Augsburg, Keime einer neuen Zeit

von | Dez. 16, 2019

Beim letzten Treffen des Trägerkreises von Miteinander für Europa in Ottmaring/Augsburg vom 7. – 9. November, gab es eine beeindruckende Vielfalt von Teilnehmern und entsprechend unterschiedliche Echos: „Wir danken Gott für dies ‚Phänomen des Miteinanders‘, das sich in all diesen Jahren in ein Laboratorium des gegenseitigen Kennenlernens, der Gemeinschaft, der Einheit, der Hoffnung für unseren […]

Beim letzten Treffen des Trägerkreises von Miteinander für Europa in Ottmaring/Augsburg vom 7. – 9. November, gab es eine beeindruckende Vielfalt von Teilnehmern und entsprechend unterschiedliche Echos:

„Wir danken Gott für dies ‚Phänomen des Miteinanders‘, das sich in all diesen Jahren in ein Laboratorium des gegenseitigen Kennenlernens, der Gemeinschaft, der Einheit, der Hoffnung für unseren Kontinent entwickelt hat.“

„Ich habe eine starke Bewegung gegen die Tendenzen von Zersplitterung und neuen Spaltungen wahrgenommen .“

„Die Tatsache, dass wir unsere Begegnung im Rathaus von Augsburg abhalten konnten, hat Miteinander für Europa sichtbarer gemacht mit seinem Einsatz im Sozialen, für das gesellschaftliche Leben in einer Stadt, mit Anstößen für eine neue Politik als Weg des Friedens unter allen Völkern.“

„Bisher hatte ich keine solchen Menschen kennengelernt, die die Zeichen der Zeit erforschen und  – gemeinsam und konkret –  überlegen, was sie für die anderen tun können, für das eigene Land sowie für die anderen Länder in Europa.“

„Mir wurde klar, dass es kein FÜR gibt, wenn es nicht vorher das MITEINANDER gibt.“

„Von den evangelischen Christen lernend habe ich als Katholik verstanden, dass ich mich bekehren muss, was das Gebet betrifft.“

„Mich fasziniert die Gestalt des ‚verschwindenden Vermittlers“ (v. relazione Herbert Lauenroth unter „Programm und Dokumente“)  an den Grenzen der Beziehungen. Miteinander für Europa habe ich erlebt als eine Begegnung, die geprägt war von einer starker Einheit unter 55 Bewegungen verschiedener Konfessionen, aus 23 Ländern, bei der auch die politische Seele eines sich erneuernden Europas zum Vorschein kam, wo die Nationen die Einheit in Verschiedenheit, in Freiheit, fern von Nationalismus suchen.“

„In Rom gibt es wenige Christen anderer Konfessionen; so habe ich hier die Offenheit für die ökumenische Dimension gefunden, durch den konkreten Kontakt  mit Personen desselben Glaubens, auch wenn sie zu verschiedenen Traditionen gehören. (…) Mir ist deutlich geworden, welch kultureller Wert aus unserem Einsatz der 7 JA hervorgeht; wir können beitragen zur Verbesserung der Zivilgesellschaft entsprechend der ursprünglichen Intention der Gründerväter des vereinten Europas, die nicht nur den Frieden, sondern die soziale Gerechtigkeit und die Geschwisterlichkeit der Völker anstrebten.“

„Ich spüre den Wunsch, das ‚Miteinander‘ in den Alltag einzubringen, indem ich mit meinen Nachbarn, die aus einem anderen Land stammen, beginne.“

„Hier habe ich gelernt, wie schön es ist, dass wir verschieden sind. Die Verschiedenheit entspricht dem Willen Gottes. Je verschiedener wir sind, desto stärker ist die Gegenwart Gottes. Das zu entdecken ist eine echte Herausforderung.“

„Miteinander für Europa ist für mich ein Ort der Hoffnung geworden, wo die Begegnung und die Versöhnung die Zukunft vorbereiten, wo die verschiedenen Völker bereit sind, sich kennen zulernen mit ihrer Geschichte und Tradition. Es geht darum Brücken zu bauen anstatt Mauern.“

„Indem wir als Christen verschiedener Kirchen zusammenarbeiten, erfahre ich einerseits die Schönheit der Kirche Christi mit ihrem weiten Atem und spüre, dass meine christliche Identität gewachsen ist. Im politischen und religiösen Kontext in dem wir in Europa leben, möchte ich auch durch meinen Dienst an den Flüchtlingen Zeugnis geben.“

Vielleicht sind dies einige Samenkörner, Frucht einer 20jährigen Erfahrung, die erneut keimen  und eine weitere Etappe der Geschwisterlichkeit in Europa und darüber hinaus bewirken können.

Infos über das Treffen gibt es hier>>

Das internationale Sekretariat von Miteinander für Europa

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