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Politische Projekte leben auch von Spiritualität

Politische Projekte leben auch von Spiritualität

Miteinander für Europa hat vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, David Maria Sassoli, einen Brief erhalten. Er unterstreicht darin, wie sehr gemeinsame europäische Werte für die Krisenbewältigung erforderlich sind. Der Präsident möchte weiterhin mit dem Netzwerk in Verbindung bleiben. 

In einem Brief an Miteinander für Europa (MfE) dankt der Präsident des Europäischen Parlamentes, David Maria Sassoli, dem ökumenischen Netzwerk für seinen Dienst an Europa. Sassoli bemerkt, dass schon die Gründerväter Europas deutlich vor Augen hatten, dass das politische Projekt “Europa” nur dann funktionieren kann, wenn es sich auch aus gelebter Spiritualität nährt. „Gemeinsame europäische Werte, wie sie von den Mitgliedstaaten bei der Unterzeichnung der EU-Verträge vereinbart wurden, sind mehr denn je erforderlich, um Krisen, einschließlich der aktuellen COVID-19-Pandemie, zu überwinden“, so Sassoli.

Egoistische und nationalistische Versuchungen bekämpfen 

Weiter unterstreicht der Präsident des Europäischen Parlamentes, dass er alle Initiativen schätzt, die „die öffentliche Diskussion über staatsbürgerliche Angelegenheiten anregen“. Hier sieht er im Anliegen des Europaparlamentes und im Einsatz von MfE „einen gemeinsamen Ansatz, der auf Solidarität und Idealismus beruht.“ Die COVID-19-Krise, die Notwendigkeit von mehr Ökologie und der Umgang der Europäischen Union mit Drittstaatsangehörigen, die auf europäischem Territorium ankommen, seien „alles Themen, die nicht angegangen werden können, ohne egoistische und nationalistische Versuchungen zu bekämpfen.“

Ermutigung für die nächsten Schritte

Das ökumenische Netzwerk freut sich über diesen wertschätzenden Brief und empfindet ihn als Ermutigung für die weiteren Schritte. Das Schreiben aus Brüssel macht deutlich, dass Gebet und Aktionen für Europa, wie etwa zum 9. Mai, einen wichtigen Beitrag für seine Einheit leisten.

Heinrich Brehm / Beatriz Lauenroth

Hier gibt es die deutsche Übersetzung des Briefes:

2020 07 09 Brief Des Präsidenten Des Europäischen Parlaments David Maria Sassoli An MfE DE (70.3 KB)

 

 

An einem Tag durch Europa

Den 9. Mai 2020 online erleben: Bedingt durch Covid-19 waren alle Veranstaltungen zum Europatag, bei denen Miteinander für Europa beteiligt war, in den Äther verlegt worden. In Foren und Konferenzen, in Gebet und Gesang verband sich Miteinander mit Menschen auf dem ganzen Kontinent.

Italien

In Italien hatten mehr als 900 Freunde von Miteinander das Land in einer Zoom-Konferenz verbunden. Das Thema: « Eine integrale Ökologie als nachhaltige Utopie für Europa » verdeutlichte in zwei Statements, wie durch Respekt vor Natur und Menschen  an einem besseren Heute und an einer besseren Zukunft des Planeten gearbeitet werden kann. Das Treffen endete mit einem ökumenische Gebet mit Vertretern zahlreicher Kirchen und Gemeinschaften und mit dem Erneuern des Versprechens der gegenseitigen Liebe untereinander, dem sogenannten  « Bündnis » (vgl. Joh. 13,34).

Niederlande

In den Niederlanden gingen Konferenzen von Utrecht und Amsterdam aus. «Utrecht im Dialog» und «Pax» ermöglichten in Kleingruppen  online einen lebhaften Gedankenaustausch über Europa, der auch von einem jugendlichen Publikum in Anspruch genommen wurde.

Das « Schuman Centre » diskutierte in einem Online-Forum  über die Lage des Kontinents. Auf den Tag genau vor 70 Jahren hatte Robert Schuman seinen Plan ankündigte, der den Grundstein für das europäische Haus mit seinen 500 Millionen Bewohnern  legte. Jeff Fountain, der das Schuman Zentrum vor 10 Jahren gegründet hatte, schloss mit einer ungewöhnlicher Form des Gebets das Forum ab. Zur Musik des Europahymnus « Ode of joy » hiess es  in einer umgetexteten Interpretation u.a.: «With the vision now before us of a true community / Of all European peoples, rich in our diversiy / Let us pray and work together for our solidarity / Peace, equality and freedom, rooted in your charity».

Österreich mit Osteuropa

Graz verband 6 Länder zu einem Erfahrungsaustausch. Mitglieder der Trägerkreise von Miteinander für Europa in Österreich, Slowenien, Kroatien, Slowakei, Ungarn und Norditalien erzählten, wie sie aus dem Geist der Gegenseitigkeit die Corona-Krise leben. Bischof Wilhelm Krautwaschl bedankte sich abschließend für die grenzüberschreitende Gemeinschaft und schloss mit den Worten: „Durch das Kreuz sind wir bei aller Verschiedenheit und Getrenntheit untereinander vereint.“

Deutschland

Der CVJM in Esslingen/Stuttgart hatte für ein  Gebetstreffen vorwiegend mit lokaler Beteiligung gerechnet. Dank der online-Veranstaltung schalteten sich Freunde von Miteinander für Europa auch von anderen Bewegungen aus verschiedenen deutschen Städten, aus Italien und  aus den Niederlanden zu. Für alle wurde der Abend  zu einem gelebtem « Miteinander ».

Frankreich

Frankreich verknüpfte 34 Punkte in Paris, Lyon, Strasburg, Toulouse und Tours zu einem landesweiten Netzwerk, das die Unterschiede der Gruppierungen und eine große gegenseitige Wertschätzung erkennen ließ. Gérard Testard (Efesia) ermunterte alle, die « französische Stimme » in Europa stets hörbarer werden zu lassen. Abschließend meinte eine Teilnehmerin : « Es war ein Moment der Geschwisterlichkeit und des Vertrauens in Europa, der uns alle mit neuer Hoffnung erfüllt hat ».

Beatriz Lauenroth

Die Ereignisse sind in den nächsten Tagen noch zu folgen auf :
Italien : facebook.com/Insiemepereuropa.roma>>
Amsterdam : facebook schuman centre>>

Italiens „Miteinander“: Zeit für eine neue Menschheit

Europatag 2020 – „Es war ein kleines, großes Wunder… ein Event, an dem man nicht nur dabei sein konnte, sondern von dem man ein aktiver Teil war”. So die erste, spontane Reaktion, der viele andere gefolgt sind. 

Die Vorbereitung

Es stimmt, wir haben an diese Online-Chance geglaubt: Verbunden zu sein, wie die Natur verbunden ist! Wir glaubten an die Kreativität Gottes und in wenigen Tagen verwirklichte der Geist mit uns und unseren wenigen „Broten und Fischen“ (vgl. Joh. 6,9) ein großes ökumenisches Ereignis, an dem bedeutende Vertreter der christlichen Welt teilnahmen. Ihre Anwesenheit aus ganz Italien war das Ergebnis eines langen und liebevollen Aufbaus von Gemeinschaft und Dialog sowie der Knüpfung von Beziehungen, die die verschiedenen Komitees in jeder Region verwirklicht hatten. Jedes Wort, jede Geste, jeder fürsorgliche Blick drückte den tiefen Wunsch aus, der Einheit untereinander wachsen zu lassen.

Auf Anregung des Komitees des Netzwerks Miteinander für Europa (MfE) in Rom, schlossen sich alle regionalen Komitees Italiens zusammen, um diesen Online-Event zu realisieren.  Obwohl sich nicht alle gegenseitig kannten, erlebte jeder eine tiefe Geschwisterlichkeit und hatte das Gefühl, nicht nur zwei Wochen sondern monatelang miteinander gearbeitet zu haben. Das „Bündnis der  gegenseitigen Liebe“ (inspiriert von Joh 13,34) wurde ganz konkret gelebt: es ist das Fundament von allem, was unter dem Namen Miteinander für Europa geschieht.

9. Mai um 18.00 Uhr: Italien MITEINANDER online!

Die Initiative von 25 Bewegungen und Gemeinschaften von MfE hat bis zu 500 Zugänge zu den Live-Kanälen angezogen – vereint vom Norden bis zum Süden des Landes, um gemeinsam das Fest eines solidarischen Europas zu begehen!  Auch der Abgeordnete Stefano Fassina und einige lokale Verwaltungsbeamte waren mit angeschlossen. Ebenfalls dabei waren 45 Geistliche von Kirchen und christlichen Gemeinschaften.  Die Botschaft von Bischof Giovanni Traettino, Gründer der Pfingstkirche der Versöhnung, verlesen von Pastor Mauro Adragna aus Palermo sowie das Grußwort von Pastor Luca Maria Negro (Präsident des Bundes der Evangelischen Kirchen in Italien) waren sehr willkommen.

Für eine ganzheitliche Ökologie

Gewidmet war die Veranstaltung – in der auch die Erinnerung an den 70. Jahrestag der „Schuman-Erklärung“ nicht fehlte – dem „Ja zur Schöpfung“, d.h. dem Schutz von Natur und Umwelt, die Gottes Gaben sind und die es mit respektvollem Einsatz für künftige Generationen zu schützen gilt. Der Titel: „Ganzheitliche Ökologie: nachhaltige Utopie für Europa“.  Durch die Beiträge von Stefania Papa, Professorin und Ökologie-Expertin, und Luca Fiorani, Physiker und Klima-Experte, sowie die Videozusammenfassung der Botschaften von Papst Franziskus, Patriarch Bartholomäus I. und Antonio Guterres (UNO-Generalsekretär) zum 50. Internationalen Tag der Erde, wurde uns bewusst, wie wir gemeinsam in einer Kultur des Respekts, der Kooperation und der Gegenseitigkeit für eine bessere Gegenwart und Zukunft arbeiten können.

Ökumenisches Gebet

In diesem Geist begann danach ein Ökumenisches Gebet, geleitet von Vertretern verschiedener Kirchen. Dr. Constantine Vacros (von der Griechisch-Orthodoxen Kirche) eröffnete den Moment mit der Lesung von Genesis 1,26-31. Darauf folgte die geschätzte Rede der Baptistenpastorin Gabriela Lio, Präsidentin der Föderation der Evangelischen Frauen in Italien. Anschließend beteten wir gemeinsam mit Pastor Nino Genova (Neue Pfingstbewegung) und mehreren Exponenten katholischer Bewegungen und Gemeinschaften. Alle zusammen erneuerten wir mit Freude, Harmonie und Feierlichkeit das Liebesbündnis. Wir besiegelten diesen Tag mit dem Vaterunser, um uns daran zu erinnern, dass wir EINS sind und dass wir gemeinsam eine neue Menschheit verwirklichen können.

Emanuela Cannella, Pressestelle MfE Rom

Hier ist die Videoaufzeichnung (in italienischer Sprache) zu sehen: facebook  MfE Rom>>  oder youtube>>
Es folgen einige Standbilder, realisiert von Emanuela Cannella und Emanuela Fioravanti

 

 

Internationale Video-Begegnung am Europatag

„Grüß Gott hier im Rathaus Graz zu unserer Begegnung am Europatag!“ So war die Begrüßung für Samstag, 9. Mai geplant gewesen. Das Coronavirus durchkreuzte diese Pläne. 

Und so entschied sich bereits Ende März das Miteinander für Europa-Regionalteam Steiermark für eine Verschiebung auf nächstes Jahr und ein schlichtes Ersatzprogramm über Skype.

Videokonferenz von Miteinander für Europa  am Samstag, 9. Mai 2020 

Allerdings: Aus der „Notlösung“ entwickelte sich schließlich ein einstündiges Online-Meeting mit rund 100 aktiven Teilnehmern und Gästen aus Österreich und fünf Nachbarländern im Süden und Osten, denen sich das Team in der Steiermark besonders verbunden fühlt. Online mit dabei Christinnen und Christen aus der Römisch-Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und aus freikirchlichen Gemeinden.

Kurzbeiträge aus der Slowakei, aus Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien und Kärnten boten aktuelle und authentische Einblicke in den Alltag in Zeiten der Corona-Krise. Alle Beteiligten waren dankbar dafür, voneinander zu hören und zu erfahren, was die Menschen in den einzelnen Ländern bewegt. So kann man nun noch besser füreinander im Gebet einstehen.

Auch Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl wohnte dieser Online-Begegnung bei. Er bedankte sich für die grenzüberschreitende Gemeinschaft und schloss mit den Worten: „Durch das Kreuz sind wir bei aller Verschiedenheit und Getrenntheit untereinander vereint.“

Ausblick auf den 8. Mai 2021…

Eine Video-Konferenz kann einen Tag der Begegnung freilich nicht ersetzen. Aber durch diese Stunde am heurigen Europatag wurde das Miteinander gelebt und gestärkt. Und es war eine gelungene Einstimmung auf den Begegnungstag am 8. Mai 2021. Dann soll es wirklich heißen: „Grüß Gott hier im Rathaus Graz …!“

MfE-Team Steiermark, Österreich

Virtuelle Europa-Stunde im CVJM Esslingen

Virtuelle Europa-Stunde im CVJM Esslingen

Interviews – Gebet – 8. Mai 2020 19:30-21:00 per Zoom-Video

Wir laden zu einer virtuellen Europa-Stunde im CVJM Esslingen mit Interviews, Botschaften  und Gebet ein.  Die Gäste: Dr. Andreas Glück, EU Abgeordneter aus unserer Region wollte eigentlich zur Veranstaltung kommen und wird nun per Videobotschaft mit dabei sein. Dr. Cesare Zucconi, der Generalsekretär von Sant´Egidio in Rom wird uns in den europäischen Horizont in einem Live-Beitrag hinein nehmen und Dr. Ursula von der Leyen, EU Kommissionspräsidentin ist für eine Video-Botschaft angefragt.

Gerade in der Krise braucht Europa unser Gebet, um nicht in nationale Reflexe zurück zu fallen, sondern gemeinsam die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Deshalb nehmen wir uns auch dafür Zeit an diesem Abend.

Für den 09.05.2020, den Europa Tag, planen wir eine Gebetskette. Jeder ist eingeladen, sich in die Liste einzutragen (s.u.).

Wir hoffen, dass Du mit dabei bist. Bitte melde Dich bei Gerhard Pross info@gerhard-pross.de an, dann erhältst Du die Zugangsdaten für den virtuellen Raum.

Gebet macht einen Unterschied. Deshalb freuen wir uns auf eine rege Teilnahme.

Gerhard Proß

Miteinander für Europa unterstützt diese Initiative.

Die Liste für die Gebetskette findet sich unter: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ESP4YCHChRQT73sld_8YP9jLKvSawPYH5iH8PHf4SyY/edit?usp=sharing

Foto: Pixabay josephredfield

 

“Online Dialog Europa” 9. Mai 2020

“Online Dialog Europa” 9. Mai 2020

Nach 70 Jahren Schuman-Erklärung und 75 Jahren Frieden in Europa: Wie geht es weiter?

Am  Europatag, Samstag, 9. Mai findet  aus Utrecht (Niederlande) von
14 – 16 Uhr ein “online Dialog Europa” statt!

Hier geht’s zur Anmeldung: https://www.utrechtindialoog.nl/bijeenkomsten/europa/.

Nach der Anmeldung erhalten Sie per E-Mail einen Link mit einem Zugangscode für die Teilnahme. Die Teilnahme ist kostenlos.

Sprache: Niederländisch & Englisch

Die Europäische Union ist ein in der Weltgeschichte einzigartiges Menschheitsprojekt mit 513 Millionen Einwohnern und einer Vielfalt von Ländern, Kulturen und Identitäten. Es ist das größte Friedensprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg.  Eines der Zitate Robert Schumans: “Die europäische Zusammenarbeit und Integration kann und darf kein wirtschaftliches und technisches Unterfangen werden: Sie braucht eine Seele, das Wissen um ihre historischen Wurzeln und ihre Verantwortung in der Gegenwart und in der Zukunft und einen politischen Willen, der demselben menschlichen Ideal dient”. Dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989, einem hoffnungsvollen Ereignis, das uns alle, sowohl Ost- als auch Westeuropa, überraschte, herrschte in Europa eine weit verbreitete Euphorie: Frieden in Europa, für alle!

Im Jahr 2020, 70 Jahre nach der Schuman-Erklärung, werden wir darüber diskutieren, wie sich dieses Menschheitsprojekt entwickelt hat und vor allem, wie wir es vorantreiben wollen und wie wir dies am besten tun können. Und über Kultur und Werte in Europa: Wie gehen wir mit unseren Unterschieden um und wo liegen unsere  Gemeinsamkeiten? Was sind unsere historischen Wurzeln? Welche Zukunft wollen wir für Europa? Vor welchen großen Herausforderungen steht Europa? Wie können wir uns gemeinsam für einen stabilen Frieden in Europa einsetzen und welche Werte sind dafür unabdingbar? Wir werden diese Fragen während des Dialogs in Kleingruppengesprächen beantworten.

Programm
14:00 Interaktive Einführung in das Thema
14:15 Video von der PAX: vier Zukunftsszenarien für Europa 2040
14:20 Dialog an “Tischen” (Parallelsitzung mit Gruppengesprächen)
15:20 Plenarsitzung zur Sammlung der Ergebnisse des Dialogs

Miteinander für Europa in den Niederlanden unterstützt aktiv diese Initiative, die von Pax voor vrede en Comité Europadag Utrecht organisiert wird.

Beatriz Lauenroth

 

Personenfotos: ©Canva

Miteinander online – ein virtuelles, aber reales Netzwerk

Miteinander online – ein virtuelles, aber reales Netzwerk

Covid-19 breitet sich rasend schnell aus. Und ein Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht. Es ist eine schwierige Zeit in den Familien, am Arbeitsplatz, in den Gemeinden und Kirchen, in den Städten. Viele erfahren Schmerz und Leid, Unsicherheit und Isolation.

Habt keine Angst
Der Ruf zum Innehalten ist sicherlich spürbar geworden. Gott nimmt uns die „Machbarkeit“ aus der Hand. Er ruft zur Umkehr, zur Buße, zum Fasten und zum Gebet. Er ruft zur Umkehr, zur Buße, zum Fasten und zum Gebet.
Andererseits ist in den letzten Wochen deutlicher denn je  geworden, wie wichtig Zusammenhalt und Netzwerke zwischen den Menschen sind! Als Antwort auf die Ausbreitung des Coronavirus lebt die Welt in einem Strom von Leben und Kreativität, der nur eine Botschaft hinterlässt: Mut – ich bin bei dir – keine Angst – gemeinsam werden wir es schaffen!

Reagieren
Am 28. März begann Miteinander für Europa einen Gebetsweg, der uns Gott näher bringt und dazu beiträgt, ein globales „Credo“ in Blick auf Europa zu sprechen. Wie kann diese Zeit genutzt werden, um  reifer und bewusster auf die Gaben hinzuweisen, die Gott den Bewegungen mit und für andere gegeben hat? Die Charismen der Bewegungen und Gemeinschaften sind dazu da, auf die Herausforderungen der Gesellschaft in Europa und für Europa zu antworten.

Christliches „soziales“ Bewusstsein
Chiara Lubich hat bereits 2004 in Stuttgart ermutigt: „Jesus betont nachdrücklich: ‘Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so müsst auch ihr einander lieben’ (Joh 13,34). Er nennt dieses Gebot neu und sein eigenes. Nicht nur Einzelpersonen sind zu dieser gegenseitigen Liebe aufgerufen, sondern auch Gruppen und Bewegungen, Städte, Regionen, Staaten. Unsere heutige Zeit verlangt von den Jüngern Jesu ein „soziales“ christliches Gewissen. Und mehr denn je ist es dringend erforderlich, das Land, ja das Leben des anderen wie das eigene zu lieben.“

Online dem 9. Mai entgegen
Die Freunde von Miteinander für Europa nutzen die  Gelegenheit, als Verbündete online zu bleiben, um gemeinsam den Weg zu gehen und die Früchte ihrer Charismen Europa anzubieten. Sie tauschen Ereignisse und Zeugnisse darüber aus, was sie im Hinblick auf den 9. Mai in ihren Städten erleben (siehe z.B. “Plan B” des Events in Graz>>).

Auf diese Weise werden sie online einen „weit verbreiteten“ 9. Mai, den Europatag, feiern. Es wird ein Tag des Zusammenseins für Europa in einem virtuellen, aber außerordentlich realen Netzwerk sein.

Das Internationale Sekretariat von Miteinander für Europa

 

Graz – „Plan B“ für Europatag 2020

Graz – „Plan B“ für Europatag 2020

Am 27. Februar hatten wir davon berichtet, wie intensiv sich das lokale Miteinander-Team für die internationale Veranstaltung zum Europatag in Graz vorbereitet.  Die Pandemie erfordert zwar einen „Plan B“, hält diese Menschen jedoch nicht davon ab, das „Miteinander“ zu pflegen und sich auf 2021 vorzubereiten.  Auch durch eine Skype-Konferenz am 9. Mai 2020. 

„Wir haben die Veranstaltung für den Europatag am 9. Mai 2020 „Miteinander für Europa – Begegnung in Graz“ vorbereitet, um eine Begegnung zwischen Österreicher-Innen, Italiener-Innen, Slowen-Innen, Kroat-Innen und Ungar-Innen zu ermöglichen. Siehe Artikel>>. 

Wir wollten das Thema Dialog vertiefen, Erfahrungen mit den „7 Ja“ von Miteinander für Europa austauschen, Stadtführungen in Graz anbieten und mit einem ökumenischen Gebet abschließen. Doch in der COVID-19-Pandemie ist das nicht möglich. Dennoch möchten wir das Miteinander, das schon gewachsen ist, weiterführen. Deshalb versuchen wir, die Begegnung 2021 zustande zu bringen“, schreibt Theresia Fürpass vom Vorbereitungsteam.

„Doch den diesjährigen Europatag verstreichen lassen, ohne ein Zeichen zu setzen – das wäre schade! So laden wir alle, die zum Treffen „Miteinander für Europa – Begegnung in Graz” gekommen wären zu einer Skype-Konferenz am 9. Mai 2020 von 10 – 11 Uhr ein. Viele haben ihre Teilnahme schon zugesagt. Einige von uns werden von der aktuellen Lage in ihrem Land erzählen und abschließend möchten wir gemeinsam das „Vater unser“ beten.

Wir sind zuversichtlich, dass Gott uns zeigen wird, wie es weitergeht. Er hat uns bisher eindrucksvoll geführt und viel mehr ermöglicht, als wir uns selber hätten ausdenken können.

Das MfE- Team Steiermark (Österreich)

Kontakt: f.theresia@gmx.at
0043 3842 27 513
0043 664 73577 163

Internationaler 9. Mai in Graz

Internationaler 9. Mai in Graz

„Einander besuchen, miteinander reden, einander beschenken, miteinander beten.“ Bereits seit Monaten laufen die Vorbereitungen für den Europatag am 9. Mai 2020 in der österreichischen Stadt Graz. Das Team von Miteinander für Europa der Steiermark lädt zu einer offenen, internationalen Begegnung ein. 

Am Europatag, 9.5.2020, treffen sich im Rathaus der Stadt Graz Freunde von Miteinander für Europa aus Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien und Ungarn. Der Tag bietet Menschen aus Ost- und Westeuropa Gelegenheit zur Begegnung.  Um den Austausch unter den Teilnehmern zu fördern,  ist ein Impuls zum Thema Dialog mit anschließendem  Gespräch vorgesehen.

Einige Bewegungen und Gemeinschaften aus dem Miteinander werden von ihren Erfahrungen als Christen in den Bereichen Ehe und Familie, Wirtschaft, Schutz der Schöpfung und des Lebens, Verantwortung in der Gesellschaft usw. erzählen und damit Wege zu einem immer lebenswerteren Europa aufzeigen.

Stadtführungen sollen die Begegnung mit Österreich und den Teilnehmern untereinander vertiefen. Im abschließenden ökumenischen Gebet im Landhaushof werden mit Dank und Bitte die Belange Europas vor Gott gebracht. Das Tagesprogramm wird zudem musikalisch umrahmt.

Das Programm im Detail:

  • 8.30 Uhr Eintreffen, Kaffee und Kuchen
  • 9.00 Uhr Grußworte von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Mag.a Anna Hollwäger, Superintendent Wolfgang Rehner und andere.
  • 9.30 Uhr Priv.-Doz. Dr. Petra Seinmair-Pösel: „Ein Gespräch, das uns alle zusammenführt.“ Die Bedeutung des Dialogs für Europa.
  • 10.30 Uhr Pause
  • 11.00 Uhr Erfahrungen aus  den Bereichen

– Ehe und Familie
– Solidarität mit den Armen
– Verantwortung in der Gesellschaft
– Schutz des Lebens
– Bewahrung der Schöpfung
– Einsatz für den Frieden
– Wirtschaft zum Wohl der Menschen

  • 12.00 Uhr Mittagessen auf Einladung der Stadt Graz
  • 13.30 Uhr Stadtführungen in den Sprachen Deutsch, Italienisch, Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch
  • 15.30 – 16.00 Uhr Ökumenisches Abschlussgebet im Landhaushof

Anmeldung bis Sonntag, 26.4.2020:

f.theresia@gmx.at
0043 3842 27 513
0043 664 73577 163

Hier die Einladung herunterladen:

Einladung MfE Graz 9Mai2020 (1.0 MB, 73 downloads)

Das Miteinander für Europa-Team der Steiermark

Foto: Pixabay, Landkarte: Von Tschubby – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0