Einander ergänzen und bereichern

von | Juli 22, 2024

Theresia Fürpaß kommt aus der Steiermark/Österreich und gehört zu den treibenden Kräften von MfE in der Region. Sie arbeitete in einem mikrobiologischen Labor eines Krankenhauses und machte als „Hobby“ eine theologische Ausbildung, nun ist sie in Pension. Seit Monaten arbeitet sie intensiv im Vorbereitungsteam für das kommende Treffen des Trägerkreises in Graz, im November 2024.

Beim großen Treffen von Miteinander für Europa in Stuttgart 2007 habe ich erstmals wahrgenommen, dass es in anderen Kirchen überzeugte und engagierte Christen gibt, mit denen ich mich sofort gut verstehe. Außerdem habe ich reiches, vielfältiges, von Freude erfülltes Leben gesehen. Dieses Leben möchte ich auch in meinem Umfeld zu Hause fördern.

Wir vertrauen die Anliegen für das Trägerkreistreffen in einem gemeinsam formulierten Gebet immer wieder Gott an. Wir haben Quartier und Tagungsstätte reserviert, eine Firma für die Dolmetschertechnik gefunden. Eine Band für die musikalische Gestaltung formiert sich. Einige von uns nehmen an den internationalen Online-Besprechungen der Vorbereitungsteams teil, die jedes Mal inspirierend sind. Um die Teilnahmekosten gering zu halten, sind wir auf Sponsorensuche. Einige haben wir schon gefunden.

Es gefällt uns sehr, dass zu den Trägern von Miteinander für Europa auch unsere Freunde, die ein Herz für das Miteinander verschiedener christlicher Gemeinschaften und für das Miteinander in Europa haben, zur Zielgruppe des Treffens gehören. Auch solche, die unser Netzwerk kennenlernen möchten, sind eingeladen. Wir sind überrascht von vielen positiven Reaktionen. Auch Verantwortungsträger in Kirchen und Politik zeigen Interesse. Ich staune, wie viel in der gegenseitigen Liebe, für die wir uns immer wieder neu entscheiden, möglich wird.

Ganz spontan fällt mir dazu ein, dass wir die Menschen diese Erfahrung des Miteinanders machen lassen sollen. Wenn sie einander kennenlernen, gewinnen sie Vertrauen und entdecken, dass sie einander ergänzen und bereichern können. Das erlebe ich bei Miteinander für Europa immer wieder.

Jeder Mensch ist ein Kind Gottes und dementsprechend möchte ich meinen Mitmenschen mit Interesse und Achtung begegnen. Dadurch sind viele Notwendigkeiten des Lebens leichter bewältigbar, gegenseitige Akzeptanz und Unterstützung fühlen sich gut an. Tief beeindruckt bin ich immer wieder, wenn ich ohne Erwartung etwas mit Christen anderer Gemeinschaften unternehme und elementare Aspekte des Lebens in großer Übereinstimmung zur Sprache kommen.

Cornelia Koni Brand

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Hier können Sie den Newsletter abbonieren


ARTIKEL ZU DIESEM THEMA

Frischer Wind in Brüssel

Frischer Wind in Brüssel

Vom 11. bis 13. Mai 2026 belebten 100 Jugendliche des Netzwerkes Miteinander für Europa das Europäische Parlament in Brüssel, um dort Europaabgeordneten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu begegnen. In einer Zeit, die von Krisen und Spaltungen geprägt ist, sandte die Initiative eine starke Botschaft der Hoffnung aus: den Aufbau eines Europas, das zu Frieden, Einheit und Solidarität zwischen Völkern, Kulturen und Generationen fähig ist. Ein zentraler Moment bildete die Unterzeichnung eines „Generationenpakts“.

Österreich: Weg der Versöhnung

Österreich: Weg der Versöhnung

Der „Weg der Versöhnung“ ist eine sehr effektive Einheitsbewegung in Österreich, an der sich viele verschiedene christliche Gemeinschaften unterschiedlicher Konfessionen beteiligen. Miteinander für Europa ist als Forum in diesem Verein vertreten.
Zweimal im Jahr veranstaltet der Verein ein Treffen für Leiter und Verantwortungsträger in christlichen Gemeinschaften, bekannt als „Runder Tisch“.

Europa und die Aufgabe, die Vielfalt zusammenzuhalten

Europa und die Aufgabe, die Vielfalt zusammenzuhalten

Wir geben hier den Artikel von Fabio Beretta wieder, der auf RomaSette.it über die Veranstaltung „Ein Licht für Europa in der globalen Dämmerung“ veröffentlicht wurde. Der Event fand am 9. Mai 2026 in Rom statt und wurde vom Netzwerk Miteinander für Europa und den Jugendlichen der Gruppe „Ut Omens“ organisiert. Botschafter Pasquale Ferrara lieferte einen wichtigen Beitrag.