Jugendliche in der Verantwortung

von | Mai 1, 2020

Europa for Future – Future for Europa. František Talíř  ist 27 Jahre alt, und seine Begeisterung wirkt ansteckend, wenn er über Demokratie und Reformen spricht. “Seit 1989 spüren wir  auch in Tschechien und in der Slowakei den frischen Wind von Demokratie und Freiheit . Die EU-Mitgliedschaft, Reisen und Arbeiten im Ausland gehören mittlerweile einfach dazu. […]

Europa for Future – Future for Europa. František Talíř  ist 27 Jahre alt, und seine Begeisterung wirkt ansteckend, wenn er über Demokratie und Reformen spricht.

“Seit 1989 spüren wir  auch in Tschechien und in der Slowakei den frischen Wind von Demokratie und Freiheit . Die EU-Mitgliedschaft, Reisen und Arbeiten im Ausland gehören mittlerweile einfach dazu. Aber die Länder des ehemaligen Ostblocks unterscheiden sich durch Mentalität und Kultur von Westeuropa. Das Zusammenleben ist noch stets eine Gradwanderung,  und spätestens Covid-19 zeigt uns nun , dass auch unsere Privilegien keineswegs selbstverständlich sind.“

František ist Historiker und  politisch stark engagiert. Bei den letzten Wahlen stellte ihn seine Partei als Kandidat für das Europaparlament in Brüssel auf und bei den kommenden Regionalwahlen ist er der Spitzenkandidat  von Christendemocratische Unie-Tsjecho-Slowaakse Volkspartij.

“Besonders wir Jugendlichen  müssen uns für das aktuelle Geschehen in Europa und in der Welt  interessieren und Initiative ergreife, z.B. wählen gehen oder einer Partei beitreten. Nicht die Demokratie muss sich ändern, sondern die Menschen, die Demokratie gestalten.” Dies sei ein langer Prozess, meint František, aber wichtig sei, bei sich selbst zu beginnen und nicht die Verantwortung auf andere abschieben zu wollen. “Bei Fridays for Future würde ich sicherlich nicht jedes Wort unterschreiben. Aber die junge Generation weisst auf ein Problem hin und schafft es, dass generationsübergreifend darauf reagiert wird.”

František Talíř rät, sich der eigenen Wurzeln bewusst zu werden, um Europa eine Zukunft zu geben. “Ich habe die Texte der Gründerväter Europas gelesen. Adenauer, De Gasperi und Schuman hatten es nach dem 2. Weltkrieg schwerer als wir heute. Und doch haben sie gemeinsam Großes geschafft.”

Beatriz Lauenroth

František Talíř hat am Trägerkreistreffen von Miteinander für Europa in Prag 2018 teilgenommen.

Das vollständige Gespräch von Maria Motykova mit František Talíř  ist zu folgen (in tschechisch, slowakisch und deutsch) auf

 

____

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hier können Sie den Newsletter abbonieren


ARTIKEL ZU DIESEM THEMA

Auf nach Brüssel!

Auf nach Brüssel!

Miteinander für Europa im Europaparlament vom 11. bis 13. Mai 2026. Nach der spannenden Erfahrung vom vergangenen Jahr (15. Mai 2025) kommt Miteinander für Europa wieder nach Brüssel. Mit vielen jungen Leuten aus verschiedenen Ländern wird das Netzwerk vom 11. bis 13. Mai eine Reihe von Initiativen durchführen, die in einer Konferenz im Europäischen Parlament in Zusammenarbeit mit einigen Politikern verschiedener Parteien gipfeln werden.

Slowenien: Das Leben hat gewonnen

Slowenien: Das Leben hat gewonnen

Ein Referendum lehnt das Gesetz zur Sterbehilfe ab: Der 21. November 2025 war geprägt von einer historischen Volksabstimmung in Slowenien. Die Bürger waren aufgerufen, über den von der amtierenden Regierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Euthanasie abzustimmen. Das Ergebnis war ein „NEIN”, ein Triumph für die Kultur des Lebens und den Wert des Menschen.

Gebetsfrühstück im EU Parlament

Gebetsfrühstück im EU Parlament

Dies war eine der Veranstaltungen, an denen „Miteinander für Europa” am 2. und 3. Dezember in den europäischen Institutionen in Brüssel teilgenommen hat. Ein Austausch verschiedener Perspektiven mit mehreren Europaabgeordneten und weiteren Persönlichkeiten, um die Präsenz im Herzen Europas lebendig zu halten.