Selbstbewusst, im Dienste des Gemeinwohls

Selbstbewusst, im Dienste des Gemeinwohls

In Rom treffe ich auf der Veranstaltung zum Europatag Aldo Bernabei, der sich seit langem in der Politik für die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, sozialem Engagement und Arbeit für junge Europäer einsetzt. Bei dieser Gelegenheit erzählt er mir von einem neuen Projekt der Europäischen Union: dem Europäischen Solidaritätskorps.

Es handelt sich um ein von der EU finanziertes und 2018 genehmigtes Projekt für Jungen und Mädchen zwischen 18 und 30 Jahren, das darauf abzielt, jungen Menschen durch einen Freiwilligendienst ein Gefühl für die europäische Bürgerschaft zu vermitteln. Es muss in mindestens drei verschiedenen europäischen Ländern angeboten werden und umfasst eine vorherige Schulungsmaßnahme.

Es soll jungen Menschen die Möglichkeit bieten, sich an Programmen zu beteiligen, die dem Gemeinwohl dienen. Nationale Verbände oder Einrichtungen schlagen in ihren Ländern die Finanzierung von Projekten vor, die auf soziale Initiativen, die Unterstützung von Menschen in Armut – auch in außereuropäischen Ländern – oder auf kulturelle Aktivitäten, z. B. in Bezug auf die Identität des eigenen Landes, ausgerichtet sind. Für diese Tätigkeiten werden Punkte auf europäischer Ebene vergeben, die für den Einstieg in die Arbeitswelt genutzt werden können.

Man hofft, dass in ganz Europa „nationale Zivildienste“ eingerichtet werden, so dass es in Zukunft einen Zivildienst auf europäischer Ebene geben wird. Es sollte darüber hinaus der Status des Freiwilligendienstes von allen Ländern gegenseitig anerkannt werden. Mit diesem Ziel wurde ein Appell >> insbesondere an die Mitglieder des Europäischen Parlaments gerichtet, damit sie das Programm „Europäisches Solidaritätskorps“ im Hinblick auf ein Europa der Solidarität, der aktiven Bürgerschaft und des Friedens unterstützen.

Diego Goller





Weitere Informationen zu diesem Projekt sind auf der entsprechenden EU-Website zu finden>>

Foto Canva / Foto Aldo Bernabei: Diego Goller

Europa zusammenfügen

Europa zusammenfügen

Im Jahr 2024 setzte die Stadt München erneut ein gemeinsames Zeichen für Europa: Einen ganzen Monat lang wurde der Europatag gefeiert. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den Europawahlen am 9. Juni. Jeden Tag fanden Aktivitäten und Veranstaltungen statt. Alle Münchnerinnen und Münchner waren eingeladen, sich aktiv zu beteiligen, Fragen zu stellen und kreativ zu sein.

In diesem Rahmen beteiligte sich Miteinander für Europa – vertreten durch die Fokolar-Bewegung und den CVJM vor Ort – am 9. Mai an der großen Party im Stadtzentrum mit einem Stand vor der Hauptbühne, wo sich den ganzen Nachmittag über Sänger, verschiedene Redner und Musiker abwechselten.

Viele Leute erkundigten sich über unser ökumenisches Netzwerk und seine Aktivitäten in Europa. Es gab Zeit und Gelegenheit sich kennenzulernen, Ideen, Träume und auch Schwierigkeiten auszutauschen.

Eyecatcher war ein Europa-Puzzle, das vor allem die Generationen faszinierte, die Europa in die Zukunft tragen werden, nämlich Kinder und Jugendliche.

Beatriz Lauenroth

Innehalten für den Frieden

Innehalten für den Frieden

In Würzburg wurde am 8. Mai, Vorabend des Europatags, auf dem Marktplatz gemeinsam für den Frieden gebetet. Das ökumenische Netzwerk Miteinander für Europa hatte die Veranstaltung organisiert. In der Stadt engagieren sich im Netzwerk u.a. die Gemeinschaft Sant’Egidio, Vineyard, die Fokolar-Bewegung und der CVJM Würzburg.

Ziel des ökumenischen Friedengebets war es, zu zeigen, wie sich einige der Organisatoren vielfältig und praktisch – z.B. zu Hause in der Familie, auf dem Arbeitsplatz, in der Justizvollzuganstalt, aber auch auf Reisen – für den Frieden einsetzen und die Anwesenden zu ermutigen, mitzumachen.

Dr. Heiner Arzet (Vineyard) berichtete von seiner Reise in die Ukraine, bei der in einem Militärkrankenhaus in Butscha die Begegnung mit psychisch traumatisierten SoldatInnen besonders einschneidend war. Im gemeinsamen Gottesdienst hat Heiner Arzet erfahren dürfen, wie er mit seiner betenden Gegenwart ein Werkzeug des Friedens sein kann.

Jeder von uns kann, wo immer er sich befindet, jeden Tag kleine und große Entscheidungen zugunsten des Friedens treffen.

Beatriz Lauenroth

Hier geht’s zum Videoclip>>

Connection Generations

Connection Generations

Am 8. Mai hat Miteinander für Europa – gemeinsam mit dem Land Kärnten und dem Europahaus – den Europatag 2024 gefeiert. Kärntner Schulen, EU-ProjektträgerInnen und Vertreter verschiedener Bewegungen des Netzwerks nahmen teil.

Auf dem abwechslungsreichen Programm standen u.a. Gebet und persönliche Gedanken der Teilnehmer zu Europa.

Am Ende der Feier sang ein vierzigköpfiger Schülerchor die bekannte Melodie der Europahymne (9. Symphonie nach Ludwig von Beethoven) in einer Text-Neufassung des lutherischen Theologen Herwig Sturm. Das Lied vermittelte allen Anwesenden Dankbarkeit, Hoffnung und Freude.

Ein Tag des Feierns und der Ermutigung für alle Generationen!

Manfred und Fini Wieser für das MfE-Team in Kärnten

Für den Frieden!

Für den Frieden!

Aus Portugal haben wir diese Nachricht erhalten:

Am Europatag, dem 9. Mai, fand um 21.30 Uhr in Porto/Portugal in der Kirche Cedofeita eine ökumenische Gebetsstunde für den Frieden statt.

Rund 60 Personen waren anwesend, darunter der katholische Weihbischof D. Roberto Mariz, Bischof D. Jorge Pina Cabral von der Lusitanischen Kirche und Bischof Sifredo Teixeira von der Methodistischen Kirche.

Die Verse der Dichterin Sophia de Mello Breyner „Gib uns, Herr, den Frieden, um den wir bitten, Frieden ohne Sieger und ohne Besiegte“ bildeten den Auftakt der Gebetsfeier.

In einem tiefen Moment der Innerlichkeit, der Stille und des Schweigens wurde das Wort ‚Frieden‘ in verschiedenen Sprachen und mit der Sensibilität der verschiedenen Konfessionen ausgesprochen und bekräftigt: „Gott ist Liebe, die ganze Welt braucht Frieden. Die Welt dürstet nach Frieden!“

Wir beteten das „Vaterunser“ und hielten uns dabei an den Händen. Anschließend erteilten die Vertreter der verschiedenen Kirchen gemeinsam den Segen. Zum Schluss zogen wir nach Zufall ein Kärtchen mit einem Schlüsselwort für den Aufbau von Frieden und sangen das Lied von Gen Rosso „Sow Peace“.

Der Moderator, Pfarrer Sérgio von der Lusitanischen Kirche, schloss wie folgt: „Heute haben wir das Feuer neu entfacht“.

Jetzt liegt es an uns, Wege und Kreativität zu finden, damit es weiter brennt, vielleicht ohne ein Jahr zu warten…

Lurdes Teixeira, im Namen der lokalen Vorbereitungsgruppe

Foto: L. Teixeira während des Gebetsfeier; Einladungsflyer.

Verantwortung neu erwecken

Verantwortung neu erwecken

Anlässlich des Europatages 2024, fand am 10. Mai eine Veranstaltung in Rom im Zentrum S. Maria in Campitelli statt. Unter den etwa 150 Anwesenden – Mitglieder verschiedener Bewegungen und Gemeinschaften des Netzwerkes in Rom – befanden sich auch Vertreter der europäischen Institutionen, darunter Silvia Costa und Filippo Sassoli, Bruder von David M. Sassoli.

Von besonderer Bedeutung war der Beitrag des Hauptreferenten Claudio Sardo, eines erfahrenen Journalisten, der seit mehreren Jahren mit Studien- und Forschungsaufgaben im Präsidialamt von Sergio Mattarella betraut ist. Seine historischen und soziologischen Analysen boten viel Stoff zum Nachdenken, und seine Einschätzungen unterstrichen die Prinzipien, die uns inspirieren.

Es folgten einige bewährte Praktiken, darunter die einiger Jugendlicher: Giulia Covalea von der Stiftung A. Megalizzi, Fabiola Marotti als „Botschafterin einer geeinten Welt“ und zwei Schüler der 5. Klasse, die vom Mittelmeerfestival berichteten.

Auch bei den musikalischen Intermezzi auf hohem Niveau spielten die Jugendlichen die Hauptrolle.

Zu Beginn konnte Beethovens Ode an die Freude, die vor genau 200 Jahren erstmals gespielt wurde und seit 1985 die offizielle Hymne der Europäischen Gemeinschaft ist, nicht fehlen.

In der angrenzenden, geräumigen Kirche fand ein ökumenisches Gebet statt, an dem 10 verschiedene Kirchen und kirchliche Gemeinschaften teilnahmen. Begleitet vom Chor, der sich aus Mitgliedern verschiedener Bewegungen und Gemeinschaften zusammensetzte, wurden Gebete und Anliegen vorgetragen, die den Frieden und die Nächstenliebe betonten. Als konkretes Zeichen wurde an alle Teilnehmenden Brot verteilt, das sofort spontan mit anderen ausgetauscht wurde. Abschließend erfolgte der feierliche gemeinsame Segen der Kirchenvertreter.

Bei einem Buffet hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Beziehungen und Bekanntschaften fortzusetzen und zu vertiefen.

Das Team von Miteinander für Europa in Rom

Hier den Beitrag von Claudio Sardo herunterladen>>

Hier geht’s zum Video der Veranstaltung auf YouTube (italienisch)>>

Foto: Riccardo / Diego Goller