{"id":330771,"date":"2018-08-22T18:09:39","date_gmt":"2018-08-22T16:09:39","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/europa-im-zeitalter-der-angst\/"},"modified":"2018-08-22T18:09:39","modified_gmt":"2018-08-22T16:09:39","slug":"europa-im-zeitalter-der-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/europa-im-zeitalter-der-angst\/","title":{"rendered":"Europa im &#8222;Zeitalter der Angst&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Es gilt, immer mehr in eine \u00abKultur des Vertrauens\u00bb, eines eben auch welthaften Gott-Vertrauens hineinzuwachsen.\u00a0<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>Der Beitrag von Herbert Lauenroth am Mitarbeiter-Kongress von &#8222;<em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em>\u00a0&#8211; M\u00fcnchen 2016&#8243;\u00a0ist noch immer h\u00f6chst aktuell.\u00a0Hier der volle Wortlaut.\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Liebe Freunde!<\/p>\n<p>Beginnen m\u00f6chte ich meine \u2013 eher grunds\u00e4tzlich gehaltenen \u2013 \u00dcberlegungen zum Thema der Angst, der Angst in Europa mit zwei eindringlichen Bildern biblischer bzw. s\u00e4kularer Pr\u00e4gung:<\/p>\n<p>(1) Im Buch Genesis ruft Gott nach dem Menschen \u2013 in einem dramatischen Augenblick: \u201eWo bist Du, Adam?\u201c \u2013 Der Ruf geht an den, der sich \u2013 schamerf\u00fcllt und angstgetrieben \u2013 in das Unterholz gefl\u00fcchtet hat, der sich vor dem Anblick Gottes verbirgt, weil er sich seiner existenziellen Nacktheit und Armseligkeit bewusst geworden ist. Das Bild beschreibt unsere gegenw\u00e4rtige Situation in Europa recht drastisch: Unser Kontinent verbarrikadiert sich, verschanzt sich in seiner ausweglos erscheinenden Gegenwart.\u00a0Europa steckt also in diesem Unterholz, diesen Verstrickungen in die eigenen Begrenzungen und Schuldgeschichten. Dieses Unterholz <em><u>ist<\/u><\/em> Idomeni, die mazedonische Grenze, der stacheldrahtbewehrte Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze, es steht aber auch f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Aus-Grenzungen in unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>Liest man nun das biblische Szenarium im Blick auf den Ausbau Europas zur \u201eFestung\u201c &#8211; als Ma\u00dfnahme gegen die Migranten, dann gewinnt das Bild noch einmal eine andere Lesart: Dann steht hier n\u00e4mlich der europ\u00e4ische Souver\u00e4n vor uns: als der eigentlich Unbehauste, Heimatlose, Fl\u00fcchtende, der auf der fatalsten aller Fluchten ist: der vor sich selbst.\u00a0Europa muss also neu diesen Anruf des biblischen Gottes vernehmen: als Frage nach der Bestimmung, der Sendung und Verantwortung f\u00fcr sich und die Welt: \u201eAdam\/Europa, wo bist Du?\u201c<\/p>\n<p>(2) Dieses Bild einer existenziellen Enge, aus der Gott herausruft, findet seine Entsprechung in den Visionen einer kosmischen Verlorenheit des Menschen in einem indifferenten, ungastlichen Universum. Dem hat der Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal Ausdruck verliehen: \u201eDas ewige Schweigen dieser unendlichen R\u00e4ume macht mich schaudern!\u201c.\u00a0 Es geht hier um ein Entsetzt- oder Ausgesetzt-Sein, das den auf sich zur\u00fcckgeworfenen, isolierten Menschen \u00e4ngstigt \u2013 und leitmotivisch in der Geschichte Europas als \u201eVerlust der Mitte\u201c oder \u201emetaphysische Obdachlosigkeit\u201c beschrieben worden ist.<\/p>\n<p>(3) Diese Angst vor Selbst- und Weltverlust kann aber zugleich auch einen neuen Erfahrungs-Raum erschlie\u00dfen:<\/p>\n<p>* Der tschechische Dichter und Staatspr\u00e4sident Vaclav Havel hat seinerzeit &#8211; im R\u00fcckblick auf die friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa in den Jahren 1989\/90 &#8211; von der ANGST als \u201eANGST VOR DER FREIHEIT\u201c gesprochen:\u00a0<em>Wir waren wie Gefangene, die sich an das Gef\u00e4ngnis gew\u00f6hnt hatten, und dann, aus heiterem Himmel in die ersehnte Freiheit entlassen, nicht wussten, wie sie mit ihr umgehen sollten und verzweifelt waren, weil sie sich st\u00e4ndig selbst entscheiden und Verantwortung f\u00fcr ihr eigenes Leben \u00fcbernehmen mussten.\u00a0<\/em>Es gilt, so Havel, sich dieser Angst zu stellen. Denn so kann sie in uns <em>schlie\u00dflich auch neue F\u00e4higkeiten wecken: Angst vor der Freiheit kann genau das sein, was uns schlie\u00dflich lehrt, unsere Freiheit wirklich richtig auszuf\u00fcllen. Und Angst vor der Zukunft kann genau das sein, was uns zwingt, alles daf\u00fcr zu tun, dass die Zukunft besser wird.\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>* Der gro\u00dfe protestantische Theologe Paul Tillich schlie\u00dflich verortet die Angst als grundlegende Erfahrung menschlicher Existenz:\u00a0 <em>Der Mut zum Sein, <\/em>schreibt er,<em> wurzelt in dem Gott, der erscheint, wenn Gott in der Angst des Zweifels verschwunden ist.\u00a0<\/em>Das bedeutet: Erst die Erfahrung der Angst &#8211; als Verlust eines vormals pr\u00e4genden und f\u00fcr unver\u00e4nderlich gehaltenen Gottes-, Menschen und Welt-Bildes &#8211; setzt das frei, was hier &#8222;Mut zum Sein&#8220; genannt wird. Der wahre &#8211; g\u00f6ttliche &#8211; Gott erscheint gewisserma\u00dfen im Herzen der Angst, und Er allein bewirkt Ent-\u00c4ngstigung. Und diese Erfahrung wiederum f\u00fchrt den Menschen zu den tieferen Erfahrungshorizonten des Seins. Gott offenbart sich in der vermeintlichen Gesichts- und Geschichtslosigkeit der Welt als Antlitz des Anderen.<\/p>\n<p>(4) Es gilt also, in diese &#8222;Weltinnenr\u00e4ume&#8220; biografischer wie kollektiver \u00c4ngste und Verlust\u00aderfahrungen hinabzusteigen, um dort jenem Gott zu begegnen, der uns rettet. Zwei Beispiele:<\/p>\n<p>(4.1) <strong><u>Yad Vashem<\/u><\/strong>: Mein Besuch im vergangenen Herbst in der Erinnerungsst\u00e4tte an die Shoah ist mir unverge\u00dflich: Ich gehe wie benommen durch diese labyrinthisch anmutende Architektur und gelange schlie\u00dflich zum \u201eDenkmal f\u00fcr Kinder\u201c, einem unterirdisch angelegten Raum, in dem das Licht brennender Kerzen durch Spiegel reflektiert wird. In diesem dunklen Resonanzraum k\u00f6rperloser Stimmen, die unabl\u00e4ssig die elementaren Lebens-Daten der unschuldigen Opfer in Erinnerung rufen, empfinde ich eine neue, tiefe Solidarit\u00e4t \u00a0&#8211; gerade im Blick auf diese tiefsitzende Ur-Angst, nicht nur physisch vernichtet, sondern \u00fcberhaupt aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis gel\u00f6scht zu werden. Das Zeugnis dieses Ortes wird mir zur eigenen Erfahrung: Dem verlorenen Namen einen Ort geben, dem Namen Gottes und seiner Gesch\u00f6pfe eine Erinnerung bewahren. Mein Eintrag ins G\u00e4stebuch ist ein Satz des Propheten Jesaja und bringt sowohl meine Verst\u00f6rung als auch die neue Hoffnung auf die unverlierbare N\u00e4he eines v\u00e4terlichen Gottes zum Ausdruck: \u201eF\u00fcrchte Dich nicht, denn ich habe Dich erl\u00f6st. Ich habe Dich mit Deinem Namen gerufen, Du bist mein!\u201c<\/p>\n<p>(4.2) Und im Blick auf die Gro\u00dfen europ\u00e4ischen Erz\u00e4hlungen der Angst beschreibt der tschechische Philosoph und Theologe Tom\u00e1s H\u00e1lik eine \u00e4hnliche Erfahrung:\u00a0\u201e<em>Das k\u00fchne Projekt der europ\u00e4ischen Einheit errichten wir nicht auf unbekanntem Boden oder Brachland. Wir bauen es auf einem Boden, in dessen Schichten vergessene Sch\u00e4tze und verbrannte Tr\u00fcmmer lagern, wo G\u00f6tter, Helden und Verbrecher begraben sind, verrostete Gedanken und nicht explodierte Bomben liegen. Wir m\u00fcssen uns von Zeit zu Zeit aufmachen und in die Tiefen Europas blicken, in die Unterwelt, wie Orpheus zu Eurydike oder der get\u00f6tete Christus zu Abraham und den V\u00e4tern aus dem Alten Testament<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>(5) F\u00fcr mich b\u00fcndeln sich diese verschiedenen \u201eAbstiege in die Abgr\u00fcnde der Angst\u201c in der Schilderung der Taufe Jesu bei Matth\u00e4us:<\/p>\n<p>\u201e<em>Als aber Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme ergeht aus den Himmeln, die spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe<\/em>.\u201c\u00a0Mit Christus absteigen, um an jenen Nullpunkt zu gelangen, \u00fcber dem sich dann ganz \u00fcberraschend der Himmel \u00f6ffnet. Und hier zeigt sich Gottes Lebensgesetz: \u201e<em>Was von oben kommt, muss von unten wachsen<\/em>.\u201c\u00a0So entsteht <em><u>in, mit und durch Jesus<\/u><\/em> jene \u201egeschwisterlich\u201c gepr\u00e4gte Solidargemeinschaft, in der sich die einzelnen nicht nur als \u201eSchwestern und Br\u00fcder\u201c, sondern auch als \u201eS\u00f6hne und T\u00f6chter Gottes\u201c erkennen, in der also \u201eMenschenw\u00fcrde\u201c und \u201eGottebenbildlichkeit\u201c eine untrennbare Einheit bilden.<\/p>\n<p>(6) In seinen Aufzeichnungen aus der Haft \u201eWiderstand und Ergebung\u201c sieht Dietrich Bonhoeffer den Kern der christlichen Identit\u00e4t als Antwort an die Anfrage Jesu im Moment seiner Todesangst in Gethsemane: \u201eK\u00f6nnt Ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?\u201c &#8211;\u00a0\u00a0 Es ist die Einladung zur Nachtwache an der Seite Jesu, seiner dem Vater zugewandten Gegenwart in einer s\u00e4kularen\u00a0 &#8211; vermeintlich gott-losen \u2013 Welt, und diese Gegenwart Jesu verwandelt unterschiedlichste Orte in Erfahrungs- und Erwartungs-R\u00e4ume trinitarischen Lebens.<\/p>\n<p>(7) Die \u201eAngst\u201c erscheint in dieser Schl\u00fcsselstelle des Lukas-Evangeliums als privilegierter Lernort des Glaubens, an dem sich unsere diffusen, \u201eblinden\u201c \u00c4ngste, b\u00fcndeln und zur authentischen und erkenntnisstiftenden \u201eGottes-Furcht\u201c Jesu wandeln.<\/p>\n<p>Denn:<\/p>\n<ul>\n<li><em><u>In, mit, durch Jesus<\/u><\/em>: ereignet sich die Ent- als echte Durch-\u00c4ngstigung des Menschen auf Gott hin: Die vermeintliche <em>Preisgabe <\/em>des Sohnes wandelt sich zur <em>Hingabe <\/em>an den Vater.<\/li>\n<li>Einheit w\u00e4chst als Erfahrung wechselseitigen Vertrauens aus der Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das unverf\u00fcgbare Geheimnis Gottes, der Alterit\u00e4t des anderen; die j\u00fcdische Philosophin Simone Weil hat f\u00fcr diese Erfahrung eine markante Formulierung gefunden: erst das vorbehaltlose \u201eEinwilligen in die Distanz des anderen\u201c\u00a0 &#8211; so die franz. Philosophin Simone Weil &#8211; erm\u00f6glicht authentische N\u00e4he und Gemeinschaft mit Gott und den Menschen.<\/li>\n<li>Und also geht es darum: Das Unbekannte, Fremde, Randst\u00e4ndige bevorzugen &#8211;\u00a0 als \u201eLernort\u201c des Glaubens \u2013 in, mit, durch Jesus.<\/li>\n<li>Das gilt gerade auch f\u00fcr die verschiedenen Charismen und die Gemeinschaft unter ihnen: Bei einer Begegnung des \u201eMfE\u201c im November 2013 mit Jean Vanier, dem Gr\u00fcnder der &#8222;Arche&#8220;, in Paris wurde uns deutlich: Eigentlich besteht die Aufgabe der Charismen auch darin, das \u201eCharisma der Welt\u201c zu empfangen und eben dieser Welt zu spiegeln; Vaniers Zeugnis hat uns sehr beeindruckt: nicht in erster Linie <strong><em><u>mit<\/u><\/em><\/strong> und <strong><em><u>f\u00fcr<\/u><\/em><\/strong> die \u201eAdressaten\u201c der Seligpreisungen Jesu zu leben, sondern <strong><em><u>von<\/u><\/em><\/strong> ihnen her. Sie, die vermeintlich Bed\u00fcrftigen und Empfangenden, sind die eigentlich Gott-Begabten und Gebenden, die Tr\u00e4ger einer Botschaft, einer Gegen\u00adwart Gottes, die von den R\u00e4ndern wieder in die Mitte unserer Gesellschaften gelangen muss.\u00a0 Der Aachener Bischof und Religionsphilosoph Klaus Hemmerle formulierte pr\u00e4gnant: \u201eLass mich an Dir die Botschaft lernen, die ich Dir zu \u00fcberbringen habe\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(8) Diese Haltung aber verlangt eine \u201eSchubumkehr\u201c, eine echte <em>Met\u00e1noia <\/em>im Selbst- und Weltverst\u00e4ndnis so mancher Christen, einen neuen Glauben an die in Christus geoffenbarte Liebe Gottes zur Welt.\u00a0Dabei gilt es, immer mehr in eine \u201eKultur des Vertrauens\u201c, ja eines eben auch welthaften Gott-Vertrauens hineinzuwachsen, das in Jesus grundgelegt ist.<\/p>\n<p>(9) Der Blick hinauf in die Kuppel des Circus-Krone-Bau l\u00e4sst uns vielleicht an die Trapezk\u00fcnstler denken \u2013 f\u00fcr mich die wahren Artisten der Ent-\u00c4ngstigung: immer im Wagnis des Vertrauens, des Loslassens und sich erneut Ausstreckens im Raum des Zuk\u00fcnftigen, als \u201eSpringer in der Schwebe\u201c (H.Nouwen). Artistischer Augen-Blick in jenem <em>prophetischen<\/em> und immer auch <em>prek\u00e4ren, <\/em>riskanten Zwischen von \u201eGnade und Schwerkraft\u201c: als Anmut des Schwere-Losen, in der sich das Gesch\u00f6pf doch immer gehalten und unterfangen, in gewisser Weise von sich \u201eerl\u00f6st\u201c und zum anderen hin befreit wei\u00df:<\/p>\n<p>\u201e<em>Ein Springer muss springen, und ein F\u00e4nger muss fangen, und der Springer muss mit ausgestreckten Armen und offenen H\u00e4nden darauf vertrauen, dass der F\u00e4nger da sein wird. \u2026 Denke daran, dass du Gottes geliebtes Kind bist. Er wird da sein, wenn Du Deinen langen Sprung machst. Versuche nicht, nach ihm zu greifen. Er wird nach Dir greifen. Strecke einfach Deine Arme und H\u00e4nde aus \u2013 und vertraue, vertraue, vertraue!\u201c\u00a0 (H. Nouwen)\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Herbert Lauenroth (\u00d6kumenisches Lebenszentrum Ottmaring bei Augsburg), M\u00fcnchen, Circus-Krone-Bau, 01.07.2016\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Foto: Trapezk\u00fcnstler \u00a9Thierry Bissat (MfG); H. Lauenroth:\u00a0\u00a9Ursula Haaf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gilt, immer mehr in eine \u00abKultur des Vertrauens\u00bb, eines eben auch welthaften Gott-Vertrauens hineinzuwachsen.\u00a0 Der Beitrag von Herbert Lauenroth am Mitarbeiter-Kongress von &#8222;Miteinander f\u00fcr Europa\u00a0&#8211; M\u00fcnchen 2016&#8243;\u00a0ist noch immer h\u00f6chst aktuell.\u00a0Hier der volle Wortlaut.\u00a0 Liebe Freunde! 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