Österreich: Weg der Versöhnung

von | Mai 22, 2026

Der „Weg der Versöhnung“ ist eine sehr effektive Einheitsbewegung in Österreich, an der sich viele verschiedene christliche Gemeinschaften unterschiedlicher Konfessionen beteiligen. Miteinander für Europa ist als Forum in diesem Verein vertreten. Zweimal im Jahr veranstaltet der Verein ein Treffen für Leiter und Verantwortungsträger in christlichen Gemeinschaften, bekannt als „Runder Tisch“.
runder tisch april 2026

Am 16. und 17. April 2026  in Spital am Pyhrn (Oberösterreich) war Miteinander für Europa eingeladen, den  „Runden Tisch“ inhaltlich zu gestalten. Bereits in der ersten Gesprächsrunde, in der wir einander von den geistlichen Schwerpunkten und Talenten in unseren Gemeinschaften erzählten, sahen wir den Reichtum, der in ihnen enthalten ist und für die Gesellschaft fruchtbar wird.

Als Pater Heinrich Walter von der Schönstatt-Bewegung von seiner Erfahrung im Miteinander für Europa, das er von Beginn an miterlebt hatte, erzählte, war eine freudige Resonanz bei den ca. 60 Teilnehmern spürbar.

Nach einem kurzen und sehr intensiven Gebetsabend kam bei der Gratulation zum siebzigsten Geburtstag von Johannes Fichtenbauer sein vielfältiges, beständiges und fruchtbares Wirken für die Einheit der Christen zum Ausdruck.
Das europäische Leitungskomitee von Miteinander für Europa, das fast gleichzeitig in Wien tagte, schickte uns ein Grußwort. Wir antworteten sofort darauf.

Mit dem österlichen Impuls „Friede sei mit euch“ von Diözesanbischof Hermann Glettler von Innsbruck, Beauftragter der Österreichischen Bischofskonferenz für die Freikirchen, starteten wir motiviert in den zweiten Tag.

Einige Beispiele von Aktivitäten von Miteinander für Europa in Österreich (Kärnten, Steiermark, Tirol, Wien) und der Slowakei bereicherten den Erfahrungsaustausch.

Herbert Lauenroth von der Fokolar-Bewegung sprach über Schlüsselpunkte des Miteinander von christlichen Gemeinschaften, unter anderem: Gott sammelt sein Volk. Er hat die Mauern eingerissen. Wir sind unterwegs zu Freiheit und Gemeinschaft. Das erfordert manchmal, das Risiko einzugehen, wie ein Trapezartist zu springen im Vertrauen darauf, dass der Fänger da ist, der mich auffängt. Und: Ich sollte nicht bei dem Bild stehen bleiben, das ich mir vom Anderen gemacht habe.

Statements von jungen Erwachsenen zeigten auf, wie sehr sie die Freiheit und Vielfalt in Europa schätzen und dass es ihnen bewusst ist, dass wir dafür etwas tun müssen.

Interessant war der Hinweis auf www.echtsein.live, das eine Kommunikationsmöglichkeit von Christen mit Menschen verschiedener Weltanschauungen in Deutsch anbietet.

Eine Freude war schließlich der Besuch von Lukas Mandl, Mitglied des Europäischen Parlaments, der mit Offenheit die Rückmeldungen in der abschließenden Gesprächsrunde aufnahm (unter vielen anderen: Die Christen sollen gemeinsam in dunklen Zeiten ein Licht der Hoffnung sein.) und darauf hinwies, dass das Motto der EU auch Einheit in Vielfalt sei.

„Das war echt ein tolles Erlebnis, diese Unterschiedlichkeit und doch Verbundenheit zu erleben.“ So die Rückmeldungen für diesen Runden Tisch.

Theresia Fürpaß

Foto: A. Lilek / C.-M. Zeller

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