von Klaus Henning | 12 März 2026 | Erfahrungen, Denkansätze und Interviews, Lokale Veranstaltungen, News
Aachen – Ein Symbol europäischer Geschichte
Aachen, eine Stadt mit tiefer europäischer Seele, bot den idealen Rahmen. Beim Rundgang durch den Dom und die Altstadt wurden die Schichten der Geschichte spürbar – vom Erbe Karls des Großen bis hin zu den Narben des Zweiten Weltkriegs in der Euregio. Inmitten dieser historischen Kulisse erlebten wir uns selbst als „Europa im Kleinen“: Eine bunte Vielfalt aus Südlimburg, Flandern, der Wallonie, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und dem Rheinland. Ein besonderes Geschenk war die völlig ungeplante Begegnung mit Fadi Krikor (Treffen von Verantwortlichen) und seiner Frau Nicole direkt im Aachener Dom.
Fundamente des Friedens: Adenauer und de Gaulle
Ein Impuls von Klaus Henning erinnerte uns an die „Achse der Versöhnung“ zwischen Frankreich und Deutschland. Das Wirken von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle legte nach achtzig Jahren der Feindschaft und drei verheerenden Kriegen den Grundstein für ein friedliches Europa. Diese historische Versöhnung bleibt für uns ein zentraler Baustein und Auftrag für die Zukunft.
Einheit in der Vielfalt: Lobpreis und Fürbitte
Trotz unterschiedlicher Traditionen und Sprachen – Französisch, Niederländisch und Deutsch – einte uns die klare Ausrichtung auf Jesus Christus. Die gemeinsame Zeit des Lobpreises war von dieser Mitte geprägt. Gleichzeitig trugen wir die Not der Welt im Gebet mit, besonders die Menschen in den Kriegsgebieten im Iran, in Israel und der Ukraine. Mit unseren Segenswünschen und Gebeten im Gepäck brachen Jeff und Romkje Fontaine (Schuman Centre) direkt am Folgetag in die Ukraine auf.
Ein Tag, der Hoffnung schenkt
Die herzliche Gastfreundschaft im Hause Henning schuf einen Raum voller Wertschätzung und geschwisterlicher Liebe. Die Resonanz der Teilnehmenden spricht für sich: „Es war eine wunderbare und tiefe Erfahrung von Hoffnung!“ Eine weitere Stimme fasste das Erlebte so zusammen: „Es hat mir große innerliche Freude bereitet, als Familie zusammen zu sein. Beten wir weiter füreinander und bitten wir Gott um die Gnade, dass Frieden in die Welt zurückkehrt. Es war ein Tag mit vielen Sternen!“
von Klaus Henning
Foto: Klaus Henning
von Alberto Lo Presti | 21 Jan. 2026 | Erfahrungen, Denkansätze und Interviews, Lokale Veranstaltungen, News
Ziel ist es, die Einheit unter den Christen in Europa zu bekunden, um sie für die Entwicklung der europäischen Politik im Sinne von Versöhnung und Frieden einzusetzen. In einem internationalen Kontext, der von Kriegen geprägt ist, spürt man das Bedürfnis, auf das Erbe christlicher Werte zurückzugreifen, um die Herausforderungen des Zusammenlebens zwischen den Völkern des Alten Kontinents zu meistern.
Diese Werte, diese Prinzipien sind in der christlichen Seele Europas verankert. „Reviving Europe: A Soul for Reconciliation“ lautet der Titel der Veranstaltung, die wir am 13. Mai von 10 bis 12 Uhr im Europäischen Parlament durchführen werden. Das Programm sieht einen Erfahrungsaustausch unter jungen Menschen vor, einen Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern der politischen Kräfte zum Thema der internationalen Ordnung sowie Beiträge von Expertinnen und Experten zu zentralen Fragen des kontinentalen und globalen Gleichgewichts.
An den Tagen davor, am 11. und 12., sind Führungen durch die Institutionen der Europäischen Union und Arbeitssitzungen zwischen den Jugendlichen und Experten für europäische Politik geplant.
Zur angemessenen Vorbereitung auf diese Veranstaltung hat Miteinander für Europa eine Reihe von vier einführenden Online-Treffen geplant, an denen alle teilnehmen, die die Erfahrung in Brüssel machen werden. Diese Treffen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, stärken das Bewusstsein für die europäische Bürgerschaft, basierend auf ihren kulturellen und institutionellen Grundlagen, und beleuchten die Berufung von Miteinander für Europa in der heutigen Welt.
Der Zeitplan für diese Vorbereitungstreffen:
- Freitag, 16. Januar, 18.30 – 20.00 Uhr
- Freitag, 6. Februar, 18.30 – 20.00 Uhr
- Freitag, 13. März, 18.30 – 20.00 Uhr
- Donnerstag, 9. April, 18.30 – 20.00 Uhr
Wer an den Online-Treffen teilnehmen möchte, kann sich über admin@together4europe.org anmelden.
Alberto Lo Presti
Foto: K.Brand/Canva
von Marjana e Pavel Snoj | 16 Dez. 2025 | Erfahrungen, Denkansätze und Interviews, Lokale Veranstaltungen, News
Nie dagewesene nationale Einheit
Die Vorbereitung auf die Abstimmung führte zu einer Einheit, wie sie in der 35-jährigen Geschichte des unabhängigen Sloweniens noch nie zuvor gesehen wurde. Es gelang der Referendumskampagne, die traditionellen politischen Spaltungen zwischen Links und Rechts zu überwinden und den Fokus auf Respekt, Wert und Kultur des Lebens zu legen. Zum ersten Mal kamen alle christlichen Konfessionen (Katholiken, Evangelikale, serbisch-orthodoxe und mazedonisch-orthodoxe Christen), alle wichtigen slowenischen Bewegungen und Gemeinschaften sowie Muslime zusammen, um eine gemeinsame Botschaft gegen das Gesetz zu verfassen. Hauptakteure der Kampagne waren Laien, unterstützt von Ärzten, Rechtsanwälten, Psychologen und einer breiten Beteiligung junger Menschen.
Die Kampagne und die Debatte
Die Initiative begann im Januar 2024 mit dem Besuch von Alex Schadenberg, einem kanadischen Pionier des Aktivismus gegen Sterbehilfe, der die Tücken der Gesetzgebung aufzeigte. Die Kampagne war flächendeckend und umfasste mehr als 100 Treffen, Konferenzen und Podiumsdiskussionen im ganzen Land, oft mit drei bis vier bedeutenden Veranstaltungen pro Tag. Obwohl 85 % der wichtigsten Medien von Parteien kontrolliert wurden, die das Gesetz befürworteten, nutzten die Aktivisten intensiv soziale Netzwerke und den katholischen Rundfunk (der täglich Berichte gegen die Sterbehilfe sendete), um aufgezeichnete Erfahrungsberichte von Patienten, Behinderten, Ärzten und Krankenschwestern zu verbreiten. Darüber hinaus gaben alle großen Religionsgemeinschaften und medizinischen Organisationen Sloweniens gemeinsame Erklärungen gegen die Sterbehilfe ab und stärkten damit die Front der „NEIN“-Stimmen
Die Kraft des Glaubens und des Gebets
Ein entscheidendes Element der Initiative war eine starke geistliche Unterstützung. Die Religionsgemeinschaften organisierten mit Unterstützung der slowenischen Bischöfe eine Vielzahl von Aktivitäten: Gebetsmomente in allen Pfarreien, Novenen, Rosenkranz (selbst um 5 Uhr morgens im Radio), Fasten- und Gebetstage, auch seitens Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft. Solidarität im Blick auf spirituelle Unterstützung kam auch aus Kroatien, Bosnien und anderen osteuropäischen Ländern.
Die Beteiligung übertraf das Quorum von 20 % der Wahlberechtigten. Der Erfolg des Referendums hat die Einheit der Christen gefestigt und gezeigt, dass der Kampf um den Wert des Lebens ein Anliegen ist, das die ganze Nation vereinen kann. Der Eindruck eines Teilnehmers: „Die Kultur des Lebens hat hier gewonnen.“
Und ist nicht das JA zum Leben – „wir verpflichten uns, seine unantastbare Würde in allen Phasen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende, zu verteidigen“ – das erste der 7 JA, für die sich unser ökumenisches Netzwerk einsetzt?
Marjana e Pavel Snoj (MfE Slowenien)
von Maria Wienken | 4 Sep. 2025 | Lokale Veranstaltungen, News
Seit einiger Zeit spüren wir: Unser ökumenisches Netzwerk braucht eine verlässlichere finanzielle Grundlage. Uns ist klar geworden, dass wir neue Wege finden müssen, um die Zukunft unseres gemeinsamen Projekts zu sichern.
„Wo der Heilige Geist ist, dort öffnet der Himmlische Vater seine Hände“, sagte Helmut Niklas, einer der Mitbegründer von Miteinander für Europa. Das hat sich für uns in den vergangenen Jahren immer wieder bewahrheitet.
Wir sind überzeugt davon, dass es – um etwas Großes aufzubauen – auch die kleinsten Bausteine braucht. Oder wie Mutter Teresa von Kalkutta meinte: Eine kleine Tat, mit großer Liebe getan, kann die Welt verändern.
Mit diesem Geist haben wir gemeinsam mit einigen Freunden an einem Ortsfest in Unterhaching bei München teilgenommen. Unser Beitrag: ein Flohmarktstand. Das finanzielle Ergebnis: 115 Euro.
Doch da war noch mehr… Wir konnten von unserem Netzwerk erzählen, davon, wie man für ein geeintes Europa leben kann, in dem Geschwisterlichkeit und Frieden herrschen – ein Anliegen und eine Notwendigkeit, die aktueller sind denn je.
Auch wenn es sich um eine bescheidene Initiative handelte, war sie für uns ein Ausdruck unseres gemeinsamen Weges, auf dem auch einfache Gesten den Unterschied ausmachen.
Maria Wienken
von Peter Forst | 4 Juli 2025 | Lokale Veranstaltungen, News
Der Kontext
Die Matthäuskirche in München ist auf drei Seiten vom Nussbaumpark umgeben, im Osten grenzt sie an den Sendlinger-Tor-Platz. Ein Ort zentral in der Stadt gelegen und doch im Grünen – ideal für eine Begegnung mit dem Thema „Suchet der Stadt Bestes“. Doch der erste Eindruck täuscht. Idyllisch ist es hier nicht. Ein Obdachloser hat auf den Eingangsstufen der lutherischen Kirche übernachtet; immer wieder bitten Menschen an den Türen der Kirche um Geld.
Um diese Stadt ging es in der Matthäuskirche. Um das Beste für diese Stadt. In all ihrer Widersprüchlichkeit. Weltweit sind Städte Sehnsuchtsorte. In wenigen Jahren wird die Hälfte der Menschheit in Städten leben. Und die Christen? „Die Städte wachsen, doch die Christen fliehen häufig aus ihnen“, stellte Rainer Harter, Leiter des Gebetshauses in Freiburg bedauernd fest. Einen entschieden anderen Akzent setzte da das Wochenende von MfE mit gut 200 Teilnehmenden, die überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich angereist waren.
Sich der Realität stellen
Der Titel der Tagung „Suchet der Stadt Bestes“ ist Bibel-Zitat und steht beim Propheten Jeremia. „Jeremias Worte rufen uns dazu auf, uns auf die Realität einzulassen, wie sie ist; ohne sich Illusionen zu machen oder sich in ‚gute alte Zeiten‘ zurückzuwünschen – doch vor allem nicht die Hoffnung auf die Zukunft aufzugeben“, sagte die Alttestamentlerin Janina Hiebel in ihrem Beitrag am Samstagvormittag, der der historischen, geistlichen und theologischen Vertiefung des Titels gewidmet war. Und weiter: „Sucht das Beste und betet für die Stadt, für das Land und für die Welt, in der ihr lebt, das bedeutet auch: keine Feindbilder aufbauen, sondern sie überwinden. Identität bewahren, ohne sich abzuschotten. Gott wird sich von euch finden lassen, auch und gerade an den Orten, von denen ihr meint, dass sie hoffnungslos gottfern sind.“
Deborah Dittmer, Leiterin der Vineyard-Gemeinde München, stieß in ihrem Beitrag in die gleiche Kerbe: „Wir müssen unsere Opfermentalität loslassen. Wir sind keine Opfer! Wir sind auch keine Beherrscher! Wir sind Salz und Licht der Welt! Das bedeutet nicht, dass wir alles gut finden müssen. Aber wir entscheiden uns für eine Haltung der Liebe gegenüber dieser Welt, der Gesellschaft, der Menschen, eine Annahme mit allen Problemen und Herausforderungen, die auch da sind; nicht aber eine Haltung der Furcht oder Abneigung oder Abschottung.“
Die Stadt – Ort der Begegnung auf dem Fundament der Liebe
Im Hauptvortrag des Vormittags zeigte Jesús Morán, Kopräsident der Fokolar-Bewegung, auf, wie weltliche und geistliche Denker über Jahrhunderte hinweg die Stadt beschrieben haben – als Orte, in denen die Chancen und Grenzen der Vernunft und der Gerechtigkeit erkennbar sind; Orte, deren Fundament die Liebe sein muss. Dann, so Morán, der per Video zugeschaltet war, werde die Stadt „zum Ort der Begegnung zwischen Mensch und Gott. Das ist es, was der christliche Blick auf die Stadt bewirkt: den Übergang von der Rationalität zur Relationalität, von der Vernunft des einzelnen zur Vernunft einer Gemeinschaft.“ Christen, so Morán weiter, könnten sich „dafür einsetzen, inmitten der sichtbaren Städte unseres Kontinents jene ‚unsichtbaren Städte‘ zu errichten, die wahre prophetische Vorzeichen des Reiches Gottes sind.“ Hier geht es zum vollständigen Text>>
Bereits am Freitagnachmittag war es im Gespräch mit Kirchenvertretern und einem Politiker darum gegangen, was denn nun „das Beste“ für die Stadt sei und wie man es erkennen könne. „Suchet der Stadt Bestes“ heiße etwa, denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben; zu helfen, dass die Armen und Schwachen gehört werden, meinte Markus Grübel, von 2002 bis 2025 Bundestagsabgeordneter und von 2018 bis 2021 Beauftragter der Bundesregierung für die weltweite Religionsfreiheit.
Das Gemeinsame suchen
Jeremia habe das Volk Israel aufgefordert, das Beste für die fremde, ja feindliche Stadt Babylon zu suchen, unterstrich Thomas Prieto Peral, evangelisch-lutherischer Regionalbischof von München. Es sei der vielleicht älteste Aufruf, das Gemeinwohl im Blick zu haben. Allen solle es gut gehen. Und deshalb, so Prieto Peral, sei unser Platz an der Seite der Menschen, die angegriffen werden, die Angst haben, egal wer sie sind. Christoph Klingen, der Generalvikar des Erzbistums München-Freising ergänzte: „Suchet das Beste heißt: Suchet das Gemeinsame. Dann kann das Zeugnis der Christen für die Stadt heller leuchten.“
Im Inneren der Matthäuskirche zieht ein großes Mosaik die Blicke auf sich. Es stellt das „Himmlische Jerusalem“ dar, also die Stadt Gottes. Um diesen Gott anzubeten und zu ehren, gab es im Programm viel Zeit zum Gebet und zum Lobpreis, die von der „Lobpreiswerkstatt“ der Gemeinschaft Immanuel in Ravensburg gestaltet wurden. In seiner Predigt während des Abschlussgottesdiensts fragte Reinhardt Schink, Vorstand der Evangelischen Allianz Deutschland, wer denn die Macht habe, das Beste für die Stadt herbeizuführen. Der Elefant? Der Löwe? Seine Antwort: Nein, es ist das Lamm. „Am Kreuz hat der Böse alles verloren. Das Leben entfaltet sich da, wo es die Bereitschaft zur Hingabe gibt.“
Das Bündnis der gegenseitigen Liebe, Grundlage des Miteinander, wurde in München wieder erneuert: „Jesus, wir sagen Ja zu deinem Gebot und erneuern unser Bündnis der gegenseitigen Liebe. Wir wollen einander lieben, wie du es versprochen hast. Wir bitten dich, stärke unsere Liebe durch den Heiligen Geist und sei du unter uns, wie du uns versprochen hast. Wirke du in uns und durch uns, damit wir ein Segen sein können für unsere Mitmenschen und dem Wohl der Gesellschaft dienen.“
Mehr Informationen wie ein ausführlicher Tagungsbericht, Informationen zu den Foren sowie Bildimpressionen sind auf der deutschen MfE-Webseite zu finden>>
von Theresia Fürpaß | 30 Mai 2025 | 2025 Europatag, Lokale Veranstaltungen, News, Österreich
Inspiration, Einheit und Hoffnung bei einer Online-Veranstaltung
Am Abend des 8. Mai 2025 versammelten sich Menschen aus verschiedenen christlichen Gemeinschaften und Konfessionen vor ihren Bildschirmen, um an einer Zoom-Veranstaltung teilzunehmen. Diese wurde von Miteinander für Europa und der „Schönstatt-Familienbewegung Österreich“ organisiert. Unter dem Motto „Für die Zukunft Europas“ bot der Online-Event eine Mischung aus Reflexionen, persönlichen Zeugnissen und musikalischen Beiträgen.
Ein vielfältiges Programm mit bewegenden Beiträgen
Das Treffen begann mit den tiefgründigen Gedanken von P. Heinrich Walter von Schönstatt, der seine langjährige Erfahrung in Miteinander für Europa teilte – ein Einblick in die spirituelle Tiefe und das Potenzial dieses europäischen Netzwerks. Ein weiterer Höhepunkt war die Videobotschaft von Lukas Mandl, österreichischer Abgeordneter im Europäischen Parlament. Er beschrieb seine Vision eines vereinten Europas, das sich seiner christlichen Wurzeln bewusst ist und diese als Fundament für eine friedliche Zukunft nutzt. Imo Trojan von der evangelischen Kirche betonte die Bedeutung des konfessionellen Dialogs – sein persönliches Engagement und Interesse an den spirituellen Reichtümern der europäischen Länder war inspirierend. Sascha Becker vom YMCA Wien sprach über seine Berufung und seine Treue zum Weg mit Miteinander für Europa: wie wichtig es ist, seinen Platz im Netzwerk zu finden und mit Leidenschaft beizutragen.
Die berührenden persönlichen Zeugnisse zeigten, wie die Talente und Charismen einzelner Personen und Gemeinschaften auf dem gemeinsamen Weg sichtbar und wirksam werden. Musikalische Beiträge und Gebete für Frieden und Einheit rundeten das Programm ab.
Gebete für Europa in Innsbruck und Klagenfurt
In Österreich wurden auch weitere Zeichen der Hoffnung gesetzt. In Innsbruck (8. Mai) und Klagenfurt (9. Mai) versammelten sich Christen verschiedener Kirchen zu ökumenischen Gebetsmomenten für Europa. In Innsbruck berührte das Gebet der Abgeordneten zum Europäischen Parlament, Mag. Sophia Kircher. In Klagenfurt war das Klavierspiel einer ukrainischen Pianistin ein intensiver musikalischer Moment, der die Verbundenheit mit den Völkern anderer Länder spürbar machte.
Im Gedenken an die Schuman-Erklärung, die vor 75 Jahren die Grundlage für die Europäische Union legte, wurden biografische Einblicke in das Leben eines Mannes gegeben, dessen christlicher Glaube seine politische Vision tief prägte.
Bibeltexte und spirituelle Impulse luden zur Besinnung ein und öffneten Raum für Meditation. Eine abschließende Agape und der persönliche Austausch rundeten die Treffen ab und machte den starken Wunsch nach einem versöhnten Miteinander der Kirchen und Völker Europas deutlich.
Ein Kontinent im Wandel braucht Menschen mit Glauben, Hoffnung und Versöhnungsbereitschaft.
Theresia Fürpaß