Stärker als der Virus, eine ansteckende Kreativität

von | März 16, 2020

Mit dem Newsletter Ende Februar hatten wir gebeten, uns Berichte über Veranstaltungen und Initiativen zu schicken, die – wie in den vergangenen Jahren – rund um den Europatag am 9. Mai 2020 vorbereitet werden. Wir hofften, dass viele Treffen in der Öffentlichkeit stattfinden könnten, um den Geist zu vermitteln, der sie beseelt: den christlichen Geist, […]

Mit dem Newsletter Ende Februar hatten wir gebeten, uns Berichte über Veranstaltungen und Initiativen zu schicken, die – wie in den vergangenen Jahren – rund um den Europatag am 9. Mai 2020 vorbereitet werden. Wir hofften, dass viele Treffen in der Öffentlichkeit stattfinden könnten, um den Geist zu vermitteln, der sie beseelt: den christlichen Geist, der Hoffnung verbreitet und in der Vielfalt vereint. Aber die Tatsache des Covid-19 fordert uns jetzt alle auf eine neue, unerwartete Weise heraus. 

Wer hätte sich das Szenario vorstellen können, das sich in so vielen Teilen der Welt ausbreitet und das Europa so stark betroffen hat?

Und doch können wir selbst hinter dieser traurigen Realität eine Chance sehen. Der Wirtschaftswissenschaftler und Journalist Luigino Bruni, der dem Netzwerk Miteinander für Europa seit seiner Entstehung verbunden ist, brachte dies gut zum Ausdruck: „Wir erleben einen starken Moment, der uns alle – von einem Erdteil zum anderen – in Atem hält und verbindet. Noch ist es nicht absehbar, wann wir wieder zur Normalität zurückkehren können. In der erzwungenen Isolation ist es dringender denn je, sich noch mehr zu vernetzen; ist es dringender denn je, miteinander zu korrespondieren, sich gegenseitig zu versichern, dass „wir da sind“ und diese Situation miteinander leben, in dem wir uns gegenseitig im Herzen haben“. 

Ein Netzwerk von Gebet, geschenkten Erfahrungen, Solidarität, gegenseitiger Liebe… kann von keinem Virus beeinträchtigt werden! Die wirkliche Bedrohung besteht in all dem, was uns innerlich voneinander entfernt. Prävention, Befolgung dessen, was die Behörden von uns verlangen, ja – aber ohne zu vergessen, dass der andere immer unser Bruder, unsere Schwester ist.

Soziale Netzwerke sind bereits voller Ermutigung und Bereitschaft, auf diese globale Herausforderung positiv zu reagieren und sie in eine Chance zu verwandeln.  Wird unsere Kreativität in der Lage sein, Wege zu „erfinden“, um den 9. Mai gemeinsam auf eine neue Art und Weise zu feiern?

Mit diesen Zeilen haben wir die diesjährige Webseite „Europatag 2020“ eingeführt. Ab Ende März wird sie online sein und dort gibt es weitere Informationen und Nachrichten.

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