Das Europa der kleinen prophetischen Schritte

von | Juni 27, 2018

Wir haben es oft erlebt: Einheit in Europa ist keine Utopie und hängt nicht (nur) von Institutionen ab. Sie entsteht durch die Begegnung von Menschen: ohne Vorurteile, bereit den Reichtum, der in den anderen ist, zu entdecken, was – fast überraschend – dazu führt, dass man auf eine vertiefte Weise auch die eigene Identität wahrnimmt. […]

Wir haben es oft erlebt: Einheit in Europa ist keine Utopie und hängt nicht (nur) von Institutionen ab. Sie entsteht durch die Begegnung von Menschen: ohne Vorurteile, bereit den Reichtum, der in den anderen ist, zu entdecken, was – fast überraschend – dazu führt, dass man auf eine vertiefte Weise auch die eigene Identität wahrnimmt.

Das ist auch am vergangenen  3. Juni geschehen, als uns sechzehn Vertreter von Miteinander für Europa aus verschiedenen Bewegungen und Gemeinschaften unterschiedlicher  Kirchen (Schönstatt, Fokolar-Bewegung, Charismatische Erneuerung, Freie Christengemeinde, Kloster Wernberg) der Regionen Steiermark und Kärnten (Österreich)  in der Stadt Ljubljana (Slowenien) besuchten.

Als erste Etappe, am Morgen, drei Stunden Eintauchen in die Schönheit des Ortes: Silvester Gaberšcek, Kulturexperte, hat der Gruppe den schönsten Teil der Stadt gezeigt, das historische Zentrum von Ljubljana. Dann das Mittagessen mit einem typisch slowenischen Picknick, zu dem sich auch 15 Personen aus verschiedenen christlichen Bewegungen und Gemeinschaften Sloweniens dazugesellten. Es waren sehr schöne Momente, charakterisiert von einer Atmosphäre, wie es sie unter Schwestern und Brüdern gibt. Ja, es entstanden solche Beziehung wahrer Freundschaft, dass sich etwas von einem vereinigten Europa erspüren lies.

Danach fanden wir uns in einem Saal zusammen. Der Nachmittag begann mit typisch slowenischen Liedern. Der gegenseitigen Vorstellungsrunde folgte ein tiefer Austausch und ein Mit-teilen unserer jeweiligen Aufgaben und Einsätzen in verschiedenen Bereichen (wie zum Beispiel Aufnahme von Flüchtlingen, gemeinsame Aktivitäten mit Teens um Beziehungen unter Bürgern zu knüpfen, Referenden für Familie). Wir redeten über das, was wir schon gemeinsam tun, über unsere Zukunftsträume… und das alles bereichert mit  ausgewählten Gebeten und Liedern. Unsere Freunde aus Österreich haben ein auf Slowenisch gesungenes Gebet gelernt! In diesen gemeinsamen Stunden wurden wir alle gepackt vom Eifer und dem Feuer für den Dienst an der Einheit unseres Europas.

Um 18 Uhr haben wir uns verabschiedet, bereichert durch die neuen Bekanntschaften und entschlossen, uns bald wieder zu treffen. Erfreulicherweise wird das für einige schon im nächsten November in Prag der Fall sein.

Mariana und Pavel Snoj,  Koordinatoren für Miteinander für Europa in Slowenien

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