Gebetsfrühstück im EU Parlament

von | Dez. 15, 2025

Dies war eine der Veranstaltungen, an denen „Miteinander für Europa” am 2. und 3. Dezember in den europäischen Institutionen in Brüssel teilgenommen hat. Ein Austausch verschiedener Perspektiven mit mehreren Europaabgeordneten und weiteren Persönlichkeiten, um die Präsenz im Herzen Europas lebendig zu halten.

Unterschiedliche Strömungen, aber eine gemeinsame Grundlage

Miteinander für Europa (MfE) nahm am 28. „European Prayer Breakfast“ teil, einer jährlich in Brüssel stattfindenden Veranstaltung. Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um Christinnen und Christen verschiedener Kirchen und Konfessionen zusammenzubringen, die in vielfältigen Rollen – als Parlamentarier, Fachleute oder Unterstützer – im Umfeld der Institutionen der Europäischen Union tätig sind. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, neue Freundschaften zu knüpfen, bestehende zu vertiefen und die reiche Welt jener Christinnen und Christen kennenzulernen, die sich für die Förderung der Berufung Europas zu Frieden und Harmonie zwischen den Völkern einsetzen. Im Einklang mit den Zielen von MfE eröffnete der zyprische Europaabgeordnete Mavridis, Mitglied der International Assembly on Orthodoxy (I.A.O.), die Frühstückssitzung mit den Worten: „Auch wenn wir unterschiedlichen Gruppierungen angehören, ist Jesus das gemeinsame Fundament, das uns verbindet.“

Besonders wertvoll und fruchtbar waren die Begegnungen, die Jeff Fountain (Niederlande), Alberto Lo Presti (Italien) und Maria Wienken (Deutschland), Teilnehmende für Miteinander für Europa, mit einigen besonderen Freunden hatten: mit Eduard Heger, dem ehemaligen slowakischen Ministerpräsidenten, der sie ermutigte, die Europaabgeordneten weiterhin in ihrem Einsatz für eine christlich geprägte Politik zu begleiten; mit Miriam Lexmann, die ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit im Hinblick auf ein nächstes Treffen im Mai im Europäischen Parlament bekräftigte; sowie mit weiteren Personen, die daran interessiert waren, die Erfahrung von MfE kennenzulernen. 

Beyond the numbers

Vor diesem Ereignis fand ein interessantes Seminar statt, das vom Sekretariat von Art.17, zuständig für den „Dialog mit religiösen und nichtkonfessionellen Organisationen“, unter dem Titel „Beyond the Numbers“ organisiert wurde. Ziel war es, die europäische Bilanz hinsichtlich der Förderung des Dialogs und der Beziehungen zwischen religiösen und philosophischen Weltanschauungen, die den europäischen Geist prägen, zu beleuchten. Der parlamentarische Sitzungssaal, in dem die Veranstaltung stattfand, wirkte wie ein buntes Mosaik aus Religionen, philosophischen Traditionen, spirituellen Inspirationen und kulturellen Einrichtungen. Dennoch herrschte keine Verwirrung. Das Engagement für Europa bildete den gemeinsamen Nenner und bestätigte, dass dies die Zeit des Netzwerkens und des gemeinsamen Handelns ist, mit dem Ziel, den Dialog und die Begegnungen unter denen zu fördern, die sich um das Schicksal des Alten Kontinents und damit auch um das der Menschheit sorgen.

Der Beitrag von Miteinander für Europa

In diesem Zusammenhang wurde der Beitrag von Miteinander für Europa von Antonella Sberna, italienische Europaabgeordnete und Vizepräsidentin von Art.17 der EU, als unverzichtbar anerkannt. Sie erinnerte sich mit Freude an die Veranstaltung vom 15. Mai und erklärte sich bereit, ein weiteres Event im Mai 2026 zu unterstützen. Freundschaftliche Begegnungen gab es auch mit dem Präsidenten der COMECE, Mons. Crociata, und dem Sekretär, Rev. Barroso, sowie mit den beiden Vertretern der KEK. Die deutsche Europaabgeordnete Monika Hohlmeier zeigte Interesse daran, unser Netzwerk näher kennenzulernen, und wir vereinbarten ein Treffen in Deutschland. 

Abschließend konnten wir noch an zwei Veranstaltungen im Europäischen Parlament teilnehmen: eine zum Multilateralismus unter dem Titel „Die Rolle Europas bei der Reform der UN“ mit Referenten wie Nicola Zingaretti und Lucia d’Annunziata, und eine weitere zum Thema „Die Rolle des Glaubens beim Aufbau sozialer Kohäsion“, organisiert von Prof. McDonagh vom Zentrum für Religionen, menschliche Werte und internationale Beziehungen. Bei letzterer wurde auch das Netzwerk Miteinander für Europa kurz vorgestellt, was auf Anerkennung und Interesse stieß.

Maria Wienken, Alberto Lo Presti

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