Auf nach Brüssel!

Auf nach Brüssel!

Ziel ist es, die Einheit unter den Christen in Europa zu bekunden, um sie für die Entwicklung der europäischen Politik im Sinne von Versöhnung und Frieden einzusetzen. In einem internationalen Kontext, der von Kriegen geprägt ist, spürt man das Bedürfnis, auf das Erbe christlicher Werte zurückzugreifen, um die Herausforderungen des Zusammenlebens zwischen den Völkern des Alten Kontinents zu meistern.

Diese Werte, diese Prinzipien sind in der christlichen Seele Europas verankert. „Reviving Europe: A Soul for Reconciliation“ lautet der Titel der Veranstaltung, die wir am 13. Mai von 10 bis 12 Uhr im Europäischen Parlament durchführen werden. Das Programm sieht einen Erfahrungsaustausch unter jungen Menschen vor, einen Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern der politischen Kräfte zum Thema der internationalen Ordnung sowie Beiträge von Expertinnen und Experten zu zentralen Fragen des kontinentalen und globalen Gleichgewichts.

An den Tagen davor, am 11. und 12., sind Führungen durch die Institutionen der Europäischen Union und Arbeitssitzungen zwischen den Jugendlichen und Experten für europäische Politik geplant.

Zur angemessenen Vorbereitung auf diese Veranstaltung hat Miteinander für Europa eine Reihe von vier einführenden Online-Treffen geplant, an denen alle teilnehmen, die die Erfahrung in Brüssel machen werden. Diese Treffen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, stärken das Bewusstsein für die europäische Bürgerschaft, basierend auf ihren kulturellen und institutionellen Grundlagen, und beleuchten die Berufung von Miteinander für Europa in der heutigen Welt.

Der Zeitplan für diese Vorbereitungstreffen:

  • Freitag, 16. Januar, 18.30 – 20.00 Uhr
  • Freitag, 6. Februar, 18.30 – 20.00 Uhr
  • Freitag, 13. März, 18.30 – 20.00 Uhr
  • Donnerstag, 9. April, 18.30 – 20.00 Uhr

Wer an den Online-Treffen teilnehmen möchte, kann sich über admin@together4europe.org anmelden.

Alberto Lo Presti

Foto: K.Brand/Canva

Kleine Gesten, große Visionen

Kleine Gesten, große Visionen

Seit einiger Zeit spüren wir: Unser ökumenisches Netzwerk braucht eine verlässlichere finanzielle Grundlage. Uns ist klar geworden, dass wir neue Wege finden müssen, um die Zukunft unseres gemeinsamen Projekts zu sichern.

„Wo der Heilige Geist ist, dort öffnet der Himmlische Vater seine Hände“, sagte Helmut Niklas, einer der Mitbegründer von Miteinander für Europa.  Das hat sich für uns in den vergangenen Jahren immer wieder bewahrheitet.

Wir sind überzeugt davon, dass es – um etwas Großes aufzubauen – auch die kleinsten Bausteine braucht. Oder wie Mutter Teresa von Kalkutta meinte: Eine kleine Tat, mit großer Liebe getan, kann die Welt verändern.

Mit diesem Geist haben wir gemeinsam mit einigen Freunden an einem Ortsfest in Unterhaching bei München teilgenommen. Unser Beitrag: ein Flohmarktstand. Das finanzielle Ergebnis: 115 Euro.

Doch da war noch mehr… Wir konnten von unserem Netzwerk erzählen, davon, wie man für ein geeintes Europa leben kann, in dem Geschwisterlichkeit und Frieden herrschen – ein Anliegen und eine Notwendigkeit, die aktueller sind denn je.

Auch wenn es sich um eine bescheidene Initiative handelte, war sie für uns ein Ausdruck unseres gemeinsamen Weges, auf dem auch einfache Gesten den Unterschied ausmachen.

Maria Wienken

Suchet der Stadt Bestes

Suchet der Stadt Bestes

Der Prophet Jeremia hatte eine klare Vorstellung davon, was es heißt, im Umfeld dessen, wo wir wohnen und leben, Bestes zu suchen. Er wusste: Das Volk Gottes gedeiht, wenn es sich nicht abschottet, sondern sich dienend in die Gesellschaft einbringt. So schafft es Raum für Leben und Hoffnung für kommende Generationen. 

Dass Gott sein Volk versammeln will, erleben wir seit Jahren. Wir sind uns bewusst, dass das Geschenk-Charisma, das Er jeder Bewegung und Gemeinschaft gegeben hat dazu bestimmt ist, „Licht und Salz“ in der Gesellschaft zu sein, in der wir leben, in ganz Europa. Mitten in der tiefen Krise, die wir heute durchleben, suchen wir gemeinsam nach dem Besten in den Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit.

Die Initiative in München soll eine Erfahrung der Freundschaft und Inspiration werden. Miteinander wollen wir Gott feiern und in Einheit und Versöhnung leben. MITEINANDER FÜR EUROPA.

Am Freitag, den 27. Juni, wird das „MITEINANDER“ vertieft: Es gibt eine Stadtführung, gefolgt von einem Imbiss und einem Abendprogramm.

Am Samstag, den 28. Juni, geht es um das „FÜR“: Vertiefung des Textes von Jeremia 29,7, gefolgt von Momenten des Austauschs. Am Nachmittag gibt es thematische Foren zu: Gebet für die Stadt/Region, soziale Initiativen, Jugend, Ehe und Familie, Weitergabe des Evangeliums, Migration und andere. Am Abend schließen Lobpreis und Gebet den Tag ab.

Am Sonntag, 29. Juni, steht „EUROPA“ im Vordergrund. Um 10.00 Uhr ist ein Gottesdienst vorgesehen.

Weitere Informationen und Anmeldung auf der nationalen Website: www.miteinander-wie-sonst.org. Die Veranstaltung wird auf Deutsch durchgeführt, Übersetzungen sind nicht vorgesehen.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Mit Zuversicht in die Zukunft

Vom 11.-13.4.2024 traf sich das europäische Leitungskomitee von Miteinander für Europa (MfE) zu seiner jährlichen Klausurtagung in Vallendar, dem Zentrum der Schönstatt-Bewegung. 21 Mitglieder aus sieben der im Leitungskomitee vertretenen Bewegungen kamen zusammen. Unter ihnen Pater Alexandre Awi Mello, Generaloberer der Schönstatt-Patres und Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes und Jesùs Moran, Copräsident der Fokolarbewegung, der auch im Namen der Präsidentin Margaret Karram teilnahm. Die Einkehrtage sollten dazu beitragen, den Generationswechsel vorzubereiten sowie die Vision von MfE neu auf den Punkt zu bringen und in konkrete Aufgaben für die nächsten Jahre zu formulieren.

MfE ist ein ökumenisches Netzwerk, in dem ein Leitungskomitee im Dienst an den Bewegungen und Gemeinschaften steht. Das Zusammenspiel der Charismen erfordert immer wieder ein Hören auf die Stimme Gottes: „Die Partitur ist im Himmel geschrieben“ (Chiara Lubich). Wesen und Sendung von MfE erschließen sich vor allem durch die direkte Teilnahme an den Begegnungen, Gebetsinitiativen, Konferenzen und anderen lokalen und internationalen Initiativen des Netzwerkes.

Unter der fachkundigen Leitung des eigens beauftragten Moderators Dr. Markus Ressl und des immer wieder neuen Hinhörens auf den Heiligen Geist, erarbeiteten die Teilnehmer die notwendigen Schritte in die nahe Zukunft. Dem Moderator Gerhard Pross (CVJM Esslingen) und dem Generalsekretär Diego Goller (Fokolar-Bewegung) wurden seitens aller für die nächsten zwei Jahre volles Vertrauen für ihren Dienst ausgesprochen. Ein ausübendes Team des Leitungskomitees, das bisher aus vier Personen aus verschiedenen Gemeinschaften bestand, erweiterte sich um zwei Personen aus der jüngeren Generation.

Um die Arbeit dieses Teams zu erleichtern, formierten sich unter den Anwesenden Arbeits- und Projektgruppen, die u.a. die Kontakte zu Osteuropa, zu Orthodoxie, Kirchenverantwortlichen, Politikern und den Nationalkomitees von MfE intensivieren. Bei der Kommunikation wurde mehr „Sichtbarkeit“ in der europäischen Öffentlichkeit gewünscht.

Immer mehr erweisen sich die Stimmen und Anregungen der jüngeren Teilnehmer als wichtige Beiträge für ein zukunftsfähiges Miteinander. Es gehe, so ein junger Teilnehmer des CVJM München, vor allem um „personal approach“. Man muss selbst mitmachen, um zu verstehen, um was es geht.“ Eine Projektgruppe wird in der kommenden Zeit die Möglichkeiten zu einer Großveranstaltung aller Bewegungen untersuchen.

Das Treffen war geprägt von einer starken geistlichen Atmosphäre. P. Alexandre Awi Mello (Schönstatt): „Es berührt mich stark, zu sehen, wie Gott in diesem Netzwerk wirkt. Hier schreiben wir „storia santa in luogo santo“ (heilige Geschichte auf heiligem Boden). Und Jesùs Moran (Fokolar-Bewegung): „Charismen sind Geschenke Gottes an die Kirchen. MfE lässt Europa die Einheit der Charismen sehen. Hierin liegt ein großes Potenzial. Wir dürfen deshalb die Menschheit von heute nie aus den Augen verlieren, denn wir können der Welt dank dieser charismatischen Kraft immer wieder Hoffnung geben„.

Das Trägerkreistreffen MfE 2024 findet vom 31.10. – 2.11. in Graz/Seggau unter dem Titel „Called to hope“ (Zur Hoffnung gerufen) statt, in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalkomitee Österreich und unter aktiver Beteiligung der jungen Generation.

Beatriz Lauenroth