{"id":331016,"date":"2020-12-18T17:21:40","date_gmt":"2020-12-18T16:21:40","guid":{"rendered":"https:\/\/webdev.flars.net\/treue-zur-zukunft\/"},"modified":"2020-12-18T17:21:40","modified_gmt":"2020-12-18T16:21:40","slug":"treue-zur-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.together4europe.org\/de\/treue-zur-zukunft\/","title":{"rendered":"Treue zur Zukunft"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Wir stehen\u00a0 kurz vor Weihnachten. Es wird in diesem Jahr unter vielen Aspekten ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich sein, denn die Menschheit k\u00e4mpft noch immer mit COVID-19. Papst Franziskus hatte am 27. M\u00e4rz 2020 in einer beispiellosen Geste auf dem Petersplatz\u00a0 um das Ende der Pandemie gebetet. Die Worte des Bischofs von Rom erscheinen heute aktueller denn je. \u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Herbert Lauenroth, Mitglied des internationalen Leitungskomitees <em>Miteinander f\u00fcr Europa<\/em> hatte f\u00fcr den Gebetsabend des <a href=\"https:\/\/together4europe.org\/de\/online-eppure-pienamente-analogico\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tr\u00e4gerkreistreffens am 14.11.2020<\/a> eine empathische Einf\u00fchrung zu den Worten des Papstes gefunden. Seine Perspektive f\u00fchrt dahin <em>\u201euns in unserer eigenen Innerlichkeit (\u2026) zu konsolidieren &#8211; ohne uns jedoch in unserer eigenen Heimat oder Identit\u00e4t einzuschlie\u00dfen\u201c. <\/em>\u00a0(Der vollst\u00e4ndige Gebetstext mit den F\u00fcrbitten ist am Ende dieser Seite zum Herunterladen verf\u00fcgbar.)<\/p>\n<p><em>Der Herr ist gn\u00e4dig und barmherzig, \/ langm\u00fctig und reich an Gnade. Der Herr ist g\u00fctig zu allen, \/ sein Erbarmen waltet \u00fcber all seinen Werken. (Ps 145)<strong>\u00a0<\/strong><\/em><strong>Dies sind die Worte des Psalmisten, die uns in diesen Raum Gottes einf\u00fchren<\/strong>, eines Gottes, der in all seiner Leidenschaft, Geduld und Barmherzigkeit erkannt und angefleht werden m\u00f6chte, in der Treue Seiner Liebe &#8211; vom Sch\u00f6pfer zu seiner ganzen Sch\u00f6pfung und zur ganzen Sch\u00f6pfung &#8211; die immer \u201esch\u00f6pferische Treue\u201c, ja \u201eTreue zur Zukunft\u201c ist.<\/p>\n<p><strong>Wir versammeln uns um diesen zerbrechlich wirkenden, in Wei\u00df gekleideten Mann.<\/strong> Er wirkt ein wenig verloren auf dem riesigen Petersplatz, der \u00a0leer unter dem Regen liegt, der an diesem Abend des 27. M\u00e4rz ununterbrochen von einem d\u00fcsteren Himmel herabf\u00e4llt. Mit ihm richten wir auch unseren Blick auf die \u201eEwige Stadt\u201c, die in ihrer ganzen Pracht\u00a0 verlassen und eingeschlossen erscheint. Die \u00a0historischen Denkm\u00e4lern, Mausoleen, Museen, Pal\u00e4ste, Kultst\u00e4tten, Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen: alles ist menschenleer. Wir versammeln uns um diesen Mann, der dort alleine ist und in dem wir den Bischof von Rom erkennen. Er ist unser Bruder, aber an diesem Abend auch ein Hirte ohne seine Herde, <em>a last man standing<\/em>. <strong>Gemeinsam mit ihm geben wir der Christlichen Gemeinde Sichtbarkeit<\/strong>; <strong>gemeinsam mit ihm erflehen wir die Gegenwart des Herrn unter uns, inmitten unserer Gemeinschaften, der verschiedenen Konfessionen, Nationen, ethnischen und kulturellen Zugeh\u00f6rigkeiten, in unserer Mitte, inmitten der Welt,<\/strong> und dabei segnen wir mit Papst Franziskus \u2013 <em>\u201eurbi et orbi\u201c<\/em> &#8211; die Stadt Rom und alle St\u00e4dte, unsere L\u00e4nder und ganz Europa,<strong> ein Europa mit Blick auf die ganze Welt.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, wir stellen uns an die Seite des Bischofs von Rom, unserem Bruder. Die Erfahrung von Covid-19 treibt uns an, <strong>die Christus-Gemeinschaft sichtbar zu machen<\/strong>, eine Gemeinschaft, die in dieser Zeit der Pandemie von der Erfahrung einer <strong>CO-IMMUNIT\u00c4T<\/strong> gekennzeichnet ist; eine Gemeinschaft, die &#8211; paradoxerweise &#8211; aus den Vorschriften und Erfahrungen einer \u201e<strong>Sozialen Distanzierung<\/strong>\u201c entsteht. In Zeiten einer wachsenden globalen Gemeinschaft erinnert uns diese Krise auf brutale Weise an die Notwendigkeit, uns in unserer eigenen Innerlichkeit<strong>,<\/strong> unserer eigenen Kirche, Familie, Berufung, Geschichte zu konsolidieren &#8211; ohne uns jedoch in unserer eigenen Heimat oder Identit\u00e4t einzuschlie\u00dfen. <strong>Denn nur so k\u00f6nnen wir unsere wahre Wurzel, unsere gemeinsame Zugeh\u00f6rigkeit wiederentdecken:<\/strong> Br\u00fcder und Schwestern zu sein,\u00a0 jeder von uns einzigartig und doch \u00a0innig verbunden in absoluter Unterschiedlichkeit: alle Br\u00fcder, alle Schwestern &#8211; in Christus!<\/p>\n<p><strong>Wir nehmen unseren Platz als betende Gemeinschaft ein, um die Worte von Papst Franziskus widerhallen zu lassen und ihnen Gewicht und Wirksamkeit zu geben;<\/strong> Worte, die an Gott gerichtet sind, im Namen des Volkes Gottes, durch\u00a0 Jesus in unserer Mitte, dem Vater im Himmel \u00fcberlassen, dessen Barmherzigkeit und Mitleid uns durch die Worte des Psalmisten in Erinnerung gebracht werden.<\/p>\n<p><em>Der Herr ist barmherzig und voller Mitleid, langsam im Zorn und von gro\u00dfer G\u00fcte. Der Herr ist gut zu allen, und sein Mitgef\u00fchl erstreckt sich auf alle seine Werke <\/em>(Ps 145).<\/p>\n<p><strong> <a href=\"https:\/\/together4europe.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/2020-11-14_MfE-Gebet-am-Abend_Herbert-Lauenroth.pdf\">2020 11 14 Tr\u00e4gerkreis MfE online &#8211; Gebet am Abend, Herbert Lauenroth<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir stehen\u00a0 kurz vor Weihnachten. Es wird in diesem Jahr unter vielen Aspekten ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich sein, denn die Menschheit k\u00e4mpft noch immer mit COVID-19. Papst Franziskus hatte am 27. M\u00e4rz 2020 in einer beispiellosen Geste auf dem Petersplatz\u00a0 um das Ende der Pandemie gebetet. Die Worte des Bischofs von Rom erscheinen heute aktueller denn je. 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