Brücken der Hoffnung bauen

von | Mai 25, 2023

Europatag in Wien am 6. Mai 2023. Mehr als 100 Personen aus sechs mitteleuropäischen Ländern kamen zu einem Treffen von „Miteinander für Europa – Österreich“ im Schönstatt-Zentrum in Wien-Kahlenberg zusammen. Unter dem Titel „Brücken der Hoffnung bauen“ berichteten zehn Referenten von ihren Erfahrungen als „Brückenbauer“. An diesem Tag wurde aus dem Traum Wirklichkeit, ein Tag der […]

Europatag in Wien am 6. Mai 2023. Mehr als 100 Personen aus sechs mitteleuropäischen Ländern kamen zu einem Treffen von „Miteinander für Europa – Österreich“ im Schönstatt-Zentrum in Wien-Kahlenberg zusammen.

Unter dem Titel „Brücken der Hoffnung bauen“ berichteten zehn Referenten von ihren Erfahrungen als „Brückenbauer“. An diesem Tag wurde aus dem Traum Wirklichkeit, ein Tag der Ermutigung in einem oft demotivierenden Alltag.

In Innsbruck engagiert sich Gottfried Rießlegger für ein ökumenisches Miteinander zwischen einer katholischen und einer evangelischen Pfarrei, die je ein eigenes Kirchengebäude besitzt, und einer orthodoxen Pfarrei, ohne einen festen Bau. Die beiden Kirchengebäude sind 150 m voneinander entfernt, getrennt durch einen Zaun. Der Wunsch eines aufrichtigen „Miteinanders“ war eines Tages stärker als Ängste und Vorbehalte – zwei Drahtscheren, eine links, eine rechts – und schon war ein großes Loch im Zaun: Der Beginn einer segensreichen Bereicherung. Die orthodoxe Gemeinde hat ein „Umbauset“ in einer großen Truhe und jeden Sonntag nach dem katholischen Gottesdienst wird die Ikonostase vor dem Altar aufgebaut.

Aus Slowenien berichtete Marjeta Bobnar über die Früchte des Projektes „Summerjob“. Dieses Projekt knüpft Beziehungen zu bedürftigen Menschen durch materielle Hilfe und natürlich auch zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Teilen Sloweniens.

In Ungarn baut Tibor Héjj mit Kleinbussen „Brücken“. Menschen mit Behinderungen werden Tag für Tag zu Arbeitsplätzen verschiedener Unternehmen gebracht, wo sie gemeinsam mit Menschen ohne Behinderungen arbeiten und leben.
Ebenfalls aus Ungarn kam der Chor „Vox mirabilis“, der den „Brückenbau“ zu einem greifbaren Erlebnis machte.

In der Tschechischen Republik sind Dagmar und Petr Peňáz Brückenbauer mit Leib und Seele. Sie bauen Brücken für Menschen mit speziellen Bedürfnissen; sie bauen Brücken zwischen Christen – zum Beispiel durch ökumenische Pilgerreisen nach Mähren –  und Brücken zwischen den Nationen der ehemaligen Monarchie.

Der EU-Abgeordnete, Lukas Mandl, berichtete über Spannungen in seiner parlamentarischen Arbeit, weil er nicht mit allem einverstanden sein konnte. Als Christ habe er aber immer versucht, die Menschenwürde zu achten und die Freiheit der anderen zu respektieren. Die Zusammenarbeit erfordere sachliche Arbeit in den Ausschüssen, aber auch geistige Inspiration.
Eva und Erich Berger schenkten ihm eine 44-seitige Sammlung: kleine Geschichten von Brückenbauern; Geschichten aus dem täglichen Leben von Christen, die Mut und Hoffnung geben können.

An diesem 6. Mai 2023 hat Gott seinem Volk gezeigt, dass es imstande ist, Brücken zu bauen. Brücken, die auch von denen genutzt werden, die Gott nicht erkennen – das war wie eine Mut-Spritze.

Der Brückenbau muss weitergehen, konkret und dauerhaft. Auch am 7. Mai und an jedem Tag danach.

Zusammengestellt von Diego Goller

Zu einem ausführlicheren Bericht geht es hier>>

Foto: Christoph Fürböck

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