Besuch in Taizé

von | März 19, 2025

Ein Besuch unter Freunden. Dies war der Wunsch, als sich Anfang März drei Mitglieder des Internationalen Leitungskomitees von Miteinander für Europa auf die Reise gemacht haben. Sr. Nicole Grochowina (Christusbruderschaft Selbitz), P. Raffael Rieger (Schönstattbewegung) und Matthias Bühlmann (Vineyard) verbrachten drei Tage in Frankreich bei den Brüdern von Taizé.
Persone in riunione e cena al tramonto.

Die Gemeinschaft von Taizé ist ökumenisch ausgerichtet und von regelmäßigen Gebetszeiten am Morgen, Mittag und Abend geprägt, bei denen die bekannten Taizélieder, eine Bibellesung, gemeinsames Schweigen und der Kommunionempfang eine zentrale Rolle spielen. Die ca. 60 Brüder laden Jugendliche aus der ganzen Welt ein, um eine Woche an ihrem Leben teilzunehmen. So waren beispielsweise gleichzeitig mit der Delegation von Miteinander für Europa (MfE) etwa tausend Jugendliche aus Portugal in Taizé. 

Begegnung

Über das gemeinsame Bibellesen (Joel 2,12-18) kam die Delegation mit Bruder Matthew, dem Prior der Gemeinschaft, sowie mit Bruder Richard und Bruder Andreas ins Gespräch. Der Text berührte die Lesenden gerade im Hinblick auf Europa, nämlich „das Herz und nicht die Kleider zu zerreißen.“ Der Ruf gehe an alle Generationen, um sich Gott in echter Hingabe zu nähern und IHN um sein Erbarmen zu bitten. Darin war sich die Gruppe einig. Im Kontakt mit den vielen jungen Menschen bekommen die Brüder in Taizé auch Einblick in deren Ängste, bei denen sie dringend Begleitung benötigen. Taizé ist so für die Jugend sicherlich ein geistlicher Ort, an dem sie Gehör und Verständnis finden.

Brücke zu Miteinander für Europa

Wie kann nun eine Brücke von Taizè zu MfE geschlagen werden? Das Dreier-Team erkannte, dass im Miteinander der Brüder vor Ort, in der Treue ihrer Gebete und ihrer Gastfreundschaft für Jugendliche ihr Charisma und tatsächlich ihr Beitrag für ein Miteinander und damit auch für Europa liegt. Es gehe nun zunächst darum, aus der tiefer gewordenen Freundschaft heraus gemeinsam die nächsten Schritte zu ertasten, wie sie es in Taizé ausdrücken. Und wer weiß? Vielleicht wird es in Zukunft ein „Miteinander für Europa“-Treffen von Jugendlichen in Taizé geben? Die Brüder und MfE können es sich jedenfalls durchaus vorstellen.

Eindrücke

Sr. Nicole, P. Raffael und Matthias sind erfüllt und beschwingt nach Hause zurückgekehrt. „Neben der Begegnung mit den Brüdern in Taizé haben uns diese Tage – als mittlere und jüngere Generation im Leitungsteam – näher zueinander gebracht. Wir brauchen diese Erfahrung. Die gemeinsamen Reisen und Begegnungen  mit den verschiedenen Bewegungen, die wir besuchen, lassen uns erkennen: Miteinander in Europa lebt, und wir gehen miteinander weiter!“

Beatriz Lauenroth

1 Kommentar

  1. Fleischmann Raimund

    Im Vergleich zu Taizé ist unser MfE nicht nur religiös motiviert, sondern auch politisch interessiert und aktiv, was wir in der heutigen Zeitenwende für äußerst wichtig erachten, und schon aus diesem Grund halten wir Besuch und Begegnung unserer drei Führungsmitglieder bei Taizé für sehr wertvoll…

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Hier können Sie den Newsletter abbonieren


ARTIKEL ZU DIESEM THEMA

Glasgow: Versöhnung und Hoffnung

Glasgow: Versöhnung und Hoffnung

Am 12. September 2026 erlebte die Fokolar-Bewegung in Glasgow (Schottland) einen besonderen Nachmittag dank der Anwesenheit von Thomas Römer, evangelischer Pfarrer der Lutherischen Kirche in Bayern, Mitglied des CVJM und Mitbegründer von Miteinander für Europa.

Metz: Europa für den Frieden

Metz: Europa für den Frieden

Am 28. September hielt Papst Leo XIV in Metz eine Ansprache im Gedenken an Robert Schuman. Eine Delegation des Nationalkomitees Miteinander für Europa aus Straßburg war live vor Ort – ein bewegendes und motivierendes Erlebnis.

1.700 Jahre Christentum in Georgien

1.700 Jahre Christentum in Georgien

Das Parlament von Georgien lud am 2. und 3. Oktober 2026 in Tiflis gemeinsam mit der Interparlamentarischen Versammlung für Orthodoxie (I.A.O.) ein zur Festveranstaltung „Civilizational Foundations of Europe – 1700 Years of Christianity in Georgia“. Als Repräsentant für Miteinander für Europa nahm Gerhard Pross an diesem Ereignis teil.