{"id":330961,"date":"2020-03-26T13:24:45","date_gmt":"2020-03-26T12:24:45","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/stopp\/"},"modified":"2020-03-26T13:24:45","modified_gmt":"2020-03-26T12:24:45","slug":"stopp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/stopp\/","title":{"rendered":"STOPP!"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Eine pers\u00f6nliche Begegnung mit Chiara Lubich, um ihren hundertsten Geburtstag zu feiern<\/strong><\/h3>\n<h5><strong>Gestern h\u00f6rte ich von einem bedeutenden Wirtschaftswissenschaftler: \u201e<em>Das gemein-same Leid hat uns pl\u00f6tzlich gelehrt, was das Gemein-wohl ist<\/em>\u201c. Das sagt in wenigen Worten eine gro\u00dfe Wahrheit aus. Sie erinnert uns an eine weitere: <em>&#8222;&#8230;alle Dinge sind durch ihr Gegenteil noch besser zu erkennen&#8220;.<\/em> W\u00e4hrend wir die K\u00f6pfe senken und f\u00fcr die Toten, die Kranken und die vielen unbekannten Menschen beten, die schweigend in den Krankenh\u00e4usern und an den Schl\u00fcsselpunkten der St\u00e4dte arbeiten, erheben wir gleichzeitig bescheiden die Augen zum Himmel mit der Gewissheit im Herzen: Wir leben in Zeiten der Gnade. Wenn das Coronavirus sprechen k\u00f6nnte, w\u00fcrde es vielleicht sagen: <em>&#8222;&#8230;Stopp, nicht bewegen, ich bin hier, um euch zu helfen&#8230;&#8220; <\/em><\/strong><\/h5>\n<p>Dieses \u201eStopp\u201c war vielleicht das Letzte, was die Organisatoren der Hundertjahrfeier von Chiara Lubich in diesem Jahr, 100 Jahre nach der Geburt der Gr\u00fcnderin der Fokolar-Bewegung, erwartet h\u00e4tten. Italien und viele L\u00e4nder der f\u00fcnf Kontinente h\u00e4tten eigentlich Tausende von G\u00e4sten &#8211; gro\u00dfe und kleine, Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik und Kirche, Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen &#8211; erwartet um zu feiern und vor allem um <strong>Chiara zu <em>begegnen<\/em>, die weiterhin durch ihr gro\u00dfes Ideal, die Einheit, lebendig ist:<\/strong> \u201eAlle sollen eins sein\u201c wie Jesus zum Vater gebetet hat (Joh 17,21).<\/p>\n<p>Also \u201eStopp\u201c den \u00f6ffentlichen Feierlichkeiten. Vorl\u00e4ufig. <em>\u201e<\/em><em>Wir wissen nicht, wie lange es dauert, Wochen oder Monate\u2026 wer wei\u00df.<\/em><em>&#8222;,<\/em> sagt <strong>Maria Voce,<\/strong> die wie alle zuhause bleiben muss, in einer Videobotschaft, die sie <strong>als Pr\u00e4sidentin an die Fokolar-Bewegung<\/strong> richtet. \u201e<em>Aber es wird vorbeigehen. Wenn wir gut leben in dieser Zeit, werden wir die lebendige und starke Gegenwart Jesu im gelebten Evangelium neu entdecken, seine Gegenwart im Bruder, in der Schwester, Jesus unter uns, der auch dann unter uns, in unserer gro\u00dfen Familie lebendig sein kann, wenn wir r\u00e4umlich voneinander getrennt sind. Vor allem, aber, werden wir ihm begegnen im Ja zum Schmerz, in dem wir Jesus den Verlassenen erkennen \u2013 \u201eden Gott Chiaras\u201c, wie der Bischof von Trient gesagt hat. In Ihm werden wir auch Chiara begegnen und lernen, die Situation mit ihren Augen zu sehen. Auch wir werden die Erfahrung Chiaras und ihrer ersten Gef\u00e4hrtinnen wiederholen k\u00f6nnen, die kaum den Krieg oder das Kriegsende bemerkt haben, weil sie so gepackt waren von Gott und seiner Liebe. Diese Wirklichkeit war st\u00e4rker als alles andere. <strong>Alles begann mit diesem neuen Glauben an die Liebe Gottes.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Und sie ist es, die den Dank erntet.\u00a0<strong>Gerhard Pross (CVJM Esslingen),<\/strong> einer der Initiatoren und derzeit Moderator von <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em>, schreibt ihr unter anderem: <em>\u201e<strong>Chiara Lubich war eine ganz besondere Gnade Gottes<\/strong> an Euch, aber auch an das ganze Volk Gottes, ja <strong>an die gesamte Menschheit.<\/strong> Ihr zu begegnen war etwas ganz Besonderes und dank des Charismas war es ihr geschenkt, eine geistliche Bewegung zu gr\u00fcnden <strong>und dar\u00fcber hinaus eine F\u00fclle von Gr\u00fcndungs- und Erneuerungsimpulsen zu setzen.<\/strong> [&#8230;] Sie war es, die uns auf den Weg des \u201eMiteinanders\u201c gelockt hat, der \u00fcber das Treffen von Verantwortlichen (Februar 2000) und \u201eMiteinander wie sonst\u201c am 8.12.2001 in M\u00fcnchen zum \u201eMiteinander f\u00fcr Europa\u201c im Mai 2004 in Stuttgart gef\u00fchrt hat. Sie war ohne Frage \u201eprimus inter pares\u201c im Leitungskomitee und hat uns mit Liebe, aber auch mit einer klaren Vision nach vorn geleitet. <strong>Ihr Feuer der Liebe, ihre Klarheit und Ihre Entschlossenheit haben das Miteinander f\u00fcr Europa auf den Weg gebracht.<\/strong> [&#8230;] Von Herzen bin ich dankbar f\u00fcr das gro\u00dfe Geschenk ihr begegnet zu sein und mit ihr zusammen unterwegs sein zu d\u00fcrfen.<strong> Ihr zu begegnen hie\u00df der Liebe zu begegnen.<\/strong> Jesus Christus strahlte durch sie hindurch, das konnte ich in vielen Begegnungen mit ihr immer wieder aufs Neue erfahren. Sie hat sich IHM ganz zur Verf\u00fcgung gestellt.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Auch die <strong>Sch\u00f6nstatt-Bewegung<\/strong> ist seit Beginn unseres \u00f6kumenischen Netzwerks dabei. So konnten die Worte des derzeitigen <strong>Generaloberen, Pater Juan Pablo Catoggio,<\/strong> nicht fehlen, der gemeinsam mit <strong>seinem Vorg\u00e4nger, Pater Heinrich Walter,<\/strong> unter anderem schreibt:\u00a0 \u201e<em><strong>Ihr gro\u00dfer Beitrag in dieser Epoche der Geschichte ist es<\/strong>, aus der Kraft der Liebe zum Herrn und zueinander <strong>immer die Einheit zu suchen<\/strong>, und konkrete Zeichen der Einheit zu setzen. Und aus diesem Lebensvorgang entsteht \u00fcberall Schritt f\u00fcr Schritt <strong>eine neue Kultur, die nicht nur Christen<\/strong>, sondern alle Menschen guten Willens im Blick hat. <strong>Gro\u00df ist der Beitrag auch, weil er aus dem Herzen einer Frau kam, die keine \u00c4mter und Vollmachten inne hatte oder je anstrebte. Das ist eine Spur, wie die Kirche in der Zukunft mehr Salz und Sauerteig in der aktuellen Weltgesellschaft werden kann.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u201eStopp\u201c all unseren Treffen. So k\u00f6nnen wir Chiara, unter vier Augen, gemeinsam mit dem <strong>Koordinationsteam von <em>MfE<\/em> in \u00d6sterreich<\/strong> sagen: <em>&#8218;Liebe Chiara! <strong>Wir setzen uns im \u201eMiteinander f\u00fcr Europa&#8220; ein! In diesem Netzwerk begreifen wir die Gr\u00f6\u00dfe deines Traums,<\/strong> durch H\u00f6ren auf Gott, Begegnungen und Vers\u00f6hnung eine Weltgemeinschaft aufzubauen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Dieses \u201eStopp\u201c und die \u00e4u\u00dfere Stille werden uns in dieser inneren Stille begleiten. Werden wir durch sie \u2013 als Einzelne, als V\u00f6lker und Nationen \u2013 verstehen, was es nach diesem gro\u00dfen, weltweiten und vielleicht gesegneten Sturm zu ver\u00e4ndern gilt? Und wie?<\/p>\n<p>Mit Gerhard Pross w\u00fcnschen wir uns, dass <em>\u201edaraus eine <strong>neue Offenheit<\/strong> f\u00fcr den Glauben in Europa erw\u00e4chst und es gelingen m\u00f6ge, dass wir Christen mutig unseren Glauben bekennen und leben.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Ilona Toth<\/em><\/p>\n<pre>Foto: Chiara Lubich mit Maria Voce \u00a9CSC Audiovisivi; Foto Chiara Lubich mit Gerhard Pross \/ mit P. Heinrich Walter \u00a9Severin Schmid; Logo Centenary Chiara Lubich \u00a9Fokolar-Bewegung<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine pers\u00f6nliche Begegnung mit Chiara Lubich, um ihren hundertsten Geburtstag zu feiern Gestern h\u00f6rte ich von einem bedeutenden Wirtschaftswissenschaftler: \u201eDas gemein-same Leid hat uns pl\u00f6tzlich gelehrt, was das Gemein-wohl ist\u201c. Das sagt in wenigen Worten eine gro\u00dfe Wahrheit aus. Sie erinnert uns an eine weitere: &#8222;&#8230;alle Dinge sind durch ihr Gegenteil noch besser zu erkennen&#8220;. 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