Englands, die sich sicher nach der Brexit nicht von Europa abwenden wird, sondern seine \u00f6kumenische Beziehungen verst\u00e4rken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Dagegen ist Osteuropa eher ein geografischer Begriff, ein Territorium, das durch andere Traditionen und Probleme gekennzeichnet ist. In gro\u00dfen Linien kann man sie in drei kulturelle Gebiete aufteilen: Mitteleuropa, der Balkan und die L\u00e4nder der ehemaligen Sowjetunion; auf religi\u00f6ser Ebene kann man die katholisch-protestantische und die orthodoxe Welt unterscheiden, welche auch Denkarten und Verhaltensweisen beeinflussen. Der gemeinsame Nenner der Ostl\u00e4nder findet sich in ihrer postkommunistischen Lage, mit den sozialen und politischen Anstrengungen auf dem schwierigen Weg der Demokratisierung. Mit der Erweiterung der EU passen sich einige von ihnen relativ schnell an das wirtschaftliche und rechtliche System des Westens an, w\u00e4hrend eine kulturelle Ann\u00e4herung sehr viel langsamer vorangeht.<\/p>\n<h6><strong>Zuerst eine Begegnungskultur aufbauen<\/strong><\/h6>\n<p>Um zu einem fruchtbaren Dialog zu gelangen, m\u00fcssen wir die Probleme graduell und nicht frontal angehen. Nach dem Weg, den das \u201cMiteinander f\u00fcr Europa \u201c in seinen 18 Jahren gegangen ist und dessen Erfahrung 2016 an einem internationalen Kongress reichhaltig dargestellt wurde, ist es nun notwendig, aus einer kritischen Verteidigungshaltung herauszukommen und eine Kultur der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens und der Vers\u00f6hnung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>In den letzten Jahrhunderten betrachtete der Osten den Westen als kulturelles und politisches Modell und entwickelte Verst\u00e4ndnis dem gegen\u00fcber, was im Westen geschah. Oft jedoch stellten die Osteurop\u00e4er schmerzlich fest, dass auf Seiten der Westeurop\u00e4er ihnen gegen\u00fcber jegliche Kenntnisse fehlten, was leicht zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrte. Ohne dass der Westen die Werte des Ostens anerkennt, kann man nicht zur Gleichheit und Gegenseitigkeit gelangen. Dazu braucht es Bescheidenheit, Vertrauen, Kenntnisse und gegenseitige Aufnahmef\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Demzufolge sollten wir &#8211; denke ich &#8211; in einem ersten Schritt eine Kultur der Begegnung f\u00f6rdern, eine Plattform bzw. ein \u201cHaus\u201d schaffen, wo man miteinander in Dialog treten kann. In dieser Phase k\u00f6nnten wir auch \u00fcber unsere kulturellen Traditionen nachdenken, \u00fcber unsere verschiedenen Denkweisen, um uns so in einem konstruktiven Dialog zu schulen.<\/p>\n<p><em>Auszug aus der Rede von P\u00e1l T\u00f3th &#8222;Kultur der Begegnung und des Dialogs zwischen Ost und West in Europa&#8220;, Treffen des Tr\u00e4gerkreises von &#8222;Miteinander f\u00fcr Europa&#8220; &#8211; Wien, 10. November 2017)<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/together4europe.org\/de\/vienna-ponte-lovest-lest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Der vollst\u00e4ndige Beitrag kann heruntergeladen werden ><\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier ein Impuls, eine Bereicherung f\u00fcr diejenigen von uns, die am 9. 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